valeria (Gast) meinte am 2008/08/16 10:12:
survival of the critics
wieso ein solches gedicht? im ernst. um glaubwürdigkeit geht es ihnen dabei sicher nicht, oder? denn aufgefallen dürfte sein, frauen im alter sind heute eher selten allein. sie haben freundinnen, sitzen in cafés, fahren bahn, reisen (selbst benjamin kannte schon eine in blumeshof, die mit stangls reisen um die welt kam) erzählen sich manches, haben kinder und enkelkinder. im vergleich zu meiner mutter komme ich mir heute manchmal einsamer vor. ich begreife einfach nicht, was sie an solchen aus der mode gerutschten maskierungen interessiert. ist es eine serie? ist es kästner revisited, aber in einer art von winterreiseton getragen? ich dachte, man hat als autor die pflicht, bilder zu finden, die einen etwas auf einen neue weise sehen lassen?denken sie sich einmal den tag von dem ab sie nicht mehr sein werden. was wollen sie hinterlassen haben? was soll man sich von herrn herbst ins welterklärungsalbum kleben? möglicherweise verstehe ich einfach nicht den clou. sie spielen cello jeden tag, sie üben und üben, und ich bin überzeugt, und lese es ja hier, mit dieser disziplin betreiben sie manches. aber vielleicht ist, was für das musizieren gilt, nicht in gleicher weise für reflektierende künste gültig? vielleicht bringt üben allein nicht weiter? vielleicht braucht man manchmal einfach einen anderen dreh? eine andere tastatur, ein präpariertes klavier? andere stifte? andere farbe? einen gänzlich anderen geschmack? aber, nein, vielleicht muss man, wie man meint zu müssen, auch wenn kein mensch müssen muss. man kann mit dem rauchen aufhören, anders rauchen kann man vermutlich nicht. vielleicht liege ich eben falsch damit, dass ich denke, man kann sein dichten ändern. vielleicht kann man das nicht, wenn man sich mit ihm identisch fühlt? das sind so fragen. na ja. entschuldigung.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5126752
albannikolaiherbst antwortete am 2008/08/16 10:27:
@valeria.
denken sie sich einmal den tag von dem ab sie nicht mehr sein werden. was wollen sie hinterlassen haben?1. Es gibt 17 Bücher von mir, darunter sind zwei 1000seitige Romane; es scheint mir ein wenig absurd zu sein, meine Arbeit auf dieses eine oder meinethalben dreivier Gedichte zu reduzieren.2. Es gibt 24 einstündige Hörstücke von mir.
3. Es gibt endlos theoretische und kritische Arbeiten von mir.
1-3) Ein Blick zu wikipedia oder in den Brockhaus oder sonst in ein einschlägiges Nachschlagewerk sagt Ihnen schnell, wer ich bin.
4. Das alles nimmt aber dem Gedicht nicht sein Recht, es relativiert es auch nicht. Nun mag es zwar sein, daß solche alten Damen seltener geworden sind; dennoch begegnen sie mir immer wieder auf der Straße. Im übrigen handelt es sich bei dem Textchen um ein Pasticcio. Ich bin nicht der erste und werde nicht der letzte sein, der mit so etwas spielt. D a ß das Gedicht a l s Pasticcio mit einem Klischee spielt, ist doch schon die Formvorgabe. Woran entzündet sich also Ihre Kritik? An dem Frauenbild oder an der Form?
