Es ist bei Hauff eine wichtige Frage angespielt.
Er versteht sie nicht als solche, sondern >>>> unterstellt ihren Inhalt als bereits vorgefertigte Antwort für einen Einzelfall, nämlich mich. Aber darauf kommt es nicht an, sondern zurecht stellt sich grundsätzlich die Frage, ob nicht eine erste Bewegung zur Kunst i m m e r (selbst)therapeutischen Characters sei. Darüber wäre immer noch nachzusinnen. Was bringt jemanden dazu, sich mit etwas leidenschaftlich und bis über, wenn es gesellschaftlich schlecht damit läuft, nahezu alle Schmerzgrenzen hinaus intensiv zu beschäftigen und es durchzukämpfen, obwohl der objektiv-persönliche Mehr- und Genußwert so gering ist (Anerkennung, soziale Akzeptanz, ökonomische Sicherheit), ja, wie mir >>>> Martin R. Dean einmal klagte, eine unablässige Kette narzißtischer Kränkungen mit sich bringt. Man könnte auch >>>> Kippenberger, den zu Lebzeit Mißachteten und post mortem hoch Gehandelten zitieren: „Ich kann mir doch nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden.“ War van Goghs Arbeit eine gescheiterte Selbsttherapie? Darum, letztlich, dreht sich alles, wenn wir nach den ersten Motiven der Kunstausübung fragen, ob bei Kleist, Hölderlin, ob bei van Gogh und Allan Pettersson. Die Erfolgreichen zu betrachten, lohnt in dieser Hinsicht nicht, weil wir nicht wissen, wie s i e im Fall des Mißerfolgs gehandelt hätten – aber bei den guten unter ihnen, die es zweifelsfrei gibt, können wir's ahnen (bei Goethe, Heiner Müller, Picasso usw.): nämlich genau so wie die anderen.
Ob jemand aber ein guter Künstler s e i, das können wir letzten Endes immer nur glauben. Das betrifft auch den Künstler selbst: "Wir selbst wissen es wahrscheinlich noch nicht einmal auf dem Sterbebett, ob wir es gewesen sind", sagte Gustav Mahler.





















