Arbeitsjournal. Montag, der 2. November 2009.
8.59 Uhr:
Um 5.15 Uhr aufgestanden, 4.40 Uhr hab ich noch nicht geschafft. Aber immerhin. Gleich >>>> an die Kritik zur Roten Zora, nachdem der latte macchiato bereitet war. Die Aufnahme zweimal durchgehört, um Urteile zu festigen oder zu verwerfen. Der neue digitale Recorder (klar machte ich gestern dann aber auch noch einen Aufnahmefehler, weil ich mit der Bedienung noch nicht gut vertraut bin) scheint mir in der Aufnahmequalität an den mit Band betriebenen Sony nicht ganz heranzureichen, aber auch da muß ich erst noch mal „schauen“, weil ich aus Platzgründen gleich per mp3 aufnahm, nicht etwa als wave. Ansonsten aber liegt das Ding leichter in der Hand und läßt sich auch in der Hosentasche mit herumtragen, während der vollmetallene Sony-Recorder zu schwer dafür ist; außerdem ist er größer - zwar nur ein wenig, aber das reicht. Andererseits brauche ich die meisten Aufnahmen ja eh nur, um meine Eindrücke zu festigen; auf wirkliche Studioqualität kommt es dabei nicht an, die kann man (ich) auch gut imaginieren.
Dann >>>> Helbigs Kritik durchredigiert und schließlich beide Links an die Veranstalter geschickt. Zwischendurch klingelte mein Bub, dem ich seinen Schulranzen runterbringen mußte. Ich war direkt nach der Kinderoper gestern Am Terrarium, nahm die Zwillingskindlein vom leiblichen Vater entgegen, weil लक jobben mußte und es nicht rechtzeitig geschafft hätte. Es ist immer ein etwas seltsames, schartiges Gefühl, wenn der leibliche Vater mir die Kleinen übergibt und sie mich mit „Papa“ begrüßen. Ich liebe es, daß sie es tun, aber es tut mir weh für den anderen Mann. Eigentlich sehe ich zu, mich solchen Situationen zu entziehen; diesmal ging das nicht. Gegen halb 23 Uhr radelte ich dann wieder in die Arbeitswohnung. Das scharfkalte Wetter hatte gewechselt in klamme Wärme; Sturm ging; heute morgen, kosequenterweise, regnet es. Eigentlich wollte ich jetzt mit den Elegien unterm Arm hinausgehen, anderswo lesen und korrigieren: für die Distanzierung. Jetzt ist aber dieses Wetter so blöd. Also werde ich wohl doch am Schreibtisch arbeiten, aber, um mich nicht netzverführen zu lassen, offgehen. Auch die Löwin arbeitet. Irgendwann gleich wird Αναδυομένη auf einen latte macchiato vorbeikommen. Und einkaufen muß ich, um für den Mittag, wenn mein Junge aus der Schule kommt, dann auch das Mittagessen vorbereitet zu haben. Wiederum muß ich meiner Cellolehrerin stecken, bei der mein Bub heute nachmittag ebenfalls seinen Unterricht hat, daß ich in diesem Monat aussetzen muß; das bedeutet auch, daß ich an unserem Ensemble-Konzert nicht werde teilnehmen können. Aber ich bekomme es zeitlich in diesem November wirklich nicht anders hin.





















