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albannikolaiherbst - Donnerstag, 22. Mai 2008, 06:08- Rubrik: HOERSTUECKE
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ANH.
FRITZPUNKT27.05.2008 13:06 Lieber Alban Nikolai Herbst,
vielen herzlichen Dank für Ihr berührendes Hörstück.
Wir hatten kaum das Manuskript des Stücks von der WDR-Seite ausgedruckt und uns in Klangvorstellungen ergangen, da hat uns schon Ihre Scheibe gestreift. Ein großartiger Beweis für das Sprechen mit und von der Autorin und nicht über sie. Wie die von Ihnen ausgewählte Musik die verschiedenen Spracharten und Sprechhaltungen verbindet und doch nicht kommentiert, ist ein rares Beispiel des Lebenlassens der je eigenen hohen Materialkapazität, für "das dritte Ohr". Es ist das erste Mal, daß ein Autor den Raum der Fritz'schen Sprach-Interpretation so zu eröffnen vermag, daß die utopische Potenz dieser Sprache sich auftut.
Der ORF hockt auf einem von österreichischen Mimen gefertigten Portrait, das er zu jeder Fritz-Gelegenheit (dh. alle 10 Jahre) immer wieder abspielt und wir rütteln schon lange an dieser saülenheiligen Sendung.
Nochmals vielen Dank für die Freude, die Sie uns geschenkt haben.
Herzlichen Gruß,
Anne Mertin
Fred Büchel____________ANH27. Mai 2008. Liebe Frau Mertin, lieber Herr Büchel,
ganz herzlichen Dank für Ihre Zeilen; sie tun mir gut, der ich der Fritz in der verweigerten Akzeptanz ähnlich, meiner persönlichen Art nach aber ganz anders, aggressiver - machistisch, wenn man so will -, meiner literarisch und eben auch musikalischen Arbeit nachgehe. Man b r a u c h t Bestätigung, ob man es zugibt oder nun nicht, ja es scheint fast so zu sein, als wüchse die innere Eitelkeit um so höher hinauf, als die Ablehnung hoch ist: jene tut also n o t - auch wenn gerade das die allgemeine Ablehnung nun erst recht füttert. Und das wieder mästet den inneren Hunger nach Anerkennung. So dreht sich die Spirale denn immer weiter. Wer da nicht das Temperament eines Kriegers hat, wie ich von Frau Fritz glaube, braucht dann viel passive Kraft, Leben und Arbeit aktiv durchzuhalten. Frau Fritzens Leistung kann insofern gar nicht genug bewundert werden.
Haben Sie etwas dagegen, wenn ich Ihren Brief und diese meine Antwort in mein Literarisches Weblog DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT einstelle? Bei Gegnern frag ich da nicht, bei freundlich gesonnenen Menschen aber sehr wohl. Sie können übrigens >>>> ab hier das Entstehen der Produktion quasi mitlesen; die Beiträge sind je untereinander verlinkt. Ich habe das seit knapp fünf Jahren für alle meine Hörstücke so gehalten, wenn ich selbst die Regie innehatte.
Ganz herzlich
Ihr
ANH
www.albannikolaiherbst.de
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
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DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Kontakt zu Alban Nikolai Herbst:
fiktionaere At gmx DOT de.
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zuletzt aktualisiert am 2009/12/21 20:24
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