frl gerstäcker (Gast) meinte am 2009/03/18 18:40:
ihr risiko.bewusstsein reicht weit & weiter als das der ich.verlierer. es ist nicht nur ein reicher bach, sondern anscheinend ein überqellender fluss, der alles mitreisst, was sich ihm in den weg stellt, um um namens.bild zu bleiben...sie machen sich bewusst verwundbar & scheuen keine mühe, das auch publik zu machen. wa-rum sollten sie denn dann mit der zensur.schere durch die fiktionäre gegend laufen? täten sie das, würden sie sich ja selbst verletzen. ihr selbst.verständnis beschneiden...
was gehört dazu? jeden anlaß zu geschrei zu nützen und sich dann selbst zu ergießen. einer-seits also die wund.pflege. andererseits die wund.eröffnung, die betrachtung des bluts usf...
dann: wer wars? ha! die andern, die ja erst aufgrund des geschreis herbeigeeilt sind usf...
kein vertrauen in die selbst.regulation? natürlich nicht, denn diese verhindert das autoritäre. der trommler trommelt, blut spritzt, verursacher werden benannt, bieten ihnen dadurch die beste gelegenheit, sich selbst in szene zu setzen...
nur sie, der hinter allem steckt, sind kein surrogat...
allerdings umgeben sie sich mit surrogaten, zweckmäßiger.weise. der zweck, die ei-gen.setzung, heiligt die mittel. die wut, die aus der existentiellen not kommt, wird abgelenkt. sie lenken sich, geschickt, therapeutisch zweckmäßig, von ihrem versagen, von mir aus: ver-siegen ab. so dient die erzeugung vielfältiger spiegelungen in surrogat.gegnern, aber auch –verehrern der momentanen verewigung...
der augenblick ist ihnen heilig, lässt sich im netz gut dehnen...
plötzlich diese selbst.heiligung, zu denen die andern zulieferanten & zulieferantinnen sind, oder, wenn es sie nicht gibt, eilfertige abspaltungen der schatz.truhe des eigenen fundus...
also noch einmal: sie treiben es mit vielen aufsplitterungen ihres selbst – reichspech, cellini, oinossos, per düse, tropiuse, erleuchtete, nervöse klinik, kasematte 1000000, becks messer, braune pumpe, knautscher99...
natürlich, sie brauchen es, ihr ganzes verschachteltes spiegel.kabinett! höchst männliche iden-titäts.spritzer. das hat methode. das gefällt mir! auch ihr g.mix ist mal was neues und hat me-thode. sollten sie einmal diesem methodischen punkt abschwören, wird es g.mix wohl oder übel auch tun! und siehe: er wird in einem andern prunk.gewand auferstehen...
frl gerstäcker
in zusammen.arbeit
mit rich&back
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/haeme-und-privates-kleine-theorie-des-literarischen-bloggens-109/#5591578
albannikolaiherbst antwortete am 2009/03/18 19:01:
@frl gerstäcker.
Das find ich aber ehrenvoll - rein handwerklich betrachtet -, daß Sie sämtliche Mitschreiber hier (wohl auch sich selbst?) als meiner Feder... Pardon: meinen T a s t e n (fast hätt ich "Tatzen" geschrieben) entsprungen verstehen. Ein größeres Kompliment, scheint mir, kann einem Schriftsteller gar nicht gemacht werden. Was Sie dagegen dann "moralisch" einwenden, zergeht wie Mondstaub ohne Licht: Moral hat noch keinen Dichter, um mal >>>> mit Ochs zu sprechen, der mir ansonsten n i c h t so liegt, "nie nicht intressiert". Selbst auf Brecht, sagte er, ließ sich diesbezüglich nicht bauen, und sein Erbe Müller surfte durch den Tränenpalast. (Daß Ihnen männliche "Spritzer" gefallen - jo mei! welch Mann hätte nicht dafür Verständnis? und sei's, um sie Ihnen zu geben.)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/haeme-und-privates-kleine-theorie-des-literarischen-bloggens-109/#5591636
knotscher99 (Gast) antwortete am 2009/03/18 20:14:
das kybernetische kunstwerk reagiert doch auf das ausserhalb seiner selbst.sowie das ausserhalb teile des kunstwerks aufgreift und anders dem
kunstwerk mitgibt.
ich sehe da nichts originär männliches - aber auch nichts originär weibliches,
sondern etwas originär menschliches.
interessant wird das vor allem in einer diskussion, in denen mich artifiziell gefühlte versatzstücke überhaupt nicht stören.
ich mag wissen schaftliche bücher, die mit bildern versehen sind, insofern möglich.
eine zensur wäre ein geschmacksurteil, das sich in der regel nach mehrheiten
orientiert bzw. mehrheiten dem zensierenden erhalten soll.
ich halte zensur für das letzte mittel und nicht für das erste hinsichtlich einer
art sorge für etwas allgemein vorfühlbares, vorausgesetzt innerhalb jenes allgemeinen wäre auch für jeden seiner jeweiligen teile wirklich gut gesorgt.
ab wann man das in einem kunstwerk erkennen kann, ist mir persönlich schleierhaft, deshalb hätte ich auch sicherlich nichts dagegen hier kommentarlos
gelöscht zu werden.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/haeme-und-privates-kleine-theorie-des-literarischen-bloggens-109/#5591847
pop pupser artsy (Gast) antwortete am 2009/03/18 21:16:
mann, knotscher son gequatsche jetzt noch eben.hör mal lieber auf u-tube
cynic - the space for this
also anh, den beitrag von knotscher eben sollten sie echt löschen.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/haeme-und-privates-kleine-theorie-des-literarischen-bloggens-109/#5592015





















