stabigabi5 meinte am 2008/10/06 17:13:
aber vielleicht gewinnt sie ja auch, die körperlichkeit, weil sie so rar wie kostbar geworden ist und man sagt, wenn wer den schlüssel in der tür dreht, gott sei dank bist du da, gott sei dank essen wir gleich die muscheln von gestern zusammen, hören zusammen die bilder einer ausstellung, klatschen in die hände, hängen uns an rockzipfel. vielleicht. vielleicht.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5238356/#5238513
albannikolaiherbst antwortete am 2008/10/06 17:32:
@stabigabi5.
Es g i b t, gar keine Frage, Widerstand - auch einen der Körper; einen (im emphatischen Sinn) moralisch-menschlichen, wie Sie ihn beschreiben, einen unmoralisch-radikalen, der sich z.B. in BDSM-Settings findet (sich noch spüren können wollen), auch Widerstandsformen anderer sinnlicher Genüsse, denen der Verzehr von Muscheln ganz zweifelsfrei zugehört; aber sie alle sind letztlich so hilflos, wie der fundamentale Widerstand z.B. des Islamismus ist, der ja bezeichnenderweise mit dem Selbstopfer dessen einhergeht, was angegriffen wird (und seit Aristoteles durchweg angegriffen wurde und ersetzt werden soll): des Körpers. Dieser Zusammenhang ist dem Islamismus nicht bewußt, denn er hängt derselben - monotheistischen - Entwicklungslogik wie der Angreifer an. Darum wird er untergehen.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5238356/#5238542
stabigabi5 antwortete am 2008/10/06 17:50:
ich flog mal von irgendwo nach irgendwo, auf der letzten teilstrecke unterhielten sich zwei informatiker hinter mir über die möglichkeiten chatcomputerporgramme zu überführen. ich hab mir bislang nie auch nur einen gedanken dazu gemacht, dass es neben schach ja auch möglich sein muss, chat zu spielen, wenngleich es doch so viel mehr züge zu machen und zu verstehen gibt dabei. wenn ich einen tag vorm rechner verbringe, merke ich meinen körper, er ist der tribut den ich zahle, aber so, dass ich ihn immer noch spüre und ihn nicht abgeschafft habe. und wohin einst mit all den abgeschafften körpern? erfindet man eine pille, dass sie sich nicht mehr spüren werden? wie bewegen sie sich im raum? oder bewegen sie sich gar nicht mehr? und, wenn die wünsche meines körpers auch hilflos sind, irgendwie schafft er es trotz blog und netz noch, dass sie mir befehl werden. nun zb muss ich mal was essen.es gab keine muscheln, die ich recht eigentlich auch gar nicht so gerne mag, d h, nein, jakobsmuscheln sind schon sehr fein. aber für heute tat es ein ziemlich trockenes brötchen.
im spiegel las ich den artikel über spiegelneuronen (wenn ich jetzt auf emoticons stünde, tue ich aber nicht, stünde hier eins, stattdessen, ich kann gar nicht genau sagen, warum, bügerte sich bei mir grand cru grand cru ein), der die sprache eher an die gesten, also den körper knüpft, als an die lautbildung, die natürlich auch ohne körper nicht denkbar wäre. erklärt aber vielleicht die emoticons als zeichenhafte geste. was nicht heißen muss, das, wenn etwas seinen ausgang von etwas nimmt, dort auch wieder hin zurückkehrt, klar.
oder es ist eher so, wie es eben in der evolution oft ist, protisten waren mal die ersten, dann kamen die vielzeller, aber protisten gibt es trotzdem noch. we just accumulate, und manchmal verlieren wir auch was dabei, klar, aber unseren ganzen körper. hm. ick weeß nüsch. ich meine, ja, klar früher oder später, so gesehen. aber ich fürchte, der rafft dann auch das hin, was noch bloggen können sollte.
und, wie hieß es noch bei ihnen, das morlaisch-menschliche (jetzt schrieb ich wirklich moorleisch) also, sie jubeln mir da immer die konservierte leisch under. na na. ich weiß gar nich, was ich machen soll, damit ich nicht immer so moorleischmäßisch rüberkomme hier. ich hab mich doch gar nich für die leich entschieden, nich, ich hab mich doch irgendwie für ein gefühl entschieden, bei dems mir gut geht, dass das andere anderswo suchen und finden, spricht das gegen mich oder die anderen? vasteh ick nüsch.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5238356/#5238596





