Es gibt keinen Grund, mein Dichten zu ändern. Daß es nicht jedem gefällt - und/oder nicht jedem alles -, muß mich wirklich nicht scheren. Übrigens habe ich keine Pflicht, nicht eine einzige, außer derjenigen: mir selbst, also meiner Arbeit gegenüber, wahrhaftig zu sein. (Darf ich erfahren, was S i e hinterlassen werden?)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5126771
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 11:02:
was ich hinterlassen werde? wenig bis vermutlich nichts. sie verstehen meine frage nicht, ich weiß um die anzahl ihrer werke. an ausführungen mangelt es sicher nicht. und ihre gedichte haben jedes recht der welt, allein, sind sie auf der höhe ihrer zeit, sind sie gut, danach frage ich. für mein verständnis rettet eine form keinen fragwürdig fokussierten inhalt et vice versa. oder, anders, spitzweg als kubistisches werk, wäre nicht weniger kleinstüblerisch. sprich, für mich hat die produktion von gültigen werken wesentlich mit einem blick auf welt zu tun, der sie nicht in ihren vorgeblich vorhandenen formen bestätigt. ich dachte nur, aber, es ist nicht von bedeutung, nicht für sie, also, lassen wir das. ich hege weder groll, noch fühle ich mich kompetenter, ich spiegele nur, wie es bei mir ankommt. sie spiegeln mir, dass sie darauf verzichten können. damit hat sich das thema erledigt.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5126810
albannikolaiherbst antwortete am 2008/08/16 11:13:
@valeria ff.
für mein verständnis rettet eine form keinen fragwürdig fokussierten inhalt et vice versa.Wieso ist in dem Gedicht der Inhalt fragwürdig fokussiert, oder weshalb kommt das so bei Ihnen an? Weil Sie ernsthaft glauben, daß es solche alten Damen nicht mehr gibt? Oder weil Sie sie für nicht darstellungswürdig halten? Weil Sie die Tragik dieser speziellen Art von alten Damen, zu denen das lila Haar eben g e h ö r t, für uninteressant halten?Und was i s t auf der Höhe einer Zeit? Wer definiert das, zumal im Zeitalter des Globalismus, in dem Mittelalter unmittelbar auf Neuzeit trifft? Es gibt Jüdinnen, die lassen sich, etwa in Brooklyn, nicht etwa in einem Stedtl des 19. Jahrhunderts oder einem orthodoxen Kiez Jerusalems, immer noch das Kopfhaar scheren und tragen Perücke. Es gibt Christinnen in Mittel-USA, die allen Ernstes die Hölle fürchten, wenn sie sich zwischen den Beinen berühren. Was, bitte, verstehen Sie unter der Höhe unserer Zeit?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5126827
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 11:37:
auf der höhe der zeit wäre vielleicht ein dies-alles-gibt-es-also zu lokalisieren. ihm einen raum zu geben und es damit von seinem quasi anthropolgischen konstantenstatus abrückt. in ihrer ausführung schreiben sie "etwa in Brooklyn, nicht etwa in einem Stedtl", wenn sich davon was im gedicht fände! levitt, eine alte dame mit fotoapparat, die ich sehr bewundere, fotografierte kinder nicht als kinder, sondern kinder in haarlem. die fotonachkriegsausstellung family of man geriet deshalb in die kritik, weil sie anhand anthropologischer konstanten glauben machen wollte: so ist es doch eigentlich, wir sind doch alle menschen. der blanke hohn und ein starker wunsch nach harmonie in einem angesichts dessen, was davor lag. man muss von den bedingungen schreiben, denke ich, ein motiv ist nichts ohne seine motivation, und die macht manchmal die besseren bilder, weil sie dran vorbei fotografiert, tillmans beherrscht diese kunst nicht schlecht, etwa. aber, ich muss nun los.ihre energien hätte ich gern, kein zweifel.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5126860
albannikolaiherbst antwortete am 2008/08/16 12:17:
@valeria, Energien und anderes.
Energie gewinnt man aus der Arbeit, aus nichts sonst. Sie ist eine Erscheinung des Disziplin.Aber zur Sache: Ich bin einverstanden mit der Lokalisierung; diese ist im Dschungel-, sowie in meinem übrigen Werkzusammenhang eben der Zusammenhang. Ein solches Gedicht, das neben >>>> dem steht und, neben vielem anderen noch, auch >>>> dem, stellt Zusammenhänge ja gerade dar. Sie können den Zusammenhang nur nicht von dem Einzeltext erwarten, zumal nicht von einem Pasticcio.
