Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop

Marlboro, Prosastücke, 1981 Die Verwirrung des Gemüts, Roman, 1983 Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger, Lamento/Roman, 1986 Die Orgelpfeifen von Flandern, Novelle, 1993, 2001 Wolpertinger oder Das Blau, Roman, 1993, 2000 Eine Sizillische Reise, Fantastischer Bericht, 1995, 1997 Der Arndt-Komplex, Novellen, 1997 Thetis. Anderswelt, Fantastischer Roman, 1998, (Erster Band der Anderswelt-Trilogie) In New York, Manhattan Roman, 2000 Buenos Aires. Anderswelt, Kybernetischer Roman, 2001, (Zweiter Band der Anderswelt-Trilogie) Inzest oder Die Entstehung der Welt, Der Anfang eines Romanes in Briefen, zus. mit Barbara Bongartz, 2002 Meere, Letzte Fassung 2007. Bei Volltext. Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen, Poetische Features, 2004 Die Niedertracht der Musik, Dreizehn Erzählungen, 2005 Dem Nahsten Orient / Très Proche Orient, Liebesgedichte, 2007 Meere, Letzte Fassung 2007 d e

 

Schwarze Kinder.

Grundschule Gleimstraße. Schulhof. Nachmittags.
Die aufsichtführende Frau ruft die Kinder zusammen, darunter einen kleinen schwarzen Jungen, der ein wenig bummelt. Er hat kurzes krauses Haar. „Nu mach ma zu, Löckchen!“ ruft die Frau. Als der Kleine nicht reagiert: „Ich hab dir gesagt, du sollst dich etwas beeilen..." und wiederholt's: " du Löckchen!“
Daraufhin ich, mein Fahrrad an die Wand schließend und mich zu dem Jungen umwendend: „Also ich an deiner Stelle würde antworten: Ich komm ja schon, Röckchen!“
Erstaunter, leicht angegifteter Blick der Frau auf mich.
Da lachen die Kinder in heller Gerechtigkeit und jubeln immerfort: „Löckchen, Röckchen, Löckchen, Röckchen!“

Schon ist der Trupp im dunklen Eingang die Treppen hinauf verschwunden.
mona (anonym) meinte am 17. Sep, 02:15:
grundschule
guten abend oder morgen, bin über ebs site bei dr gelandet und, immer neugieriger geworden, rumgesurft und gelesen, oft gedacht, ja, genau so hab ich auch gefühlt, und vielleicht sind wir uns ja im pennymarkt schon über den weg gelaufen; obwohl ich mich da so fremd gefühlt hab wie auf einem anderen stern... auch deine beschreibung der ersten elternversamlung könnte meine eigene sein - obwohl das bei mir chon etwas länger her ist. Inzwischen haben wir die grundschule überstanden, für intelligente kinder gibt es zm glück die schnellläuferklassen ab der 5. auf dem gymnasium und seitdem ist mein kind richtig glücklich. Siue hat vorher zum glück nicht wirklich gelitten, aber ich habe genau gefühlt, dasss das "normale" für sie nicht ausreicht, hm, kann ich jetzt nicht besser erklären.
bin in einer ähnlichen situation, getrennt vom vatr meines kindes, erlebe und erlebte ähnliche situatinen, allerdings aus frauensicht; leider ist der vater meiner tocter zu egoistisch, und läßt seinen rachegelüsten freien lauf ohne rücksicht auf seine tochter ...

leider ist es nuj schon viel zu spät für ausführlicher e statements, aber falls du mir demnächst beim joggen über den weg läufst, werd ich winken...bye bye (von silly - ist mein song des tages). 
albannikolaiherbst antwortete am 17. Sep, 05:20:
Frauensicht & Rachegelüste.
"...ist der vater meiner tochter zu egoistisch, und läßt seinen rachegelüsten freien lauf"

Vielleicht sieht er das - eben aus "Männersicht" - anders. Vielleicht ist genau das etwas, das zwischen den Geschlechtern verstanden und gelernt werden muß. Ich sage ganz bewußt: 'vielleicht'; denn ich kenne keine Hintergründe, die mir eine Aussage eigentlich erlaubten. Sollte er Sie allerdings nicht mehr lieben, dann wird Rücksichtnahme auf die Tochter möglicherweise gar nicht mehr in einem Bereich liegen, den er noch wahrnehmen kann. Also sofern meine >>>> Vermutung stimmt, daß für Männer - darin sind sie grundsätzlich anders als Frauen - mit dem Tod der Liebe zu ihrer Frau auch die Liebe zu den mit ihr gemeinsamen Kindern stirbt. 
acuto meinte am 8. Sep, 12:53:
Ich hab auch gebuddelt. ;-)

Solche Geschichten mag ich. Sehr.