BambergerElegien
(...)
Autonomie? Wirft sie denn n i c h t, als wie ein Kind,
das man nicht will, Liebe zum Kehricht – ihm gleich schon voraus?
Uneigentlich läßt sie sie werden; sie tauscht gegens Es,
das es richtet, das Ich: feindlich selbst Pflanzen und allem,
was je Instinkt war, begradigt die Ganglien, ein Raub- und der Rückbau,
Hinrichtung, Richtung – Kultur als gefällige Zurichtungsnummer
mattester Dompteure, längst hohl, aber glänzend als schnittige Henker,
denen wir zujubeln als wie Befreiern -
Unser Geschlecht wurde sozialisiert.ˇ Vollends retortisch
schwenkt er, der Hermaphrodismus, sein gender erneuerter Menschen,
umˇkonfigurierter, moralisch korrekter, wie Fahnen:
Endsieg der Demokratie, ˇ anständig egalitär.
Artifiziell wird die Schöpfung, wird mutterlos indifferent,
wie es die Schwenkenden selbst sind, solch Patchworks, von Herkunft befreite,
bindungsentlöste Kretins, nach Ermessen designte, nach Mode,
Markt, nach Bedarf ˇ emanzipierte, nicht Frau, ˇ Mann nicht
länger, so schuld- und so fraglos allein in der Welt, nie entnabelt,
sondern entploppt repliziert, und entmythet der Sexus für Planung.
(...)
BE 102 <<<<
Geschlechtersprache 2 <<<<
Evolution und Menschmaschine <<<<
Autonomie? Wirft sie denn n i c h t, als wie ein Kind,
das man nicht will, Liebe zum Kehricht – ihm gleich schon voraus?
Uneigentlich läßt sie sie werden; sie tauscht gegens Es,
das es richtet, das Ich: feindlich selbst Pflanzen und allem,
was je Instinkt war, begradigt die Ganglien, ein Raub- und der Rückbau,
Hinrichtung, Richtung – Kultur als gefällige Zurichtungsnummer
mattester Dompteure, längst hohl, aber glänzend als schnittige Henker,
denen wir zujubeln als wie Befreiern -
(Hörst du mich, Vater?
Blätter nur stieben vom Kies hoch: rasch, und sie rascheln. Ein Anruf.
„Bitte?...- Wer ist da?“ Nervös lauschen. „Wer spricht?“ - Rauschen.)
Blätter nur stieben vom Kies hoch: rasch, und sie rascheln. Ein Anruf.
„Bitte?...- Wer ist da?“ Nervös lauschen. „Wer spricht?“ - Rauschen.)
Unser Geschlecht wurde sozialisiert.ˇ Vollends retortisch
schwenkt er, der Hermaphrodismus, sein gender erneuerter Menschen,
umˇkonfigurierter, moralisch korrekter, wie Fahnen:
Endsieg der Demokratie, ˇ anständig egalitär.
Artifiziell wird die Schöpfung, wird mutterlos indifferent,
wie es die Schwenkenden selbst sind, solch Patchworks, von Herkunft befreite,
bindungsentlöste Kretins, nach Ermessen designte, nach Mode,
Markt, nach Bedarf ˇ emanzipierte, nicht Frau, ˇ Mann nicht
länger, so schuld- und so fraglos allein in der Welt, nie entnabelt,
sondern entploppt repliziert, und entmythet der Sexus für Planung.
(...)
BE 102 <<<<
Geschlechtersprache 2 <<<<
Evolution und Menschmaschine <<<<
albannikolaiherbst - am Mittwoch, 9. April 2008, 08:11 - Rubrik: BambergerElegien
- anderen steht, ˇdas ist, ein Unge(v)fähres, die Seele –
- allesdas zweifach, die Orchi(v)deen, die Brütermaschine,
-
Ameisenhaufen und händevoll Ameiseneier , die holt' er
schaufelnd heraus, ˇmitten im Wald, ˇda war ich dreizehn, - drängenden; jetzt aber slackt es wie Wanten, die schlampig gespannt sind
-
Dunkel ist immer, was austrägt. Denn nicht nur Gesindel, sagt Bloch,
scheut es, das ˇLicht, auch die Liebenden wüßten mit Dunkel was anzu -
fangen... Ist Aufklärung darum aseptisch? Vernunft ˇzeugt nicht, -
liebende Kinder, die unängstlich offen sind: unabgelehnte,
vorbehaltlose und freie Geschöpfe... So fließ, Regnitz, fließe - -
fernen Berlin) ˇKaiser's – so angepaßt, aufruhr-, revoltlos,
sie ganz genauso wie jene, schmarotzen sie an dem Kommerz, -
(pentametrisch:)
(Regnet es? Hebe den Blick. Solch ein anderes Rauschen
drang durch die Tür... ˇfallender Nässe, die fedrig
fällt wie die Blätter, wie Nebel (v) fallen, die winken...
