Es weht aus einem Gebäude. Mit zweiter Fassung.
ein langer, scharfer Wind
von böser, kurzer Freude.
Am Drahtzaun steht ein Kind,
das fängt ihn ein,
Selbst daß bisweilen wie von Chören
der Wind so aufboet,
kann es nicht schrecken
Die Fingerchen fassen
die rostigen Stacheln ganz fest,
bis aus des Hauses offenem Bauch
nur noch ein Hauch heranweht - Rest
von Wind durch den Spalt einer Tür
übern Hof in die kleinen Hände herfür,
die durch den Drahtzaun eben passen.
Dann, in sich verschlossen den Wind,
dreht es sich um, das blinde Kind,
und geht.
[Fassung vom Vortrag:
Es streicht aus einem Gebäude
ein langer Wind
Da sind keine Laute der Freude zu hören
In dem Hof steht am Zaun das Kind
Das fängt ihn ein
so klein es auch ist, und blind
Selbst daß aus dem Haus wie von Chören
die Warnung ein drohender Sturm wird,
kann es nicht stören
Steht da und sieht nichts und fängt
Steht am Zaun, die Fingerchen halten
die alten Stacheln ganz fest
Es hängt in dem Gebäude als Rest
taub weich eine Hülle
Seit ihr derVater Wille entwich
strich was als Hauch erst, strich was als Wind
und fegt nun als Sturm aus demoffenen Bauch
durch die offene Tür in das offene Kind
das blind am Zaun steht und fängt.]
Es streicht aus einem Gebäude
ein langer Wind
Da sind keine Laute der Freude zu hören
In dem Hof steht am Zaun das Kind
Das fängt ihn ein
so klein es auch ist, und blind
Selbst daß aus dem Haus wie von Chören
die Warnung ein drohender Sturm wird,
kann es nicht stören
Steht da und sieht nichts und fängt
Steht am Zaun, die Fingerchen halten
die alten Stacheln ganz fest
Es hängt in dem Gebäude als Rest
Seit ihr der
strich was als Hauch erst, strich was als Wind
und fegt nun als Sturm aus dem
durch die offene Tür in das offene Kind
das blind am Zaun steht und fängt.]
albannikolaiherbst - Donnerstag, 7. August 2008, 16:11- Rubrik: Gedichte
16 Kommentare - Kommentar verfassen - 1647 mal gelesen





















