albannikolaiherbst meinte am 2009/05/23 11:06:
In Form gelöscht.
Ich habe einige Kommentare aus diesem kleinen Kommentarbaum herausgelöscht, um eine Dramaturgie der Kommentare zu formen. Dazu siehe >>>> dort.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/nachtbar-voll/#5716268
Joula (Gast) antwortete am 2009/05/23 18:16:
Der Philologe
Albin Lesky hat einmal - bezugnehmend auf eine Antigonedramaturgie von Jean Anouhil - darauf aufmerksam gemacht, dass man die Tragödie daran erkenne, dass eigentlich nichts geschieht. Oder anders gesagt: Immer dort, wo nichts geschieht, befindet man sich in einer Tragödie.In einer Tragödie geschieht nichts. Es gibt keine Handlung, da von vorn herein klar ist, dass die Figuren alle auf abschüssiger Ebene in Richtung ja...was eigentlich.... sich zubewegen.
Die Tragödie hat kein Ereignis. Keine Handlung.
Im Gegensatz zum Drama.
Bei einem Drama hat man es grundsätzlich mit einem balanceoffenen Gebilde zu tun, auch wenn es sich am Schluss auf eine Entscheidung hin zuspitzt.
Die Tragödie dagegen ist immer schon entschieden.
Ich fürchte, dass der Dschungel nun, wenn nicht schon seit längerer Zeit, in seine tragische Phase eingetreten ist.
Zeit ohne Geschehen.
Cellini wird weiter ihre Texte simulieren.
Diadorim den Ameisenbären beträumen
Und Herbst seinen fleischigen Penis.
Jeden Morgen.
Bis in alle Ewigkeit.
Kühler werdend.
Frierend.
Kalt.
Und dazwischen: Zeitungsartikel, Opernkritiken.
Dabei ist es völlig egal, wer Sumuze, Cellini, Herbst, Reichenbach...etc.... "wirklich" ist.
Ob Avatare oder nicht.
Dass es egal ist, macht die Ereignislosigkeit.
Das Austauschen von Argumenten, zeigt, dass sie tauschbar sind, und darin - egal.
Die Argumentmaschine.
Verlorenheit macht sich auf die Suche nach ihrer Zeit.
Insofern haben Herbst, Cellini, Sumuze, Diadorim, HölderLine, ppa - alle Recht.
Es wird auf ihrem Grabstein stehen: Sie haben sich nie gestritten. Sie hatten alle Recht.
Dazwischen: Zeitungsartikel. Opernkritiken. Geldnöte - ja - auch.
Sie waren geteilter Meinung - und tauschten sie untereinander aus.
Jeden Morgen.
Bis in alle Ewigkeit.
Bewegungslos.
Vor Hitze frierend.
Tragisch.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/nachtbar-voll/#5716813
diadorim antwortete am 2009/05/23 18:28:
also los, dann fangen sie an, mit dem streiten. reden sie denn überhaupt mit uns? nein, haben sie nie getan. sie summaryfetischist. setzen sie sich doch zu uns, wo ja auch auf ihrem grabstein nichts anderes stehen wird. der friedhof der nuscheltiere hat viel platz. er bestattet auch propheten, günstig, diskret und zuverlässig.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/nachtbar-voll/#5716834
albannikolaiherbst antwortete am 2009/05/23 18:45:
@diadorim zu Joula.
Er redet mit sich selbst, ununterbrochen. Und damit er es nicht merkt, loggt er sich unter verschiedenen Namen ein. Das Tragische h i e r: W i r merken es, er selber nicht. Wenngleich er es tut. Wahrscheinlich hat >>>> Frau Bürger genau das mit Autismus gemeint.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/nachtbar-voll/#5716854
Joula (Gast) antwortete am 2009/05/23 19:43:
an die Sonne
muss ich auch.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/nachtbar-voll/#5716915





