Tröpfchen, noch zögernd, (v) sich zu vereinen... die weinen -) - Unklug zu leben, so müssen wir, u m zu leben, Sohn, werden...
-
wiederzuschmecken... das Chaos, es wartet... - ˇnoch -
(Hier wird bewußt der fünfte Fuß n i c h t als Daktylos gefaßt: Der quasi-Vorhalt vor „noch“ betont dieses Chaos nämlich, und zwar scheinbar sehr harmonisch.)
BE 101 <<<<
albannikolaiherbst - am Dienstag, 27. November 2007, 10:18 - Rubrik: BambergerElegien
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anderen s t e h t, ˇdas ist, ein Ungeˇfähres, die Seele,
2)
Brutmaschinen, Orchiˇdeen, und allesdas zweifach,
3)
Ameisenhaufen und händevoll Ameiseneier ˇ holt' er
4)
drängenden; jetzt aber slackt es gleich schlampig gespannten Wanten...
5)
scheut es, das ˇ Licht, auch die Liebenden wüßten mit Dunkel was anzu -
fangen... Ist Aufklärung darum aseptisch? Vernunft ˇ zeugt nicht,
6)
liebende Kinder... unängstlich, offen, unabgelehnte,
vorbehaltlose und freie ˇ... Fließe, Regnitz, ˇ fließe -
7)
fernen Berlin) ˇKaiser's - ˇangepaßt, aufruhr-, revoltlos
8)
fällt wie ˇBlätter ˇ fallen... wie Nebel, ˇ die ihr
winken
9)
- unklug zu leben, so müssen wir, Sohn, um zu leben, ˇ werden...
10)
wiederzuschmecken... das Chaos, es wartet... ˇ noch - )
BE 100 <<<<
albannikolaiherbst - am Sonntag, 25. November 2007, 21:33 - Rubrik: BambergerElegien
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Jene Tage des Schreckens, rettungslos s i n d sie und waren's seit je.
Lecke sie, Frau, aus der Sandburg meiner Eltern seeseits hinweg,
aus den Städten, Dörfern, Hospitälern, aus den Armenlagern;
spüle von meinen Gespielen, die ich nicht kenne, sie ab,
die sich krümmen schon bei Geburt und ins Elend.
Wo ist dein Schrecken? er kommt erst? nachdem er war? gleichsam doppelt?
Hier, siehe!, steh ich und lausche, Tag der Welt,
Deiner, Frau, Musik - nicht eines ferneren Himmels.
H i e r spiel ich, hier sitzen w i r, und auflauschend haben wir Sand,
meergeschmirgelten, zwischen den Zehen.
Unsre Erlösung läutet, wenn, dann nur gänzlich im Dieseits.
Hier schwanken Himmel und Erde seit jemals schon heute;
nicht erst jenseits wird Welt durch Feuer gerichtet, durch Sintflut,
apokalyptische Reiter rächen das Leben längst hierseits am Leben.
Rechenschaft, Welt durch Feuer zu richten, wird nicht erst werden,
Rechenschaft i s t - und Zorniger beinah so vieler, wie solcher, die zittern.
Wessen denn? D e i n e r? Wir wären nicht schon gerichtet?
Besser ist’s, Dich zu vergessen und auf das Meer zu hören, das uns nun zusingt.
W i r lassen’s singen! Darin klingt die Erlösung.
Nicht jener Tag drum, was soll er schon mir und uns allen werden? was Deine ewige Ruhe?
Was ein ewiges Licht? Vergelt uns die Qualen im Diesseits!
Da aber schweigst du, und niemand singt als die Meere,
niemand als Natur, die uns u n t e rtane, und was sie, ü b e rtan, uns verspricht.
Nur sie gibt uns Brot und zu küssen die Lippen: Gea, nos libera!
Nos libertate, Götter! – zu denen wir uns selber machen, wenn wir ihr zuhörn.
Meer, der Musik, die uns aufhebt, unser Siechtum erleichternd, Mißgunst, Würde und Not.
Wir, die wir singen, wenden sie uns zu unserer Ehre.
Öffnet die Ohren, schließt die Lider und atmet.
Amen.
>>>> BE 101
Pettersson Requiem 33/BE 99 <<<<
Lecke sie, Frau, aus der Sandburg meiner Eltern seeseits hinweg,
aus den Städten, Dörfern, Hospitälern, aus den Armenlagern;
spüle von meinen Gespielen, die ich nicht kenne, sie ab,
die sich krümmen schon bei Geburt und ins Elend.
Wo ist dein Schrecken? er kommt erst? nachdem er war? gleichsam doppelt?
Hier, siehe!, steh ich und lausche, Tag der Welt,
Deiner, Frau, Musik - nicht eines ferneren Himmels.
H i e r spiel ich, hier sitzen w i r, und auflauschend haben wir Sand,
meergeschmirgelten, zwischen den Zehen.