Sie verstehen, entnehme ich Ihren Zeilen, Kunst in erster Linie als Kritik, mindestens Engagement. Ich verstehe sie in erster Linie als Darstellung; bevor ich mich zu Dingen und Umständen verhalte (also einen moralischen Bezug dazu gewinne), nehme ich sie erst einmal als Erscheinung wahr. Die ist mir meistens Faszinosum genug, um etwas darzustellen. Eine kritische Haltung würde die Erscheinung immer schon werten. (Sauber läßt sich das allerdings auch für mich nicht trennen; aber ich versuche es. Der Kontakt mir der Dritten Welt hat mich das zu versuchen gelehrt, der Kontakt mit Wertesystemen, die dem unseren nicht nur nicht entsprechen, sondern ihm grundlegend fremd sind.)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5126908
Barnabas H. Knitl (Gast) antwortete am 2008/08/16 17:18:
Liebe valeria,
erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Kastration. Ob Du freilich als Frau eher einen Stein, sprich Gewicht, in Herbsts B(r)ett haben wirst, denn als valerio, ist ungewiß. Hoffentlich bist du brünett. Denn das ist ja neuerdings Geschmackssache. Aber ich schweife ab…Du fragst danach, ob es Herbst um Glaubwürdigkeit gehe… "Glaubwürdigkeit"!? Sehen wir einmal davon ab, dass Glaubwürdigkeit eines der ausgezehrtesten Exempel des Politikerwortschatzes ist, eines jener
Woran glaubst Du? Daran, daß Herbst sozialstatistisch korrekt den Status von Rentnerinnen in der BRD abbilden sollte? Daß sein ( ja, ja, umfangreiches, wir wissen's, Alban! Wir sehen's ja oben in der Leiste!) Werk ein Reader's Digest des "Das-alles-gibt-es-also" sein sollte? Bitte nicht!
Die alte Pomposiewitz könnte gar nicht der jungen von der Leyen begegnen! Glaub mir, valeria!
Und das ist gut so, denn ein für allemal: Wir wollen nicht lesen, was es gibt. Sondern: Wir wollen lesen, was es NICHT gibt. Darum kaufen wir "Die Nierdertracht der Musik" und nicht GEOspezial!
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127295
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 18:18:
kennen wir uns? und von welchem stern sind sie? ich fragte, ob es um glaubwürdigkeit ginge, und nahm es nicht an, dann wusste man aber doch welche zu bemühen, denn so ganz an star treck wollte man doch nicht abgeben, schien mir.das gedicht gibt sich aber nun mal wie aus dem hundesalon und nicht wie aus der timemachine. es mag mich nicht überzeugen, auch der hinweis auf seine eingebundenheit und die weiteren gedichte nicht, oder der verweis auf andere wertesysteme, was haben die mit diesem gedicht zu tun?
was nie geschrieben wurde, lesen, ja, das wurde tausendfach schon so ähnlich festgehalten und gesehen. in mancher geospezial hingegen findet sich ungesehenes. was das alles mit kastration zu tun habe soll und meiner haarfarbe, wissen vermutlich nur sie, und dabei darf es auch gerne bleiben.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127370
Barnabas H. Knitl (Gast) antwortete am 2008/08/16 19:05:
Sehr geehrte valeria,
hujujuj, welch hurtige Replik!Und da Sie mir schon das Sie anbieten, benutze ich es: Hören Sie es wirklich nicht? Das penetrante Rascheln von Parteisekretärskrawatten hinter Ihrer (aberamals angeführten!) "Glaubwürdigkeit"? Was meinen Sie denn nun? Wahrscheinlichkeit? Abbildung von Realität?
Hören Sie sie wirklich nicht? Ihre Sprache sprechen? "Survival of the critics"? Kommen Sie schon! Feuilleton-Schlagzeile ohne Bewusstsein dafür, was Sozialdarwinismus einmal war (und hier und da noch ist)!
Wertesysteme sind mit egal, erst recht solche, die in Gedichten stehen sollen.
Sprache! Hallo! Sprache! Lesen Sie einmal genau: "Lesen, was es NICHT gibt" ist nicht gleichbedeutend (nicht einmal äquivalent) mit "Lesen, was nie geschrieben wurde". Alles ist schonmal geschrieben worden, wenn man die Abstraktion nur weit genug treibt.
Was ich meine, ist der Realitätsstatus von Dichtung. Nicht Literatur: Dichtung. Ist sie genau dann "glaubwürdig", wenn sie Realität abbildet? – Eine einfache Frage.
