Korrespondenz meinte am 2008/11/27 13:11:
Absolut ärgerlich.
Kommentator XYZ an ANH, über >>>> das fiktionäre Kontaktformular:Betreff: Mein aktueller KommentarNachricht: Lieber Herr Herbst,
wie erwartet, wird mein Kommentar wieder angetrollt. Ihr Einverständnis vorausgesetzt, lösche ich den ersten Kommentar (und damit alle anderen auch). Ich will das nicht.
Viele Grüsse
XYZ
ANH an XYZ:Das fände ich unschön, nein, grundfalsch.... aber ich sehe gerade, es ist ärgerlicherweise schon geschehen. Ich sitze oft l a n g e an Erwiderungen, damit ist dann ARBEITSZEIT weg. Auf meinen eigenen Seiten. Wirklich, Herr XYZ, das ist weder fair noch klug. S i e sind es, der den Trollen jetzt recht gibt, deren Strategie mitmacht. Wenn Sie Angriffe nicht aushalten können, ist ja Ihr Recht, dann kommentieren Sie bitte in Zukunft nicht mehr bei mir. Oder ich werde ein Programm erstellen, daß sämtliche Kommentare sofort fixiert und festhält.
Diesen kurzen Briefwechsel werde ich einstellen, Sie aber anonym halten.
Hochachtungsvoll
ANH
www.albannikolaiherbst.de
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/zum-vermeintlich-reaktionaeren-der-dschungel/#5348966
Sturznest antwortete am 2008/11/27 14:14:
angetrollt...das klingt zumindestens hübsch
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/zum-vermeintlich-reaktionaeren-der-dschungel/#5349160
albannikolaiherbst antwortete am 2008/11/27 16:41:
Die gelöschten Kommentare im Wortlaut.
XYZ schrieb:Ich sage es noch einmal (im Bewusstsein dessen, dass Sie Ihre Position schon mehrfach klargestellt haben): Auf solche Anwürfe einzugehen, sie als Argumente zu betrachen, ist per se ein Fehler und trägt zur Multiplikation des Unerwünschten bei. Selbst sie in eine separate Rubrik zu überführen (mich würde interessieren, wie das geht - andernfalls ignorieren die anonymen Kommentatoren einfach Ihre Rubriken) ist zuviel Widmung. Es ist ungefähr so, als würde in einem Restaurant dauernd ein alkoholisierter und ungewaschener Clochard die Gäste und das Personal anquatschen. Wenn der Restaurantchef ihn nicht irgendwann entfernt, geht man als Gast fast zwangsläufig.
Wenn Sie dem Clochard nun einen anderen Tisch im gleichen Raum zuweisen, so wird er auch über die Entfernung hinweg in der Lage sein, die Gäste (und das Personal) mit seinen Unflätigkeiten zu stören. Wenn er es einmal nicht macht, ist man dann irgendwann auch abgelenkt, weil er schweigt, usw.
Um es klar zusagen: Meines Erachtens ruinieren Sie mit diesem Laissez-faire Ihren Blog.
Der Anruf, reaktionär zu sein, geschieht ja nicht aus einem durchdachten Argumentationskonstrukt heraus, sondern bleibt mehr oder weniger Behauptungsrhetorik. Insofern verbietet sich eigentlich eine Parallelisierung zu den "feuilletonistischen" Kampagnen der "Korrumpel".
Ach ja, der Link zu Strauß funktioniert nicht. - Und noch einmal: Ich erwarte von Ihnen keine Stellungnahme dazu; Ihre Meinung ist mir bekannt und ich respektiere sie natürlich.
ANH antwortete:
@XYZ. Danke wegen der Link-Information; jetzt funktioniert der Verweis.
Wegen meiner Haltung: W e n n ich an einer gangbaren >>>> Poetologie des Literarischen Bloggens arbeite, und darum geht es mir letztlich i m m e r, dann k a n n ich nicht mit Ausschlüssen dessen operieren, was gang und gäbe ist, etwa >>>> Trollereien; ich darf mich nicht in die Situation eines Zensors bringen lassen, sondern muß nach Wegen suchen, solche Trollereien poetisch/poetologisch zu integrieren. Ob das gelingt, weiß ich nicht vorher; das ist ein Teil des Abenteuers daran. (Ich habe über diese Phänomene und meine Haltung dazu ein weiteres Segment der Kleinen Blogtheorie bereits skizziert und werde es einstellen, sowie es ganz ausgeführt sein wird.)
Übrigens erinnern mich die Trollkommentare und anderes an die MG (Marxistische Gruppe), die während meiner Unizeit permanent mit ausgesprochen ausgefeilter Rhetorik, die ich deshalb sogar mochte, geradezu sämtliche Seminare störte und aufbrach. Das führte dazu, daß sich selbst so hochgebildete Professoren wie >>>> Alfred Schmidt nicht mehr anders zu helfen wußten, als herumzubrüllen oder sogar auf brutalste Art nach der Polizei zu rufen und mit einem Mal mit Recht auf der allerautoritärsten Seite zu stehen, die sich nur denken läßt. Mir ist das seit damals eine Lehre.
XYZ schrieb:
Ich verstehe ja Ihren Gedanken. Ich glaube nur, dass es Grenzen gibt, die mit Zensur (ich kann dieses Wort nicht mehr hören, weil es so trivialisiert wird) nichts mehr zu tun haben.
Ich habe nichts gegen ausgefeilte Rhetorik. Im Niggemeier-Blog gibt es einen Kommentator, der sich immer wenn es um das Thema Islam geht, zu Wort meldet und in sehr in sich konsistenten Kommentaren "begründet", warum die Islamisierung Europas praktisch nur noch eine Frage der Zeit ist. Dieser Mensch ist enorm lästig mit seinen Ausführungen, aber er ist kein "Troll", weil er an konsequentes Weltbild vertritt und dieses auch zu begründen weiss. Legt man seine arg holzschnittartige Argumentationstechnik allerdings offen (das ist in den letzten Tagen von einigen Kommentatoren dort geschehen), so legt man die Schwächen in seiner Argumentationskette offen.
Das gehört nur insofern hier herein, weil ich damit sagen will: Jemand der tatsächlich argumentiert, sich immer mit dem gleichen Pseudonym meldet, keine "falschen" Links seinem Namen unterlegt, usw - solche Leute sind eben keine Trolls, auch wenn sie vielleicht manchmal ausfällig werden oder nur eine andere Meinung vertreten. Es gibt für mich Minimalkriterien, die für eine Diskussion erforderlich sind. Diese mögen ja dann in einem literarischen Experiment wie Die Dschungel ausser Kraft gesetzt sein.
[Der Angriff, dessentwegen XYZ seinen Kommentare und dadurch die folgenden Kommentare gleich mit gelöscht hat, war leider nicht wiederherzustellen, bzw. aufzufinden.]
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/zum-vermeintlich-reaktionaeren-der-dschungel/#5349548





