Unsre Erlösung läutet, wenn, dann nur gänzlich im Dieseits.
Hier schwanken Himmel und Erde seit jemals schon heute;
nicht erst jenseits wird Welt durch Feuer gerichtet, durch Sintflut,
apokalyptische Reiter rächen das Leben längst hierseits am Leben.
Rechenschaft, Welt durch Feuer zu richten, wird nicht erst werden,
Rechenschaft i s t - und Zorniger beinah so vieler, wie solcher, die zittern.
Wessen denn? D e i n e r? Wir wären nicht schon gerichtet?
Besser ist’s, Dich zu vergessen und auf das Meer zu hören, das uns nun zusingt.
W i r lassen’s singen! Darin klingt die Erlösung.
Nicht jener Tag drum, was soll er schon mir und uns allen werden? was Deine ewige Ruhe?
Was ein ewiges Licht? Vergelt uns die Qualen im Diesseits!
Da aber schweigst du, und niemand singt als die Meere,
niemand als Natur, die uns u n t e rtane, und was sie, ü b e rtan, uns verspricht.
Nur sie gibt uns Brot und zu küssen die Lippen: Gea, nos libera!
Nos libertate, Götter! – zu denen wir uns selber machen, wenn wir ihr zuhörn.
Meer, der Musik, die uns aufhebt, unser Siechtum erleichternd, Mißgunst, Würde und Not.
Wir, die wir singen, wenden sie uns zu unserer Ehre.
Öffnet die Ohren, schließt die Lider und atmet.
Amen.
>>>> BE 101
Pettersson Requiem 33/BE 99 <<<<
albannikolaiherbst - am Mittwoch, 26. September 2007, 07:00 - Rubrik: BambergerElegien
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Haben wir's aufgeˇgeben und schaun nicht mehr hin?
Sehen den Terror, doch nicht ˇden Schmutz unsrer eigenen
Städte und Stätte? wo Hilfe gerecht wär, weil möglich,
ihnen, Verarmenden, zulächeln nur und alltäglich
uns untern Augen? da Hilfe doch nah wär?
Wolln wir denn wissen, was nicht so entfernt ist und läßt sich
ausgleichen nicht mit Soziallotterie, die uns freistellt?
Sondern wir müßten es riechen und kosteten anders
als mit Bedauern, das wohlfeil wie leer unser Mitleid
preis- und gewinnbringend anlegt? ˇSo läßt sich's schlafen.
Bleibt uns was anderes? Leid ist nicht teilbar und nicht
mitteilbar... jedem sein eignes Erbarmen, wir können’s
denken, nicht zahlen, wir ließen die eigenen Kinder,
ließen die Lieben, das Haus, denn zurückstehen, Opfern
opfernd und wäre bald keine ˇKultur mehr, noch Wohlstand.
Hilft einem Kranken das Siechtum des Nächsten – und was?
Nichts hilft's; und mich sieht er, sieht mein gutes Befinden,
ohne zu neiden – doch schmerzt es ihn, wenn wir uns speisen,
sein Kind jedoch ˇkaut die geschwollene Zunge,
hat ja sonst nichts; ˇkrank ohne Schuld an Zirrhosen
siech und der Atem... er pfeift wie Gespenster im Staub
ausgeˇtrockneter Truhen, da stirbt es gleich dreifach:
Hungers, oh Arme! oh Mensch! und an Durst , oh Nationen!
und an der Krankheit. - Der Vater steht hilflos, die Mutter
dörrte am Fieber vorweg, und sie danken noch immer
Göttern und Gott, die barmherzig die Schicksale böse
lenkten, ein unerˇforschlicher Ratschluß dem Rufen,
den das gequälte Geschöpf ihnen fand - den Gesang,
um ihren tauben ˇOhren, damit sie ihn hören,
ausreichend schön zu sein; solche verklärenden Töne,
milde, und solche Melodik, damit nicht auch Du,
Schöpfer der Leiden, zu leiden bekämest, creator
spiritus, Dir nicht das Kind, dem Du's zumaßt, die Neugier
miesmacht am Grauen, die Lust interesselos-müden
Quälens, weil sonst nichts zu tun ist vor Ewigkeit, Vater.
Wir wie die Fliegen und Du, der sie rupft, sie verspielt,
zwischen den Fingern, die Flügelchen, anseh'nd, die Haut,
so filigran sind die Rippen, und siehst, daß es gut ist.
Liebst Du die Kunst, die, verfallen im eigenen Schaffen,
Dich widerspiegelt, so sehr, ˇdaß wir sie ständig,
Dir zum Gefallen, die fallen, erneuern und weiter
hoch aus dem Tod ˇhochschleudern müssen, Dir z u,
der Du nur deshalb das Leid ˇschufst und es leichthin
hinnimmst als Grundstoff gelangweilter Großmut, um Zeit,
die Dir zu öd ward, Dir totzuˇschlagen mit Possen -
Lehnsherren gleich, als die mit Bauern, lebendigen, Schach
spielten, mit Pferden und Läufern - und opferst so uns,
eignes Geschöpf, ˇschonungslos ewigen Regeln
kosmischer Divertimenti? und bläst Dir den Flügel
kühl von den Fingern und so auch des Engels, der einsprach?