In der GEO finden Sie, was Sie noch nicht gesehen haben (weil Sie kein REM im Kopf haben oder weil Sie kein Geld zum Reisen haben oder weil es schöne Technicolor-Aufnahmen von vor 2 Millionen Jahren sind, als Sie knapp noch nicht auf der Welt waren oder...). In Dichtung finden Sie, wenn Sie denn etwas finden, etwas, was es nur in ihr gibt, unabhängig von Zeit, Geld und Sehstärke.
Gutgut, Sie finden nichts in Herbstens Tod-alter-Frauen-Gedicht. Wir merken's. Aber vielleicht liegt das an Ihrem Geschmack (oder Ihrer Haarfarbe) oder daran, daß Sie keine Hunde mögen. Oder zumindest keine Hunde, die irgendeine Bedeutung tragen. Oder zumindest zumindest keine Hunde, die irgendetwas tragen.
Dazu folgende Impression: Ein reitender Bote trifft in Weimar ein und gibt am Frauenplan eine Eildepesche ab. Darin wender sich Frau Comtesse Valerie K. direkt an den Geheimen Rat. "[…] Wie kann es sein, daß in einem kleinen schwarzen Pudel ein Teufel enthalten ist. Nein, da haben sich Herr Geheimrat entschieden gegen die Glaubwürdigkeit vergangen! […]"
Goethe: "Sapperment, Eckermann! Sie hat recht! Ich muß das alte Stück noch einmal zur (letzten) Hand nehmen!"
So etwa?
Ach ja: Haarfarbe und Geschmack. Nun, vielleicht haben Sie ja damit angefangen? Aber vielleicht begreifen Sie das ja auch erst, wenn Sie lesen. Lesen! Nicht nur mit den Augen, sondern auch mit der Maus: Lesen!
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127424
DerdummeWarzenchief (Gast) antwortete am 2008/08/16 19:09:
Ist man doof wenn man ab und zu BeeGees hört?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127429
Barry Gibb (Gast) antwortete am 2008/08/16 19:17:
yep.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127441
DerdummeWarzenchief (Gast) antwortete am 2008/08/16 19:19:
Bist Du der, der tot ist`?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127444
Barry Gibb (Gast) antwortete am 2008/08/16 19:26:
Nope. But if you don't keep an eye on those warts of yours (yak!), ya might be next!
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127452
DerdummeWarzenchief (Gast) antwortete am 2008/08/16 19:29:
It does not matter, I hang not particularly tuned
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127454
Barry Gibb (Gast) antwortete am 2008/08/16 19:40:
By the way: I have a dog.A small one. Call him "Mo". After "Maurice", you konw? Well, you know...
And people keep saying -recently -that I'm looking more and more like an old lady, you know.
It's weird.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127473
DerdummeWarzenchief (Gast) antwortete am 2008/08/16 19:45:
All very fine and good, but I do not know why women beissen old gray dogs and in what time it exists andthen declared please me more, why do you have sung?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127482
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 20:24:
grober rundfunk
hallohallo, an welchem weltempfänger drehen sie da gerade? dann bitte zeigen sie mir in diesem gedicht, was es nur in ihm gibt, ich kann es nicht finden. and, don t forget: 'in wirklichkeit ist das überleben keine eigenschaft eines lebewesens, sondern ein zeichen, das bestimmte, das überleben begünstigende merkmale vorhanden sind.' gute texte von weniger guten unterscheiden lernen, gehörte mal in der zunft der literaturabwicklung und verwertung zu diesen begünstigenden merkmalen. und, dichter, die nur etwas von dichtung verstehen, verstehen auch davon nicht viel. lesen sie vielleicht besser nochmal, wofür sie sich hier verkämpfen, wem es genügt, soll sich erfreuen. und die feuilleton-schlagzeile wäre immerhin eine, die ein bewusstsein dafür hat, das getretener quark breit, nicht stark wird. und ein überleben der kritiker wäre wohl etwas genuin anderes, als ein überleben der fittnesschreiber. aber für derlei ironie muss man auch ein sensorium besitzen.
