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Sprache
Zusammen wachsen.
[Was die neue deutsche Rechtschreibung bewußt unterschlägt. Was ihre Autoren mit voller Absicht vernichten wollen. Wer sprachlich nicht mehr differenzieren darf, weil das Regelwerk es sabotiert, der soll auch anderswo nicht differenzieren.]
albannikolaiherbst - Montag, 14. September 2009, 08:36- Rubrik: Sprache
noch zwei stück auf lager.
jetzt nicht mehr.
diadorim - Mittwoch, 13. Mai 2009, 15:16- Rubrik: Sprache
>>>> wie eine Sprache schleichend eine andere übernimmt; den Willen des Kolonisators realisiert. Sie übernimmt das Bewußtsein. In den Momenten der Entspannung. Die „eigene“ Sprache schließlich unter die Grammatik des Enteigners gebeugt. Wobei eine feine Rache ist, daß auch die sich versimpelt. Handys, Andy, statt Handies.
Hinwiederum wäre „Befreiung“ im Synkretizismus zu finden, nicht in der Reinheit der Sprache. Man bräuchte mehr Lehnswörter aus anderen als den englischen Sprachen, damit nicht das Lehnswort Lehenswort bleibt: gegeben für domestike Gefolgschaft. Welche türkischen Wörter haben wir übernommen, welche italienischen, welche griechischen? Welche spanischen, hebräischen, arabischen? „Vase“, erinnere ich mich, finde aber den Beleg nicht, sei persischer Herkunft, dann aber sicher vermittelt übers Latein (frz. vase aus lt. vas), also abermals über einen Herrschaftszusammenhang.
Herrschaftswillen geschehen, wenn sie zum Willen der Beherrschten werden. Es ist, wo er sich gelungen durchführt, ein unbewußter Prozeß. Bekäme man ihn ins Bewußtsein, gäbe es mehr „eigensprachliche“ Neologismen; das amerikanischsprachige Drehmoment erzeugt ständig neue Wörter; eine Sprache, die dies nicht mehr tut, löst sich auf.
(„und sie - chillen sie vielleicht doch mal aus, die harten konflikte scheinen mir eh ausgetragen zu sein in der gesellschaft“).
albannikolaiherbst - Dienstag, 31. März 2009, 07:47- Rubrik: Sprache
Macht, sprachhistorisch völlig korrekt, die Greuel zu Gräuel. Doch fragt man sich, was Gräuel denn jetzt seien?: K l e i n e Grauen? War denn nicht grad das Gegenteil, war n i c h t ein Grauen gemeint, das jedes Grauen überstieg? Wo die Sprache selbst eine Identität des Eigenen entwickelt hatte und einem Wort fast wesenhafte Substanz verliehen, reduziert es die neue Rechtschreibung auf eine Erklärbarkeit, die Greuel eben nicht hatten. Als hätten sie es d o c h. So lügt man sich sprachlich das Ungeheuerliche handlich.
albannikolaiherbst - Montag, 17. März 2008, 06:43- Rubrik: Sprache
Erschrocken ruft mich ein Anwalt an und zitiert das Amtsgericht:
"Ihre Anfrage kann derzeit nicht beauskunftet werden."
albannikolaiherbst - Freitag, 2. Februar 2007, 12:48- Rubrik: Sprache
Es trägt - ähnlich dem ‚Schicksal’ - die Dichtung, und zwar gerade durch eine ambivalente Zusammenlegung, die recht eigentlich Verschiebung ist. Aus dem germanischen wæno zu wān, beides „Hoffnung, Erwartung“, geworden, legt es sich mit dem mittelhochdeutschen wan, „leer, unvollständig“, zusammen und l e e r t die Hoffnung. Dennoch bleibt im sprachlichen Untergrund, den ich dem menschlichen Unbewußten analogisiere, der Lebenswille erhalten, und zwar über das S p i e l e r i s c h e: das illūdere, „täuschen, verspotten“, in „Illusion“ treibt nämlich lūdere, „spielen, täuschen“ an und schließt zugleich den Bedeutungshof zum Schein der Ästhetik: demjenigen, das wahrgenommen wird, aisthánisthai. So bleibt aller Wahn, zumal dem Ästhetischen eingeformt, an eine Bewegung gebunden, die hoffend w i l l. Sie allein widersteht dem Pragmatismus, der mit dem Realismus schulterschließt und prinzipiell resignativen Characters ist.
Deshalb trägt gerade das Wahnhafte der (erzählten) Dichtung ihre Größe, nicht etwa eine auf die Frage, wie man ‚richtig’ leben könne, zielende Moral. Die ist ihr - letzten Endes - bei aller Menschlichkeit abträglich. Denn sie harmonisiert außerhalb der Kunstbewegung, will nämlich nicht wahr, sondern gut sein. Es war ein willentliches Mißverständnis der Klassik, dieses beides zusammenzulegen und gar noch das schön hinzuzutun. Sozusagen wiederholte sich wān und wan. Die a l t e Klassik, die Antike, war da weiter. [Poetologie.]
albannikolaiherbst - Mittwoch, 25. Oktober 2006, 15:45- Rubrik: Sprache
Soviel zur >>>> Genauigkeit.
[Villa Concordia Bamberg.]
albannikolaiherbst - Donnerstag, 1. Juni 2006, 21:31- Rubrik: Sprache
[Ligeti, Violinkonzert]
Hab's geschafft und saß rechtzeitig an ARGO. Deinen mir zugesandten "dezenten Start" hab ich dazu auf den Bildschirm gelegt. Die Kerze läßt Dein Geschlecht leuchten, als wäre es im All ein vertikaler Andromedanebel - ein sich verspritzend reflektierendes Katzenauge, das zwischen den gespreizten Beinen einer Göttin, die Highheels trägt, ganz zur Pupille, ja zu einer Litze wurde, die in ihrer grellweißen Strahlung verschwindet.
[Etudes, 2. Körper beschreiben.]
albannikolaiherbst - Donnerstag, 18. August 2005, 08:09- Rubrik: Sprache
Sollten Sie dennoch solche Waren mitführen, werden diese vom Zoll eingezogen und ohne Entschädigung der Vernichtung zugeführt.
Deutsche Kontinuität.
albannikolaiherbst - Freitag, 29. Juli 2005, 12:11- Rubrik: Sprache
Der Marianne-Fritz-Leser hat die Chance, sich zu verlieren – und wenn er Glück hat, findet er sich wieder, aber wenn nicht, hat er auch sehr viel davon.
albannikolaiherbst - Donnerstag, 10. März 2005, 10:09- Rubrik: Sprache
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Kontakt zu Alban Nikolai Herbst:
fiktionaere At gmx DOT de.
Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
Paul Reichenbach - 2009/11/21 11:29
Grenzen der Freiheit. 21.11. 2009. ...
Die Folge der Aufhebung des Zündholzmonopols
ermisst sich an der Unmenge nicht brennbarer Streichhölzer.
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Notizen: ... Paul Reichenbach - 2009/11/21 10:58
Aus dem TB. Mythen: Minthe.
.
Minthe, Minthe
murmelt Hades,
schenkt Pfefferminztee ein und
neigt sich Persephone zu, die
mundfaul ... selbstauskunft
nur ein braver/
knab viel gereist/
zahnlosem alle/
höflichkeit...
ovid (Gast) - 2009/11/21 10:21
Schon interessant.
Daß Sie's nicht lassen können. Das muß...
albannikolaiherbst - 2009/11/21 10:12
die steppe
trocknet/
aus
ovid (Gast) - 2009/11/21 09:42
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zuletzt aktualisiert am 2009/11/21 11:31
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