>>>> Pettersson 34/BE 100
Pettersson 32/BE 98 <<<<
albannikolaiherbst - am Dienstag, 25. September 2007, 09:19 - Rubrik: BambergerElegien
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um’s zu sagen. Nicht, um’s zu hören, Ohren.
Wir schritten.
Überm Fluß stand die Abendsonne, die wir nicht sahen.
Wir hockten.
Wir reichten die Furcht auf den Händen, uns sie zu nehmen,
zum Gitter.
Wir rieben ein Schwefelhölzchen an und bliesen
die Furcht da hinein aus der Feuchte ins Feuer.
Doch war der Keller lang, und immer ferner ward das Flämmchen.
Da schloß ich meine Augen und ließ es in mir singen.
>>>> Pettersson 33/BE 99
Pettersson 31 <<<<
BE 97 <<<<
albannikolaiherbst - am Freitag, 21. September 2007, 12:11 - Rubrik: BambergerElegien
Steif schaun die Allegorien ˇvon ihrer Brüstung zum Fluß.
Steinern, so scheint es, er selbst, ˇfließt er wie Blei zu der Brücke.
Die überwölbt ihn, verspielt schon von Reif, einem Blei, das, erhitzt
aus den Gewässern gesiedet, erkaltete, sprang und zu Schnee ward,
um sich, so weich ˇgeworden, zu legen, zu schlafen... doch schmilzt noch,
tropft noch, wie Glas klirrt, bevor es die Regnitz davonträgt und schluckt.
Lustig die Rufe darüber, Touristen flanieren, ein Pärchen,
drüben am Ufer, entziffert, und lacht, dieses Schild übers Schloß:
wer es erbaute und wann und wofür's dann im Krieg und danach....
Merkt es denn nicht, daß es mitˇgezogen und daß auch es selbst
ganz ohne Stand ist? Kein Ankommen ist, und kein Bleiben. Nur Fluß.
Mondinnen scheinen, noch spiegelt sich silbern die Nacht in den Fenstern.
Schon ist es Tag. ˇSchon ist es Abend. Der Himmel ist leer.
Auffüllend fülln wir die Schwärze mit Sternen, die w a r e n - furchtsam
Tieren, Geliebte, ganz gleich, die, in Höhlen gekauert, drauf lauschen,
ob sich wer nähert... Wir hören Hyänen, im Busch, leoparden
schleicht, uns umkreisend, ein Grollen... so nimm meine Hand, und man drängt sich
bauchseits an Rücken und wärmt sich – die Frauen, die Männer, nichts mehr,
und ihre Kinder – alleine, uns selbst überlassen. Kein Gott ist.
Aber wir haben zwei Schwerter, die scharf sind, bereit, uns zu wehren,
auf einem Bamberger Tischchen zu liegen, und jeder, mein Sohn,
hat seinen Platz, ob wir Väter, ob Mütter sind, und übergeben's -
w e n n wir's... s o l a n g e wir's wissen. ˇDas ist das bleibende Tier,
Raubtier zugleich und das Lamm, das es reißt, und ein Durchgang für nächste
Leben... momentlang wir selbst, ˇflüchtige Ballung, Verdichtung
wahlˇverwandter Figuren und Figurationen von Atem,
Speichel und Ewigkeit, Sperma und Mondblut, und Mathematik.
Daß es uns jederzeit fälln kann - und soll, ˇwenn wir nicht halten -,
gibt dem den Wert – ˇnicht, als besorgte Versorgte zu leben,
zag jeden Hundskack für Elend beklagende Hygienisierte,
panisch von Panen ganz freie, um Regeln, Korrektheit, bemühte,
unˇergriffene, die nicht ergreifen und unverführt bleiben
und nicht verführen... aus Angst, zu mißbrauchen und mißbraucht zu werden,
selber ˇMißbrauch ˇganz... an den Träumen, den hohen Gefühlen,
wahren, dem Bangen, dem Jauchzen, aus dem sie doch kam, die Kultur...
kam aus Erscheinungen, Gottesideen, aus Wahn und aus Liebe,
die sich verstieg, und aus Schmerzen, gefahrvollen Lüsten und Hochmut,
siedend vor Sonne – so küssen! sich so, ˇFrauen und Männer,
wegschenken, undistanziert, und verwühlen in Haut, die sich hingibt -
So in die Wolkenflut blicken, so regnitzsch Terrasse und Kies.
