mantis religiosa
vulnerabilität, die fähigkeit verwundungen zuzulassen, etwas dass fließen will, wie das wort aus der vulva, der imago entspringende bilder. es sind die gleichberechtigten naturgewalten, titania und oberon, deren balance durch die mutterimago aus dem gleichgewicht gerät. man kann darauf warten, dass ein passabler vergil seinen samtenen, barmherzigen mantel über einen ausbreitet unter dem man sich verstecken kann oder ein dünnes blatt papier nehmen, das man zusammenfaltet, nicht beliebig oft, gerade ausreichend, dass das darauf geschriebene auf kleinem raum verdichtet ist, an raum gewinnt, nicht brach liegt als eindimensionale fläche, es ist ein gefühlter schutz, das alice-syndrom der psyche, ein poröser panzer, auf dem rücken der frau welt, das austretende wundwasser der voluptas, eine aufmerksame mantis religiosa, die ihre beute langsam und mit genuss verspeist. haben Sie ihr schon einmal dabei zugeschaut, ein schrecklich schöner mikrokosmos.
Melville - Freitag, 22. August 2008, 15:38- Rubrik: melville
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