Gedichte
ist wie bei Jugendlichen scheu
wie wenn die Jahre
die einander treu
die Hände hielten überm Leben
den Körper vergaßen
wie wenn die Beben
die sie durchmaßen
dir, Kind, wenn du weinst
die Tränen tupfen
und summen von dem Morgenrot
das Mütterchen zur Nacht
bedacht aus ihren Kissen zupfen
für einen milden Tod
in einem langen Abendrot
albannikolaiherbst - am Dienstag, 8. April 2008, 09:10 - Rubrik: Gedichte
(femme100têtes).
mich in der einen Hand, in ihrer andern
andre, die - ein Sand, der sinkt - sich regten,
- wie man in Haufe Hirse beißt,
aß sie vom Wimmeln in der Hand;
so schwärmten wir, entleerten
den Samen, den der Wind bringt;
der trieb den Regen übers Land;
es fiel der Sturm auf sie,
die mit uns fruchtbar war -
Und wir, von denen sie empfing
fielen von ihr, die uns,
bis ich den Sparren brach,
entsetzte, um aus dem fetten Moor
- alleine ich erhob mich -
uns einen Torf zu stechen.
albannikolaiherbst - am Donnerstag, 3. April 2008, 10:35 - Rubrik: Gedichte
schwer wie die Säume nicht wehen
über den Strümpfen der Bund
noch im Mund
den Geschmack wenn sie flehen
von Frauen
albannikolaiherbst - am Donnerstag, 27. März 2008, 09:45 - Rubrik: Gedichte
Aus Schamhaar
Die Seele in den Achselhöhlen tragen
Was immer sie auch sei
Vater
(„Variationen für Gitarre & Sprache“, mit Regine Hoch-Shekov.
1978.*)
[b): Die Sätze, auf Saties erste Gymnopédie gesprochen,
hörte ich eben am Ende einer alten Tonbandcassette;
wohl ein Probemitschnitt von damals, den ich später
gelöscht habe. Diese Sätze aber blieben erhalten und
ihre femde junge Stimme, die einmal meine war.]
hörte ich eben am Ende einer alten Tonbandcassette;
wohl ein Probemitschnitt von damals, den ich später
gelöscht habe. Diese Sätze aber blieben erhalten und
ihre femde junge Stimme, die einmal meine war.]
albannikolaiherbst - am Freitag, 21. März 2008, 14:39 - Rubrik: Gedichte
sechs Monde neuer Welten zu
und an mir stolz vorüber
Es war ein trüber Vormittag
Sie sah nicht ohne Arroganz
der Frauen welche treiben
an mir und an dem eiben Baum
vorbei der selber Frucht
am Zweig der grün war trug
sich selbst wie sie genug und rot
und mir und am Verkehr
und all den andern ungerührt
den
albannikolaiherbst - am Montag, 17. März 2008, 09:30 - Rubrik: Gedichte
Ein sehr schönes Projekt hat zur Leipziger Buchmesse das >>>> Literaturhaus Berlin realisiert, nämlich eine Ausgabe der Berliner Obdachlosenzeitung >>>> DIE STÜTZE gestaltet.
Die nun mit Lyrik gefüllt ist, zumal wichtiger Dichter der unmittelbaren Gegenwart. Wenn Ihnen also in den nächsten Tagen einer jener verkaufseifrigen Obdachlosen in S- und U-Bahn die Zeitung offeriert, dann, bitte, greifen Sie zu. Und legen noch gehörig etwas drauf für einen solchen schönen Mut.
Die nun mit Lyrik gefüllt ist, zumal wichtiger Dichter der unmittelbaren Gegenwart. Wenn Ihnen also in den nächsten Tagen einer jener verkaufseifrigen Obdachlosen in S- und U-Bahn die Zeitung offeriert, dann, bitte, greifen Sie zu. Und legen noch gehörig etwas drauf für einen solchen schönen Mut.albannikolaiherbst - am Sonntag, 16. März 2008, 08:02 - Rubrik: Gedichte
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Er zögerte, nahm es
Er wußte, wräng er es aus
wie sie stürbe
wie Wasser sich wandelt
wie sie hinüber
riefe das Lob
als sie sprang
wie es troff
von dem Tuch
albannikolaiherbst - am Donnerstag, 13. März 2008, 10:12 - Rubrik: Gedichte
Er aber nahm es und wußte
zögernd sie stürbe
wräng er es aus
wie das Wasser sich wandelte
wie sie hinüber
riefe das letzte Lob
als sie sprang
im
und sich zurückließ
naß im Tuch
albannikolaiherbst - am Dienstag, 11. März 2008, 13:47 - Rubrik: Gedichte
ich geh für mich
es gibt kein Wiedersehen, nein
Es ist jetzt deine Zeit
nutze sie rein für dich
sie dauert keine Ewigkeit
Du bist am Schluß alleine
alleine kam' wir her
Die Schmerzen sind nur meine
und lohnten sich nicht mehr.
albannikolaiherbst - am Freitag, 29. Februar 2008, 09:12 - Rubrik: Gedichte
Liegt das Gesicht
liegt der Leib
liegt gedeckt
und die Hand auf der Hand
Steht die Stirn
steht ein Ding im Geruch
steht das Wachs in dem Tuch
und es steht mit den Fragen
Riesig die Nase und schmal
riesig das knochene Kinn
rissig steht das letzte Mal
in dem Raum auf den Lippen
und antwortet nicht
Liegt das Gesicht
liegt der Leib
liegt gedeckt
und die Hand auf der Hand
Steht die Stirn
steht ein Ding im Geruch
steht das Wachs in dem Tuch
und es steht mit den Fragen
Riesig die Nase und schmal
riesig das knochene Kinn
riesig die Lippen
auf denen die Qual
eintrocknet
liegt der Leib
liegt gedeckt
und die Hand auf der Hand
Steht die Stirn
steht ein Ding im Geruch
steht das Wachs in dem Tuch
und es steht mit den Fragen
Riesig die Nase und schmal
riesig das knochene Kinn
in dem Raum auf den Lippen
und antwortet nicht
liegt der Leib
liegt gedeckt
und die Hand auf der Hand
Steht die Stirn
steht ein Ding im Geruch
steht das Wachs in dem Tuch
und es steht mit den Fragen
Riesig die Nase und schmal
riesig das knochene Kinn
riesig die Lippen
auf denen die Qual
eintrocknet
albannikolaiherbst - am Dienstag, 26. Februar 2008, 07:50 - Rubrik: Gedichte

















