Arbeitsjournal. Sonntag, der 11. Mai 2008.
5.17 Uhr:
[Arbeitswohnung. Latte macchiato.
Arbeitswechsel. Die >>>> BAMBERGER ELEGIEN wieder vorgenommen; ich möchte sie jetzt in einem Rutsch revidieren (ein weiterer, letzter „Rutsch“ muß dann Anfang Juni folgen; danach geht das Buch an den Verlag). Außer der >>>> Kritik zu der Uraufführung von Harald Weiss' „Vor dem Verstummen“ schrieb ich gestern nichts, übte aber längere Zeit am Cello, abends auch mit meinem Jungen zusammen. Ich hatte den Eindruck, daß mir zum ersten Mal schöne Töne gelängen, und ich fange an, kleinere Stücke, etwa den einfachen Purcell (Rigadoon), auswendig zu spielen. Jetzt sind auch die Orientierungsaufkleberchen an den Saiten gefallen. Und es funktioniert (bisher).
Abends Am Terrarium gemeinsam >>>> UND ALSO ES GESCHAH angehört; auf einer anderen, etwas einfacheren Anlage, die leider baßlastig ist, so daß die Ustvolskaja-Musiken besonders dort etwas untergingen, wo sie an der Grenze der Hörbarkeit einmontiert sind; jedenfalls verloren sie ihre durchsichtbare Faktur. Das war ein wenig schade, zumal ich nicht genau weiß, wo eventuell alleine ich noch etwas hörte, weil ich weiß. Wer am >>>> 22. zur Sendung nicht über eine sehr ausgewogene und im Raum gut positionierte Anlage verfügt, sollte deshalb Kopfhörer verwenden.
Bis acht wird heute gearbeitet, dann bis halb zehn am Cello geübt, dann geht’s zum Frühstück Ans Terrarium und später ziehen wir dann alle zu einem Judoturnier meines Jungen los. Unwahrscheinlich, daß ich danach noch etwas tun werde; ich nehme aber die Elegien mit.
Wegen der Vers-Auszählerei muß ich jetzt erst einmal wieder auf Musik zur Arbeit verzichten. Erster Cigarillo des heutigen Morgens. Ach so, ja: Ich habe spätabends angefangen, mit großem Genuß >>>> Ortega y Gasset zu lesen; sein Denken liegt mir sehr, anders denn doch als Keyserling, der einen seltsam klebrigen Ton manchmal hat in dieser sehr deutschen, ein bißchen turnerisch esoterischen Art von Lebensphilosophie. Ortega dagegen ist weltlich und, ja: sinnlich und nicht abstrakt. Im „Espectador“ beginnt sein Philosophieren mit einem männlichen Blick auf die Frauen in einer Tram und fügt der >>>> Diskussion über Schönheit eine ganz eigene Idee hinzu, die vom Einzelnen auf das Ganze geht und nicht umgekehrt ein Ganzes voraussetzt, von dem die Einzelnen abgezogen seien. Ich werde darauf an der entsprechenden Stelle zurückkommen.
[Arbeitswohnung. Latte macchiato.
Arbeitswechsel. Die >>>> BAMBERGER ELEGIEN wieder vorgenommen; ich möchte sie jetzt in einem Rutsch revidieren (ein weiterer, letzter „Rutsch“ muß dann Anfang Juni folgen; danach geht das Buch an den Verlag). Außer der >>>> Kritik zu der Uraufführung von Harald Weiss' „Vor dem Verstummen“ schrieb ich gestern nichts, übte aber längere Zeit am Cello, abends auch mit meinem Jungen zusammen. Ich hatte den Eindruck, daß mir zum ersten Mal schöne Töne gelängen, und ich fange an, kleinere Stücke, etwa den einfachen Purcell (Rigadoon), auswendig zu spielen. Jetzt sind auch die Orientierungsaufkleberchen an den Saiten gefallen. Und es funktioniert (bisher).
Abends Am Terrarium gemeinsam >>>> UND ALSO ES GESCHAH angehört; auf einer anderen, etwas einfacheren Anlage, die leider baßlastig ist, so daß die Ustvolskaja-Musiken besonders dort etwas untergingen, wo sie an der Grenze der Hörbarkeit einmontiert sind; jedenfalls verloren sie ihre durchsichtbare Faktur. Das war ein wenig schade, zumal ich nicht genau weiß, wo eventuell alleine ich noch etwas hörte, weil ich weiß. Wer am >>>> 22. zur Sendung nicht über eine sehr ausgewogene und im Raum gut positionierte Anlage verfügt, sollte deshalb Kopfhörer verwenden.
Bis acht wird heute gearbeitet, dann bis halb zehn am Cello geübt, dann geht’s zum Frühstück Ans Terrarium und später ziehen wir dann alle zu einem Judoturnier meines Jungen los. Unwahrscheinlich, daß ich danach noch etwas tun werde; ich nehme aber die Elegien mit.
Wegen der Vers-Auszählerei muß ich jetzt erst einmal wieder auf Musik zur Arbeit verzichten. Erster Cigarillo des heutigen Morgens. Ach so, ja: Ich habe spätabends angefangen, mit großem Genuß >>>> Ortega y Gasset zu lesen; sein Denken liegt mir sehr, anders denn doch als Keyserling, der einen seltsam klebrigen Ton manchmal hat in dieser sehr deutschen, ein bißchen turnerisch esoterischen Art von Lebensphilosophie. Ortega dagegen ist weltlich und, ja: sinnlich und nicht abstrakt. Im „Espectador“ beginnt sein Philosophieren mit einem männlichen Blick auf die Frauen in einer Tram und fügt der >>>> Diskussion über Schönheit eine ganz eigene Idee hinzu, die vom Einzelnen auf das Ganze geht und nicht umgekehrt ein Ganzes voraussetzt, von dem die Einzelnen abgezogen seien. Ich werde darauf an der entsprechenden Stelle zurückkommen.
albannikolaiherbst - 11. Mai, 05:32- Rubrik: Arbeitsjournal
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