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bei der zugabe schiebt man ihm aus dem publikum zwei cds vor den wirklich sehr niedrig gestellten klavierhocker, die er mit geschlossenen augen zu studieren sucht.
beethoven habe ich mir von der mimik immer so wie mehldau am klavier vorgestellt. denkerstirn, augen geschlossen, die mundwinkel steil nach unten gestellt, kopf aus dem schultergraben gerissen. man denkt zwangsläufig darüber nach, dass der flügel dazu anhält, sich ekstatisch zu ihm zu verhalten, da man sich ihm nicht anschmiegen kann, wie beispielsweise einem cello, veranstalten nicht wenige pianisten schräge abstoßungs- oder unterwerfungschoreographien. dann stiebitzt sich noch jemand die setlist, aber mehldau stürmt hinaus und fordert freundlich zurück, was heute noch mal anliegt. an drei abenden dieses wochenende spielt er im sesc santana, für umgerechnet 4,50 euro pro karte und nicht nur damit ausverkauften plätzen, im norden sao paulos, hinterm marsfeld. das sesc scheint relativ neu zu sein. auf die fassade hat man rieseninsekten durch eine matritze gepaust. mit mehldau hatte ich meinen konzerteinstand in sao paulo. diesmal bin ich etwas enttäuscht, der meister hat masche angenommen. andererseits wird immer klarer, dass die zersetzung des pop hier völlig anderen gesetzlichkeiten folgt als bei the bad plus. ähnlich wie douglas gordon psycho auf 24 h dehnt, hat mehldau eine methode gefunden, die nick drakes day is done, brian wilsons god only knows, radioheads exit music gleichsam flutet, der pegel steigt und steigt, der mehldausche klangteppich flust alles seriell ein, dröselt, filzt, dröselt wieder. das publikum wagt keinen huster, es reißt alle begeistert von den sitzen, god only knows, "it s not the business of the gods to bake clay pots", dichtete marianne moore einmal, und doch vermisst man schon beinahe unseren mann aus havanna, irden und rhythmisch.





















