Das Arbeitsjournal des Mittwochs, dem letzten Augusttag des Jahres 2011.
7.05 Uhr:
[Arbeitswohnung.]
Die Kohlen für den Winter sind gekauft: mit dem morgigen Tag ist die Zeit der Sommerpreise vorüber; geliefert werden wird morgen vormittag. Verkauft dafür, teilte mir gestern >>>> der Verlag mit, ist die erste Tranche >>>> Der Fenster von Sainte Chapelle; man warte dringend auf meine Korrekturen, um die zweite Tranche in Auftrag geben zu können. Damit, also mit den Korrekturen, werde ich mich heute vormittag beschäftigen. Heute abend, zu >>>> der Veranstaltung, werden jedenfalls keine Sainte-Chapelle-Bücher auf dem Büchertisch liegen können. So blöde können selbst Erfreulichkeiten sein.
Zu Altaf Tyrewala Roman >>>> Kein Gott in Sicht und dem Langpoem Bombay, Verschnitt auch noch >>>> das ganz anders geartete, andersdunkle Buch Anosh Iranis gelesen, dessen deutschen Titel ganz offenbar die galoppierende political correctness verschuldet hat; der Originaltitel lautet „The Crippel and his Talisman”: Das Wort Krüppel, und dann noch als Protagonistenbezeichnung, nein, das geht g a r nicht! - So auch wurde ich gestern abend, auf dem Elternabend der Klasse meines Jungen, zurechtgewiesen: das sei kein korrektes Wort, daß jemand „sitzenbleibe”, sondern der angemessene Sprachgebrauch verlange das Wort „zurücktreten”. Wer sitzenbleibt, tritt zurück. Fein das. Selbst Freiwilligkeit wird dabei mitunterstellt. Die Karriere wirft ihre Schatten. „Du bist jetzt in der achten Klasse?” „Nein, ich bin zurückgetreten.” - „Ist Ihr Sohn versetzt worden?” „Nein, er ist zurückgetreten.” Man möchte diesen Sprachsaubermenschen die Fresse polieren, damit sie die Verlogenheit wie rausgeschlagene Zähne schlucken. - Nein, keine Sorge, mein Junge ist nicht zurückgetreten. Zurückzutreten, freilich, wäre zu lernen.
13.20 Uhr:
Das ganze Chapelle-Buch einmal durch. Einiges gefunden, das ich nach dem jetzt folgenden Mittagsschlaf für den Druck der zweiten Tranche auflisten werde. Aber >>>> die Erzählung selbst, gar keine Frage, sie steht - und wie!
Schlafen, Leserin. Eine Stunde lang schlafen.
--- ach so: Das >>>> d adrunter scheint eine gute Diskussion zu werden.
17.51 Uhr:
Sämtliche Korrekturen zusammengestellt und bereits an den Verlag gemailt; außerdem kommen noch Satzfehler hinzu, die Freunde im Text entdeckt haben, möglicherweise dieselben, möglicherweise andere. Jedenfalls wird am kommenden Montag die zweite Tranche in Druck gehen, so daß >>>> Die Fenster von Sainte Chapelle http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/erschienen-die-fenster-von-sainte-chapelle-und-lieferbar/ ab übernächster Woche verlagsseits wieder lieferbar sein werden. Selbstverständlich läßt sich das Buch dennoch schon bestellen. Manchmal winke ich gern mit dem Pfahl.
Einen nicht weniger dimensionierten hat Muus III geschwungen und darauf >>>> meine Antwort erhalten. Kritik, die es ist, bedarf generell der Begründung, nicht indes die Freudebekundung.
Sò. Muß meine Lesung vorbereiten (auf Zeit abstimmen, 10 bis 15 Minuten). Danach radle ich für die Vorbesprechung los. Wär ja mal interessant, Leute wie Muus III von Angesicht im Publikum zu haben, um dann mit ihnen diskutieren zu können: offen und klar.