Abschied, die Scheiben… Es wartet der Garten und unter den Brettern,
unbarock, wartet der Brunnen; es blitzt das Daishō, daß ich gehe,
müdlos jetzt aufstehe, hochgeˇschlagenen Kragens, zum Schutz,
glühend vor Unrecht, ˇgutem ˇaber - und Mangel allein,
unesoterisch, an Feigheit vorm Tod; ˇzwar in dem Rucksack
Traurigkeit, dennoch voll Wille, ˇweiterzuzeugen, mit siebzig,
achtzig noch... bis es dich umwirft... in Würde gefällt sein (Revolver,
Freunde, gezogene Kabel)… und nicht dann verbrannt in den Äther,
sondern zurück in den Kreislauf gegeben: die Haut und die Augen,
Knochen, die Adern, die Leber, Gehirn, und das Herz, meine Hoden…
anders und anderes nähren, es weiterernähren - ein Grab
wär schon blasphemisch… ganz Stoffliches bleiben... zu neueren Stoffen,
irdischen alten,ˇwerden, verwandelt durch Metabolie -
umgeˇgraben, Geliebte, und aufgeˇgangen, mein Sohn.
>>>> BE 98
BE 96 <<<<
albannikolaiherbst - am Donnerstag, 20. September 2007, 09:28 - Rubrik: BambergerElegien
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[pent.:]Ihr aber bleibt ˇunhalbiert rund ˇauch nicht,
sondern es bleibt für die Weile. Auch Euch ˇbricht es
abermals durch. ˇKinder jedoch ˇbleiben
Kinder. Auch Männer. ˇ Solch ein Tabu wirkt. Und zieht Euch
auch zu dem Fremden, ihm auch zu erliegen. Und steht
selber, und witternd, an Hecken, den Männerleib, daß er
wuchtig ˇauf Euch zu liegen, heranˇlockend
und, daß es i n Euch, das Tier, kommt und zustößt – in Schüben
ausgeˇliefert, das Ohr rast im Schoß, und es rauscht,
wie, wenn es Wildwasser wäre und kreischte, als kreißte
durch Euch was andres und schrie um's Erbarmen, es kommen,
naß und verklebt aus dem Boden noch einmal zur Welt
kommen und werden und bluten zu lassen, und atmen -
Schubweise stößt es die Wechselˇjahre, als schlüg's sich
auf die Geschlechtsbank gespannt zu dem Fremden, zurück mit dem Ich,
das sich durchstochen ganz auflöst und erlöst, befreit,
gegen das Ich, von der Haltung, und gegen Kultur,
selbst gegen Liebe, zivile – so platzt das und öffnet;
Lava, sekreten, entsteigt dem, dasselbe ˇAufschrein,
glühende Asche, dieselbe, so tobt das, ums Stampfen
enge die Lippen gelegtes, wie luftdicht Lamellen,
saugendes, abˇsaugendes Gleiten, ein Aufwärts,
Abwärts, das maßlos scheuernd empfangen - das w i l l - -
Das riecht ihr, ˇdas ˇweht im Geruch dieser Hecke,
Land, erodiertes, das Sturzgüsse ruft, nach Monsunen,
Wolken-, Zivilbrüchen – d a s schwingt im Blick, den Ihr werft.
Den das Tier spürt, dieses fremdere Manntier, das anschleicht.
Sollt ihr es wegbeißen besser? Aus Rücksicht? Auf was?
Daß es Euch doch als gehäutete Schleimhaut aufs Kehrblech
häuslich zurückfegt? zum Hausmann, der lang schon sich selber
peinlich geworden, verläßlich, doch fad im Daheim?
Wenige rasen, sie geben's dahin wie für Rente.
Ihr aber schweigt pergamenten. Und kompromittiert.
sondern es bleibt für die Weile. Auch Euch ˇbricht es
abermals durch. ˇKinder jedoch ˇbleiben
Kinder. Auch Männer. ˇ Solch ein Tabu wirkt. Und zieht Euch
auch zu dem Fremden, ihm auch zu erliegen. Und steht
selber, und witternd, an Hecken, den Männerleib, daß er
wuchtig ˇauf Euch zu liegen, heranˇlockend
und, daß es i n Euch, das Tier, kommt und zustößt – in Schüben
ausgeˇliefert, das Ohr rast im Schoß, und es rauscht,
wie, wenn es Wildwasser wäre und kreischte, als kreißte
durch Euch was andres und schrie um's Erbarmen, es kommen,
naß und verklebt aus dem Boden noch einmal zur Welt
kommen und werden und bluten zu lassen, und atmen -
Schubweise stößt es die Wechselˇjahre, als schlüg's sich
auf die Geschlechtsbank gespannt zu dem Fremden, zurück mit dem Ich,
das sich durchstochen ganz auflöst und erlöst, befreit,
gegen das Ich, von der Haltung, und gegen Kultur,
selbst gegen Liebe, zivile – so platzt das und öffnet;
Lava, sekreten, entsteigt dem, dasselbe ˇAufschrein,
glühende Asche, dieselbe, so tobt das, ums Stampfen
enge die Lippen gelegtes, wie luftdicht Lamellen,
saugendes, abˇsaugendes Gleiten, ein Aufwärts,
Abwärts, das maßlos scheuernd empfangen - das w i l l - -
Das riecht ihr, ˇdas ˇweht im Geruch dieser Hecke,
Land, erodiertes, das Sturzgüsse ruft, nach Monsunen,
Wolken-, Zivilbrüchen – d a s schwingt im Blick, den Ihr werft.