'future events such as these will affect you in the future.' guten abend.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127526
Oh Mann... (Gast) antwortete am 2008/08/16 20:30:
Die Relativität der (Bücher-) Masse
@ANH:Das ist nun fast schon penetrant, dieses darauf hinweisen, wieviele Bücher und Texte Sie verfasst haben! Quantität hat noch nie und zu keiner Zeit einen Rückschluß auf Qualität ergeben. Wenn ich fünf Tonnen Senf in meinem Keller eingelagert habe, macht mich das weder zum größten Senfkenner der westlichen Hemisphäre, noch zum besten Senfproduzenten.
Was wollen Sie den hinterlassen - und für wen und warum?
J.D.Salinger hat nur einen einzigen Roman verfasst und 35 Kurzgeschichten. Mit "Der Fänger im Roggen" schrieb er sich in die Literaturgeschichte ein und das zu Recht.
Sie sehen, hier reichte nur ein einziges Werk, um unsterblich zu werden. Und nun vergleichen Sie eines Ihrer Tausendseiter mit Salingers schmalem Büchlein, das wohl jeder Jugendliche und Erwachsene weltweit zumindest einmal gelesen haben wird. Meine Güte! Gibt es denn tatsächlich unter Dichtern solche Schwanzvergleiche? "Wer bist Du denn, hast gerade mal fünf dünne Büchlein geschrieben. Da bist Du doch lange kein Dichter. So wie ich! Ich habe immerhin 17 Bücher und davon zwei tausendseitige geschrieben. Komm Du erst mal auf meine Seitenanzahl, dann kannst Du auch hier mitreden...!" So oder ähnlich stelle ich mir diese unsinnigen Gespräche vor, die ein Herbst mit konkurrierenden Dichtern und Kritikern führen könnte. Frankfurter Buchmesse, Halle 5, Stand 183.
Was die Quantität an veröffentlichten Büchern betrifft, sind Sie doch längst von Vielschreibern wie dem verstorbenen H.G.Konsalik überrollt worden. Um ein vielfaches. Und bedenken Sie, niemand veröffentlich so viele 1000seitige Werke wie die DeTeMedien - die Telefonbücher und Gelbe Seiten. Und diese Bücher können sogar die Welt verändern helfen!
Also - einfach mal den Ball flach halten...
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127539
Barnabas H. Knitl (Gast) antwortete am 2008/08/16 20:43:
Liebe valeria,
verzeihen Sie bitte, daß uns jetzt "Oh Mann" dazwischengekommen ist. Aber ich war gerade mit dem Major auf Wolfsjagd.Ach, valeria, valeria! Wie soll ich Ihnen begreiflich machen, was ich meine? Ich ränge die Hände, müßte ich nicht mit ihnen tippen.
Also nochmal pas à pas: Ich verkämpfe (Holla, das gibt's wirklich!) mich nicht für Herbsts alte Dame. Ich weise ganz bescheiden auf den Unterschied zwischen Dichtung (schauen Sie in Ihre Regal, da wird sich ein Beispiel finden, daß Sie kennnen) und Wissenschaftsjournalismus (GEO) hingewiesen.
Und außerdem habe ich, was Sie so hinreißend ignorieren, eine Frage gestellt: Was meinen Sie mit "Glaubwürdigkeit"?
Vielleicht muß ich Ihnen eine Antwort entschmeicheln? Also: Vielen Dank, daß Sie mir verdeutlicht haben, "überleben" sei keine Eigenschaft. Das hatte ich mir zwar beinahe schon grammatisch gedacht, aber gut…
'future events such as these will affect you in the future.'?
Or maybe it's the other way around:
Curiously enough, an edition of the Encyclopaedia Galactica that had the good fortune to fall through a time warp from a thousand years in the future defined the marketing division of the Sirius Cybernetics Corporation as "a bunch of mindless jerks who were the first against the wall when the revolution came."
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127552
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 20:44:
Hier darf nur gelobt werden...also so was...jetzt kriegen Siegleich ne Ladung ab... Achtung
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127554
Barnabas H. Knitl (Gast) antwortete am 2008/08/16 20:51:
Herbert,
wer darf hier nur gelobt werden? Du?Hau ab, ich unterhalte mich gerade sehr angenehm.