[Arbeitswohnung.]
Die Kohlen für den Winter sind gekauft: mit dem morgigen Tag ist die Zeit der Sommerpreise vorüber; geliefert werden wird morgen vormittag. Verkauft dafür, teilte mir gestern >>>> der Verlag mit, ist die erste Tranche >>>> Der Fenster von Sainte Chapelle; man warte dringend auf meine Korrekturen, um die zweite Tranche in Auftrag geben zu können. Damit, also mit den Korrekturen, werde ich mich heute vormittag beschäftigen. Heute abend, zu >>>> der Veranstaltung, werden jedenfalls keine Sainte-Chapelle-Bücher auf dem Büchertisch liegen können. So blöde können selbst Erfreulichkeiten sein.
Zu Altaf Tyrewala Roman >>>> Kein Gott in Sicht und dem Langpoem Bombay, Verschnitt auch noch >>>> das ganz anders geartete, andersdunkle Buch Anosh Iranis gelesen, dessen deutschen Titel ganz offenbar die galoppierende political correctness verschuldet hat; der Originaltitel lautet „The Crippel and his Talisman”: Das Wort Krüppel, und dann noch als Protagonistenbezeichnung, nein, das geht g a r nicht! - So auch wurde ich gestern abend, auf dem Elternabend der Klasse meines Jungen, zurechtgewiesen: das sei kein korrektes Wort, daß jemand „sitzenbleibe”, sondern der angemessene Sprachgebrauch verlange das Wort „zurücktreten”. Wer sitzenbleibt, tritt zurück. Fein das. Selbst Freiwilligkeit wird dabei mitunterstellt. Die Karriere wirft ihre Schatten. „Du bist jetzt in der achten Klasse?” „Nein, ich bin zurückgetreten.” - „Ist Ihr Sohn versetzt worden?” „Nein, er ist zurückgetreten.” Man möchte diesen Sprachsaubermenschen die Fresse polieren, damit sie die Verlogenheit wie rausgeschlagene Zähne schlucken. - Nein, keine Sorge, mein Junge ist nicht zurückgetreten. Zurückzutreten, freilich, wäre zu lernen.
13.20 Uhr:
Das ganze Chapelle-Buch einmal durch. Einiges gefunden, das ich nach dem jetzt folgenden Mittagsschlaf für den Druck der zweiten Tranche auflisten werde. Aber >>>> die Erzählung selbst, gar keine Frage, sie steht - und wie!
Schlafen, Leserin. Eine Stunde lang schlafen.
--- ach so: Das >>>> d adrunter scheint eine gute Diskussion zu werden.
17.51 Uhr:
Sämtliche Korrekturen zusammengestellt und bereits an den Verlag gemailt; außerdem kommen noch Satzfehler hinzu, die Freunde im Text entdeckt haben, möglicherweise dieselben, möglicherweise andere. Jedenfalls wird am kommenden Montag die zweite Tranche in Druck gehen, so daß >>>> Die Fenster von Sainte Chapelle http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/erschienen-die-fenster-von-sainte-chapelle-und-lieferbar/ ab übernächster Woche verlagsseits wieder lieferbar sein werden. Selbstverständlich läßt sich das Buch dennoch schon bestellen. Manchmal winke ich gern mit dem Pfahl.
Einen nicht weniger dimensionierten hat Muus III geschwungen und darauf >>>> meine Antwort erhalten. Kritik, die es ist, bedarf generell der Begründung, nicht indes die Freudebekundung.
Sò. Muß meine Lesung vorbereiten (auf Zeit abstimmen, 10 bis 15 Minuten). Danach radle ich für die Vorbesprechung los. Wär ja mal interessant, Leute wie Muus III von Angesicht im Publikum zu haben, um dann mit ihnen diskutieren zu können: offen und klar.
albannikolaiherbst - Mittwoch, 31. August 2011, 17:55- Rubrik: Arbeitsjournal
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