Den das Tier spürt, dieses fremdere Manntier, das anschleicht.
Sollt ihr es wegbeißen besser? Aus Rücksicht? Auf was?
Daß es Euch doch als gehäutete Schleimhaut aufs Kehrblech
häuslich zurückfegt? zum Hausmann, der lang schon sich selber
peinlich geworden, verläßlich, doch fad im Daheim?
Wenige rasen, sie geben's dahin wie für Rente.
Ihr aber schweigt pergamenten. Und kompromittiert.
>>>> BE 97
BE 95 <<<<
albannikolaiherbst - am Mittwoch, 19. September 2007, 12:03 - Rubrik: BambergerElegien
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(- v v -)Dürr, freilich, schon die Fiktion, daß das Wort
anfänglich sei – ˇwar das nicht abermals Schwäche und warf
nieder, für was sie gemacht, ˇaus was sie hätte, Kultur,
leuchten ˇkönnen? – sich stolz an die Seite zu stellen, nicht über
Mütter - ? Der W i n d ist, nicht Wort, ˇWasser, ˇnicht leitender Wille,
der nach Verhalten entlohnt. ˇDas tun wir selber. - Sekret ist,
Fleisch ist und ist nicht ein Satz, ˇder uns ernährte, noch küßt.
Männliche Schmach, das zu leugnen – und unmännlich stahl man sich weg,
feig, von der Erde und schlich sich hinauf hinter Wolken, die vage
fortziehen; wag- und verantwortungslos um den Leib und das Leben,
eigenes wie unterzwungener Frauen, die's immer noch tragen,
und um die Kinder, die's wagen... verlogenes Wort, das Erlöser
unmenschlich zeugt, ˇlust- und ganz schmalzfrei, aseptisch, durchs Ohr...
und wie Beschnittene um den Orgasmus, wie Nonnen, betrogen,
halten's die Frauen noch hin, ˇemanzipierte, und halten's
manngleich für Gleichheit, begehrt man sie nicht oder zeigt's nicht, und sich nicht.
Wie denn auch anders, wenn Männer nicht halten wie Du und erliegen
kläglich sich selbst? wie um Gnade Berührung erbettelnd und sehen
Mütter, die ihren, in Fraun, ˇihnen die Brüste, um Milch,
nicht zu versagen, und jene, verachtend, versorgen - doch lesbisch
lieben sie Gleiche, den Phallus recycelnd zum Auslaufmodell
technischer Substitution: ˇProtoˇtyp für Prothesen
keimfreier Praxis, zuhand bei Bedarf und prima zu säubern.
Vater, wer, letztlich, gewann dran? Die Frauen? Es schichtet uns um,
Männer wie Frauen, wie Pflanzen... die Evolution, aus den Wolken,
regnet hybrid DNS in die Rosen und säuert die Regnitz
hermaphrodit, ˇda wir die Väter verloren, entpreßt,
da uns die männlichen Weine vergoren, dem Rückstand der Trauben
für seinen blutigen Trester die Triebe. ˇVater, wir treiben,
greifen an Ufer, doch halten sie nicht, treiben rückunter weiter
wie ein zu schweres Gewölk, das herabschaut, und fassen auch das nicht.
Sitzen am Fenster und schauen, und fragen, zurück: ob wir aufstehn,
ob wir uns kleiden, in Haltung, ˇsollten, hinausgehn, die Tür
fest ˇzuziehn und schließen, uns umdrehen, um, wie die Kinder,
wieder die E r d e zu wagen
>>>> BE 96
BE 94 <<<<
anfänglich sei – ˇwar das nicht abermals Schwäche und warf
nieder, für was sie gemacht, ˇaus was sie hätte, Kultur,
leuchten ˇkönnen? – sich stolz an die Seite zu stellen, nicht über
Mütter - ? Der W i n d ist, nicht Wort, ˇWasser, ˇnicht leitender Wille,
der nach Verhalten entlohnt. ˇDas tun wir selber. - Sekret ist,
Fleisch ist und ist nicht ein Satz, ˇder uns ernährte, noch küßt.