Und bitte (bitte!), laß' Deine "Ladung" woanders ab. (Überhaupt: Einhändiges Tippen ist schlecht für den Rücken, da kannst Du jedermann fragen…)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127558
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 20:53:
Dann gib mir doch ein paar Tipps für deinen Rücken und wenn Du dich unterhalten willst, geh doch irgendwo hin und unterhalte Dich mit einem Baum, wenn Du weißt was das ist
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127559
Barnabas H. Knitl (Gast) antwortete am 2008/08/16 20:56:
Mit einem Baum? Täte ich sicher lieber als mich mit Dir herumzuschlagen. Noch lieber aber unterhalte ich mich hier mit der bezaubernden valeria.Also hau ab, Trittbrettfahrer! Deinem Hohlkreuz aus Arroganz kann ohnehin kein Orthopäde mehr helfen.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127566
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 20:59:
Siehst Du, du verstehst es nicht, ich habe es befürchtet..Alsowarum sollte ich gehen, ganz im Gegenteil, ich erkläre Dir
was ein Baum ist. Ach nee, die machen das doch auch, lesen kannst Du doch oder?
http://de.wikipedia.org/wiki/Baum
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127569
Tobi (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:06:
Ich muss den Herrn Knittl recht geben, es ist wirklich nicht schön, wie Sie hier die Ruhe stören, sie machen sich ja überhaupt kein Begriff, welche Arbeit darin steckt, ich bin wirklich ein stiller und ungeborener Mensch, aber das was sie hier abziehen ist eine Schweinerei. Gehen Sie weg Herr Herbert
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127577
Barnabas H. Knitl (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:10:
Herbie,
Du warst schon immer eine Nervensäge. Jetzt merken es nur auch andere.Was soll ich sonst sagen? Du weißt ja soviel über Bäume. Weißt Du auch, was man aus manchen Ästen von harthölzernen Bäumen macht? Kleiner Tipp: Es hat was mit meinem Familiennamen zu tun.
Solches Bio-Erzeugnis zeigte ich Dir dann aus der Nähe, falls Du hier weiter Nerven zersägtest.
Alles klar?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127578
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:13:
Ich verstehe ja dass Sie verärgert sind, nein, ich verstehe es nicht, ich habe Ihnen so viel Dinge beigebracht und werde es auch weiter tun, was wollen Sie denn jetzt wissen?Zum Beispiel wie stoppt man eine laufende Nase?
http://www.gutefrage.net/frage/wie-stoppt-man-eine-laufende-nase
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127579
Au Backe! (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:15:
Jetzt
Jetzt kommen die Selbstgespräche. Ein Plätzchen in der Forensik gefällig? Mit Nichtraucherjäckchen, das schicke weiße, mit den langen Ärmeln, das man hinter dem Rücken zubindet...
