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Offen die Tür zur Terrasse. Nichts, schrieb eine Frau, klingt mit geschlossenem Beckenboden. Sie schrieb's mit dem Cello zwischen den Beinen. Ich dachte erneut an Empfängnis, Geburten, den Tod. Dachte an Gier. Du lebtest, mein Sohn, ohne sie nicht, ohne Sekret nicht. Wie darf man's da abwehrn, das bleibende Tier? Wie es obszön nennen? Denn lästert die Löwin, die schrie, als sie der Löwe in Kenia, wir sahen vom Pickup aus zu, packte? Sie wandt sich, den Hinterleib sichtbar gehoben, unkeusch und fordernd. Sie schlug ihm die Krallen, und fauchte dazu, über die Nase. Bis daß er sie nahm, in ihrem Nacken verbissen, dann stieß er zu. Nichts pipettierte. Es grub. Sieht das noch wer, sieht er Kinder? Wie wenn Zärtlichkeit ursprünglich wäre, und Eisprung nicht Schöpfungsgewalt. Macht und Ergebung und Abwehr, aus diesem Begehr sind wir auch. Aber verwerfen es, wie wenn's uns schändet. Anstelle zu sagen: so sind wir dann, wenn wir vollkommen sind: Spucke und Votze und laut. Wollen ein Schwanz sein, nichts weiter, ein Trieb, der zurücktreibt, dunkeles Sais, dem wir die Schleimhäute heben. Ist das nicht genug, um zu wissen? Gewimmel der Spermatozoen. Seele wär das nicht auch wie das Ei, das sie ansaugt und sucht sich, wählt sich, den stärksten der Träger - ein Überträger auch er? Später das kackende Kind, der Geruch in den Windeln; der spitze Duft aus der Restmilch wär Seele nicht gleichfalls? Der Schauder, den wir, wenn unerregt, in der Geschlechtsnähe fühlen, was sagt er uns, den Besetzten, Besessenen, sind wir erregt? Daß das, was ekelt, Erregungen Quell intensivester Lust ist - hier wäre Seele denn nicht? Aber doch Anlaß der höchsten Inspirationen. Kein Buch, das es wert ist, Bild nicht, nicht Film, die sich nicht hieraus erhöben. Nicht Gott. Wie es das bleibende Tier tut mit Beute, die erst als Gerissene aufsteht, aufersteht, als Niedergerissene, Einverleibte, das Ich abgegeben, ganz weg unser Geist, wenn er ganz da ist, im Andren, vom Anderen, fremdpenetriert, schmerzvoll erleuchtet. So glüht's. Glühen ist immer enticht. Das nicht zu achten, wer sind wir? Zu meinen, wir wären erst Ich, wenn wir getrennt sind, monadisches Selbst, undurchdrungen. Durchdrungen erst sind wir. Wenn wir einander trinken, als äße einer vom andren, als kauten wir uns. Manche tun es. Haben sie Unrecht? Der Stoffwechsel wär nicht das Urbild jeder Verwandlung? Wir brauchten nicht einen Ritus der Physis und Durchlässigkeiten, unfester, fließender Stoffe, Altäre des Wechsels, religio? >>>> BE 123
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albannikolaiherbst - Dienstag, 3. November 2009, 08:56- Rubrik: BambergerElegien
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
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NEUES
albannikolaiherbst - 2009/12/11 17:08
„im land da wo wir blutrot sind”, ...
7.29 Uhr:
Feinarbeit. Die einzelnen takes müssen noch einmal dynamisch bearbeitet werden. Ich hätte ... albannikolaiherbst - 2009/12/11 17:04
„im land da wo wir blutrot sind”, ...
16.45 Uhr:
Fertig geworden. Es war eine riesen Fisselarbeit, die Dynamiken auszutarieren; hinzu kamen ... Paul Reichenbach - 2009/12/11 12:32
Narziss & Goldhaar. 11. 12. 2009. ...
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Gestern Nacht. Vor dem Einschlafen Nelly Sachs gelesen. Unruhig geschlafen, die Söllner- Debatte ... Anna Häusler - 2009/12/11 11:22
Freitag, 11. Dezember 2009
Zehn Runden um die Bahn.
Die Sonne war nur an helleren Flecken des grauen Himmels zu erkennen, eine ... Du
sa einfach Du
und...
Du
sa einfach Du
und dann Sag
immer
du zu mir
bei so...
Du (Gast) - 2009/12/10 19:00
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