Männliche Schmach, das zu leugnen – und unmännlich stahl man sich weg,
feig, von der Erde und schlich sich hinauf hinter Wolken, die vage
fortziehen; wag- und verantwortungslos um den Leib und das Leben,
eigenes wie unterzwungener Frauen, die's immer noch tragen,
und um die Kinder, die's wagen... verlogenes Wort, das Erlöser
unmenschlich zeugt, ˇlust- und ganz schmalzfrei, aseptisch, durchs Ohr...
und wie Beschnittene um den Orgasmus, wie Nonnen, betrogen,
halten's die Frauen noch hin, ˇemanzipierte, und halten's
manngleich für Gleichheit, begehrt man sie nicht oder zeigt's nicht, und sich nicht.
Wie denn auch anders, wenn Männer nicht halten wie Du und erliegen
kläglich sich selbst? wie um Gnade Berührung erbettelnd und sehen
Mütter, die ihren, in Fraun, ˇihnen die Brüste, um Milch,
nicht zu versagen, und jene, verachtend, versorgen - doch lesbisch
lieben sie Gleiche, den Phallus recycelnd zum Auslaufmodell
technischer Substitution: ˇProtoˇtyp für Prothesen
keimfreier Praxis, zuhand bei Bedarf und prima zu säubern.
Vater, wer, letztlich, gewann dran? Die Frauen? Es schichtet uns um,
Männer wie Frauen, wie Pflanzen... die Evolution, aus den Wolken,
regnet hybrid DNS in die Rosen und säuert die Regnitz
hermaphrodit, ˇda wir die Väter verloren, entpreßt,
da uns die männlichen Weine vergoren, dem Rückstand der Trauben
für seinen blutigen Trester die Triebe. ˇVater, wir treiben,
greifen an Ufer, doch halten sie nicht, treiben rückunter weiter
wie ein zu schweres Gewölk, das herabschaut, und fassen auch das nicht.
Sitzen am Fenster und schauen, und fragen, zurück: ob wir aufstehn,
ob wir uns kleiden, in Haltung, ˇsollten, hinausgehn, die Tür
fest ˇzuziehn und schließen, uns umdrehen, um, wie die Kinder,
wieder die E r d e zu wagen
>>>> BE 96
BE 94 <<<<
albannikolaiherbst - am Donnerstag, 13. September 2007, 07:17 - Rubrik: BambergerElegien
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(- v) Die Wolken, ˇVater, die Wolken. Und Sonne. Sie wirft
Männerˇblicke in ihren entfalteten Schoß, ˇweiße,
die sich fast spermatozoen verteilen, Verwehungen, Wehen,
wassergespiegelte Flächungen, unter der Zeitlupe langsam
über der eilenden Regnitz, den Wellen des Strichs gleich, den Maler,
sinnende, haben, nachdem sie Zerklüftungen hatten, ihr Wildes
ausgeschrien ist, ausgestanden, minutenlang, bis sich die Lust,
die in dem Pinsel zusammenläuft, neuerlich sammelt und pace
stürmisch - pazifisch – ein turner'sches, gärendes Himmelsmeer wird,
sich in den Wolken, geschlechtsstolzen Frauen, die wollen, vergrabend,
wenn ihre Brunst ˇihnen die Form nimmt; und aufgischtend stößt ein
männlicher Wille sie in sie zurück – fiebriges Feuer,
brennende Äste, ja Stämme, die aufstöhnen, wenn sie brechen;
unasˇketisch; unkeusche, pure Gewalten von Schöpfung,
bis uns die Zeit ˇendgültig ausschließt im Alter.
Das, Vater vorziehen? Weil wir nicht bleiben, entziehen wir's g l e i c h?
Eh wir's verlieren? Verlieren wir's denn? ˇBleibt's nicht auch dann –
als ein gewesen Erlebtes? und hat uns gefüllt, uns geformt,
bis es uns neigt? ˇWären wir, n i c h t angerührt, denn gewesen?
Wär es drum, Vater, so schwer, daß man sagte: Mir gab es sich voll,
nun gibt’s sich anderen... wäre nicht loszuˇlassen gewesen,
freiwillig, früher und stolz? ˇN i c h t wär’ dir elend das Nachschrein
über dem Sterben gelegen, erbärmlich und sinnlos Vergeblich!
über dein Leben, und Feig!, auszuˇrufen... Wie gerne
reiste ich da an dein Grab, und ich stünde mit Achtung dann dort,
nicht voller Mitleid, und dürfte als Sohn ˇsagen: Das war
schließlich ein Mann ˇd o c h! ˇDen beugte nichts!- Wie ich diese
Erbschaft, und wäre es nur die, geliebt und mir aufbewahrt hätte!
Mehr könnt kein Sohn von dem Vater verlangen, doch das – und er müßte
ihn sich nicht fahl und verzwickt aus dem Nichts renovieren – als Wunschbild,
um sich dem eigenen Sohn in die Pflicht eines Vorbilds zu nehmen:
ernsthaft, wie's Männern mit Söhnen geziemt. - Für die Töchter ist's anders?