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127583
Herb, (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:18:
ich hab's Dir schonmal gesagt: Ich will Deine Freunde nicht kennenlernen. Und ich werde Dich valeria sicher nicht vorstellen.valeria, hätten Sie etwas dagegen, wenn Wir uns woanders weiter unterhalten? Hier scheint ein Schnupfen in der Luft zu liegen.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127587
Barnabas H. Knitl (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:20:
Ja, Herr Backe,
hier scheint mehr als ein Schnupfen in der Luft zu liegen. Setzen wir uns und genießen die Show…valeria, glauben Sie mir, der Herbert ist nicht immer so…
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127594
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:21:
Ich mag die blauen mit den Streifen, aber von denen haben sie so selten welche...http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsjacke
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127595
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:23:
Ich finde ihre Kommentare respektlos gegenüber Valeria. Sie kann schließlich Klavier spielen
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127597
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:35:
"Auch Kunstfiguren sollten einen - sei es stochastischen - Rest an Glaubwürdigkeit aufweisen!" schrieb sumuze, daran knüpfte ich mit meiner frage nach der glaubwürdikeit, die ich in diesem gedicht nicht vermutete, an. die glaubwürdigkeit eines textes würde ich mit seiner fähigkeit, den richtigen stil zu treffen umschreiben. mit richtigem stil würde ich urteilsrelevante verknüpfungen von form und formierten in raum und zeit bezeichnen. mit scheingefechten zwischen avataren mit zweifelhaften namen würde ich vertane zeit assoziieren. unter angenehmer unterhaltung verstünde ich etwas, das sender und empfänger wechselseitig und zu gleichen teilen als eben solche verstünden.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127619
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:37:
Genau das ist Unterhaltung, ein kommen und gehen, ein hören und gehört werden..http://de.wikipedia.org/wiki/Unterhaltung
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127624
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:39:
respektlos finde ich cello und klavier ohne die jerks von riesenmaschine spielen zu lassen. paranoia findet sich auch in sätzen wie diesen.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127626
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:42:
"respektlos finde ich cello und klavier ohne die jerks von riesenmaschine spielen zu lassen."Warum denn das?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127632
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:47:
because of the mindshift.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127635
Barnabas H. Knitl (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:49:
Oj, valeria,
Sie wollen doch nicht behaupten, Sie fänden diese Unterhaltung nicht angenehm? Immerhin haben Sie jetzt auf meine Frage geantwortet, zudem sehr überzeugend… auf den ersten Leseblick."urteilsrelevante verknüpfungen von form und formierten [altmodisch, wie ich bin, sage ich: Inhalt] in raum und zeit"
Relevant für wessen Urteil? Das des Lesers? Das des Autors? Müssen diese übereinstimmen (sprich hat einer Recht, der andere nicht)?
Wo liegen die Kriterien für die Verknüpfung von Form und Inhalt? Innerhalb oder außerhalb des Werkes selbst?
Erschöpft sich die Qualität einer Dichtung tatsächlch in der Erfüllung bestimmter systemtheoretischer Kriterien. Oder gibt es einen irreduziblen Rest, der, sagen wir: einen Roman des Herrn Konsalik von einem Gedicht des Herrn Anschel unterschiede?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127641
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:50:
Ich bin ja eine stille Verwandte von Herbert Wehner, wenn Sie wissen werdas ist, das heißt, ich war auch schon in der Partei und Pfeife habe ich
auch geraucht, rauchen sie auch? Undwo ist eigentlich Herr Knittl?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127643
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 21:59:
meine herren, in wirklichkeit ließ ich sie längst hinter mir. das scheinen sie vergessen zu haben.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127661
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:02:
und, herbert, fahr doch schon mal den shuttle vor, ich hab houston gerade angefunkt.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127665
Barnabas H. Knitl (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:03:
"ließ ich sie" oder "ließ ich Sie"? Ein kleiner aber unfeiner Unterschied.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127668
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:04:
den giftgrünen Holzshuttle oder den Sattelfesten, den man nur benutzen kann, wenn man verärgert ist?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127674
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:11:
nimm die discovery, die ist getankt.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127683
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:21:
Oh je, damit ist meine Frau...sie hat gesagt, sie bräuchte ein wenig Zeit für sich und ihrem Freund Klaus, ein netter Kerl, Teetrinker, glaubt dass der Mensch von nichts abstammt.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127705
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:30:
so ein affe. dann nimm die enterprise.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127716
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:31:
ich muss hier so komisch verzerrte worte eingeben zb: coits woll!na dann mal prost!
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127717
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:34:
herbert, mach hinne, ich kann deine frau verstehen, tee zieht kürzer.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127722
Herbert (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:46:
Alle weg. Wir müssen zu Fuss
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127739
valeria (Gast) antwortete am 2008/08/16 22:48:
scheiße, hast du mal raus geschaut, sternhagel.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127741
albannikolaiherbst antwortete am 2008/08/17 06:58:
@valeria.
