Paul Dirac: Wolpertinger und Anderswelt. Zur Poetologie.
Er zerbrach ein Stück Kreide und legte eine Hälfte auf eine Seite des Pultes und die andere Hälfte auf die andere Seite. Im Anschluß erklärte er, daß es in der klassischen Romantheorie nur einen Zustand gebe, in dem sich das Stück Kreide „hier“, und einen anderen, in dem es sich „dort“ befinde, und daß dies die beiden einzigen Möglichkeiten seien. Ersetze man das Stück Kreide in einem Gedankenexperiment jedoch durch eine Figur des kybernetischen Realismus', dann gebe es nicht nur die Zustände des „hier“ und „dort“, sondern zusätzlich noch eine ganze Reihe weiterer Zustände, die Überlagerungen dieser Möglichkeit darstellen. Es gebe im Kybernetischen Realismus „Mischzustände“, die aus „hier“ und „dort“ zusammengesetzt seien. Genau diese Möglichkeit der Überlagerung (Satz vom ausgeschlossenen Dritten, Anm. d. Komm.) von zwei Zuständen ist unserem Leseverständnis (bislang, Anm. d. Komm.) entzogen. Durch sie unterscheidet sich die poetische Welt von der uns vertrauten Alltagswelt, die der „Realismus“ beschreibt.
[John Polkinghorne, Quantentheorie, Stuttgart 2006.]
„Lies das!“ - Es ist a u c h ein Beitrag zur Willens„frei“heit.
Poetologie.
Kybernetischer Realismus.]




