Weiß ich's? Doch purpurrot zittern, hinauf wie hinab, Erektionen,
pumpende, die ˇnaß ihres Augspalts Pupille versenken
wollen - nicht himmlisch, nein irdisch gerade auch sie, in das Dunkle
nämlich, das naß ˇsaugt und den Sinn gibt, den irdischen Sinn,
nicht einen kopfˇgebärend athenen, der restlos absurd ist,
wenn auch auf Notwehr gegründet – denn blieb er nicht tödlich? War „Vater“
je für ein Andres erfunden, als daß sich die Drohne die leere,
nutzlose Zeit ˇfüllte – und Geist, da ein anderer Stachel
sich zu erwehren, nicht war, wurde Waffe* und Patriarchat?
War das nicht ehrenvoll klug, und es war, ˇganz und gar,
unsre Erfindung im Kampf darum, daß wir wer seien, errungen?
Das gabst Du drein? - dieses unpragˇmatische, nicht-instinktive
nicht von Hormonen geleitete, unplaˇzentische Sorgen,
eines, das will und nicht muß – sondern man nimmt's als Entscheidung
an sich und folgt..?(- v v – v v – v v -)
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Männerˇblicke in ihren entfalteten Schoß, ˇweiße,
die sich fast spermatozoen verteilen, Verwehungen, Wehen,
wassergespiegelte Flächungen, unter der Zeitlupe langsam
über der eilenden Regnitz, den Wellen des Strichs gleich, den Maler,
sinnende, haben, nachdem sie Zerklüftungen hatten, ihr Wildes
ausgeschrien ist, ausgestanden, minutenlang, bis sich die Lust,
die in dem Pinsel zusammenläuft, neuerlich sammelt und pace
stürmisch - pazifisch – ein turner'sches, gärendes Himmelsmeer wird,
sich in den Wolken, geschlechtsstolzen Frauen, die wollen, vergrabend,
wenn ihre Brunst ˇihnen die Form nimmt; und aufgischtend stößt ein
männlicher Wille sie in sie zurück – fiebriges Feuer,
brennende Äste, ja Stämme, die aufstöhnen, wenn sie brechen;
unasˇketisch; unkeusche, pure Gewalten von Schöpfung,
bis uns die Zeit ˇendgültig ausschließt im Alter.
Das, Vater vorziehen? Weil wir nicht bleiben, entziehen wir's g l e i c h?
Eh wir's verlieren? Verlieren wir's denn? ˇBleibt's nicht auch dann –
als ein gewesen Erlebtes? und hat uns gefüllt, uns geformt,
bis es uns neigt? ˇWären wir, n i c h t angerührt, denn gewesen?
Wär es drum, Vater, so schwer, daß man sagte: Mir gab es sich voll,
nun gibt’s sich anderen... wäre nicht loszuˇlassen gewesen,
freiwillig, früher und stolz? ˇN i c h t wär’ dir elend das Nachschrein
über dem Sterben gelegen, erbärmlich und sinnlos Vergeblich!
über dein Leben, und Feig!, auszuˇrufen... Wie gerne
reiste ich da an dein Grab, und ich stünde mit Achtung dann dort,
nicht voller Mitleid, und dürfte als Sohn ˇsagen: Das war
schließlich ein Mann ˇd o c h! ˇDen beugte nichts!- Wie ich diese
Erbschaft, und wäre es nur die, geliebt und mir aufbewahrt hätte!
Mehr könnt kein Sohn von dem Vater verlangen, doch das – und er müßte
ihn sich nicht fahl und verzwickt aus dem Nichts renovieren – als Wunschbild,
um sich dem eigenen Sohn in die Pflicht eines Vorbilds zu nehmen:
ernsthaft, wie's Männern mit Söhnen geziemt. - Für die Töchter ist's anders?
Weiß ich's? Doch purpurrot zittern, hinauf wie hinab, Erektionen,
pumpende, die ˇnaß ihres Augspalts Pupille versenken
wollen - nicht himmlisch, nein irdisch gerade auch sie, in das Dunkle
nämlich, das naß ˇsaugt und den Sinn gibt, den irdischen Sinn,
nicht einen kopfˇgebärend athenen, der restlos absurd ist,
wenn auch auf Notwehr gegründet – denn blieb er nicht tödlich? War „Vater“
je für ein Andres erfunden, als daß sich die Drohne die leere,
nutzlose Zeit ˇfüllte – und Geist, da ein anderer Stachel
sich zu erwehren, nicht war, wurde Waffe* und Patriarchat?
War das nicht ehrenvoll klug, und es war, ˇganz und gar,
unsre Erfindung im Kampf darum, daß wir wer seien, errungen?
Das gabst Du drein? - dieses unpragˇmatische, nicht-instinktive
nicht von Hormonen geleitete, unplaˇzentische Sorgen,
eines, das will und nicht muß – sondern man nimmt's als Entscheidung
an sich und folgt..?
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albannikolaiherbst - am Dienstag, 11. September 2007, 13:20 - Rubrik: BambergerElegien
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