"das gedicht (...) mag mich nicht überzeugen" - aber das m u ß es doch auch gar nicht, Valeria. Sie mögen das Gedicht nicht, ich nehme das zur Kenntnis, Punkt. Interessant war für mich allein die Folgerung, die Sie daraus zogen: "Was wollen Sie eines Tages hinterlassen, wenn Sie sterben?" Interessant daran ist für mich die psychische Bewegung, die dieses Pastiche-Gedicht in Ihnen mir gegenüber ausgelöst hat: daß Sie aufgrund dieses Textchens meinen, ich müsse mir insgesamt die Frage nach dem Sinn meines Lebens stellen. Da nun komme ich nicht umhin, eine Unverhältnismäßigkeit zu registrieren, zumal ich neben meiner literarischen Arbeit auch noch, und leidenschaftlich gerne, Vater bin. Die Unverhältnismäßigkeit ist aus einer - ich darf das Wort mal benutzen, gell?: - 'lebenswirklichen' Perspektive von enormer Komik.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5127944
stabigabi5 antwortete am 2008/08/17 15:37:
there is modern design in the jungleline
wir lesen, sie machen alles richtig und die zahlen stimmen auch. zwischen den vielen bleiben sie doch der eine, hinterlassen werk und lebenswirklichkeit, sind bei alle dem eine herausragende gestalt, die sich darauf nicht ausruht. gratulation!mögen sie sich vorstellen, das all das zusammengenommen einer ungeheuren zumutung gleichkommen könnte, zu papier, zu blog, zu wasser, zu land und in der luft?
ich muss mir sie als einen im grunde sehr komischen menschen vorstellen, im sinne von lustig, sonst halte ich ihre selbstgewissheit kaum aus.
die haltug eines jakob von guntens ist ihre sache nicht, gutgut. ich habe verstanden. roger. sehen sie, ich gerate manchmal schon in verzweiflung, wenn ich nur eine geworfene münze sehe. entschuldigung.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5128558
albannikolaiherbst antwortete am 2008/08/18 07:35:
@stabigabi5 aus Frankfurtmain.
zwischen den vielen bleiben sie doch der eine, hinterlassen werk und lebenswirklichkeit, sind bei alle dem eine herausragende gestalt, die sich darauf nicht ausruht. Weshalb müssen Sie so übertreiben? Von meinen Zweifeln, ja auch davon, legen einige Bücher und legt einiges in Der Dschungel Zeugnis ab, daß ich "der einzige" sei, steht bei mir auch nirgends, im Gegenteil sind meine Begeisterungen über andere, gerade über Künstler, groß, und ich teile sie auch immer wieder und deutlich mit. Und daß ich mich nicht ausruhe, Jesses, was finden Sie daran Grund genug, es mir vorzuwerfen? Und was finden Sie daran eine "ungeheure Zumutung"? Zumutung, vor allem, für wen? Ist nicht eine Zumutung vielmehr I h r e Art, Menschen persönlich erniedrigen zu wollen, etwa sie eine komische Figur zu nennen, nur - oder vielleicht nur - weil sie konsequent ihren Weg gehen?sonst halte ich ihre selbstgewissheit kaum aus.Aber das müssen Sie doch auch gar nicht. Kein Mensch zwingt Sie, hier oder anderes von mir zu lese, wiewohl ich es schlichtweg schön fände, wenn Sie Ihre Vor-Urteile vielleicht einmal, sei es am Sizilienbuch, sei es an den Orgelpfeifen, sei es am Wolpertinger, überprüften oder auch nur abklopften.die haltug eines jakob von guntens ist ihre sache nichtIn der Tat, >>> nein, wenn man von dem Entschluß einmal absieht, daß er schließlich in die Welt hinausziehen möchte. Das finde ich nach solch einem Leben des Sich-Duckens eine gute Idee.ich gerate manchmal schon in verzweiflung, wenn ich nur eine geworfene münze sehe. Sie werden verstehen, daß ich dafür wenig Verständnis habe, allerdings Nachsicht empfinde; die Formulierung ist gewählt: Nachsicht empfinden. Bei geworfenen Münzen in Verzweiflung geraten, das können sich nur Leute leisten, die im Luxus des Westens leben, jedenfalls die Existenzsorge nicht kennen. Es ist, Pardon, ein Wessi-Zipperlein. Oder ein Problem der, sagen wir, Neurologie. Dann ginge es aber nicht um Moral, sondern um einen - Schnupfen.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/5125123/#5129560





















