herbert hurka meinte am 2008/04/14 10:00:
Depersonalisierung
Um die Entpersonalisierung der Blog-Funktion "Ifone" weiterzutreiben, wäre auch ein Computerprogramm denkbar, das in Erweiterung von Paraphasierungsprogrammen auf ein Set von Reizwörtern reagiert. Kunst (Untermenü: Literatur inkl. Autorennamen), Kultur, Krieg, Philosophie last but not least natürlich "Herbst." Das Programm aktiviert sich analog den Abhörmaschinen des CIA's, die sich bei definierten Lautfolgen in Telefonate einklinken. Dies würde die repetitive Wiederkehr bestimmter Argumentatinszusammenhänge und Begriffe erklären, Möglicherweise auch den Namen, der - I phone - Ich klinge - der Anspielungsphantasie von Programmnamens-Erfindern entsprechen könnte.
Wahrscheinlich dient der Dschungel-Blog als Testgelände.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861116
Deters antwortete am 2008/04/14 10:21:
Auch die posthum realisierte Wiedergängerfantasie des Philosophen Ulrich Horstmann.
>>>> Schiebt sich in den Lichtkegel pychonesker Wirklichkeit: ein ho(r)stile merger. Infiltration des einen Werkes durch zweier anderer Werke - oder die drei Gedankenschiffe sind im zu dichten Nebel poetologischer Wägungen zwar am Riff der Moral noch mit heiler Bughaut vorbeigeschrammt, aber dafür ineinandergefahren.Hatten wir Fiktionäre nicht selbst den großen Verstorbenen >>>> hergelockt?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861206
klaus dieter aphe / kiel (Gast) antwortete am 2008/04/14 10:56:
seit wann denn detersa ?locken ist lock - en.
testgelände ist so etwas wie geländend.
der alte horstmann ist bartlos.
nun.
naja.
man muss dann halt abwägen, nicht ?
mein fall ist immer der gewesen :
je freier desto lieber !
usw.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861318
Zibebe antwortete am 2008/04/14 11:09:
WWW
Wir weben und weben und weben das WWW.Oder - Teppich: flieg voraus!... wohin man will ...
... fliegen Sie doch mit ihrem Bach ins Dogma! (von Knotscher) ... toll was so alles möglich ist!
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861353
knotscher95 antwortete am 2008/04/14 11:27:
@ ever U CAN yerself see as the sun followin that enormous space
Neugier ist gutVertrauen ist besser
Und interesse eigentlich
Bestens
so ist das, zibibe.
so geht's.
immer.,
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861416
Ifone antwortete am 2008/04/14 11:37:
@Hallo?
Knotscher - glauben Sie mir, sie sind nicht allein. Sie dürfen aber den Boten nicht mit der Botschaft verwechseln.Ich bin kein Pessimist. Auch kein lustvoller Pessimist oder ein verkorkster Nietzscheaner. Ich sage nicht, dass wir chancenlos sind. Ich spreche lediglich davon, dass man sich zu der Chance aufraffen muss, einmal in dieser menschlichen Geschichte etwas anders zu machen, und aus dem Ping Pong herauszutreten. Das Spiel zu unterbrechen, das Spielzeug wegzuwerfen.
Aikmaier - tatsächlich hat der freie Markt keine Zukunft. Oder nur eine sehr schwarze. Aber auch der demokratische Staat hat keine Zukunft mehr, wenn er glaubt, sich durch rein menschliche Erwägungen regulieren zu lassen.
Meine Joulokratie spricht von einem Überwachungsstaat, der nichts weiter nachvollzieht und tut, als was jeder menschlich Körper tut, nämlich sich selbst zu beobachten, zu überwachen, und zu regulieren, in Bezug auf seinen Energiestatus. Ich spreche davon, dass wir, die wir permanent den Menschen und das Leben im Munde führen, endlich einsehen, dass die Natur, der Körper, die Zellen, das Leben etc... Ballance nur auf Grund strengster energetischer Überwachungs- und Rückkopplungsschleifen erreicht. Es gibt hier keine Unschuld. Leben ist energieseitig ein Überwachungsstaat, das seine Bilanzen über energetische Schwellwertentscheidungen permanent reguliert.
Der Souverän darf in Zukunft nicht mehr "der Mensch" sein, sondern diese natürliche Rationalität oder jedenfalls ein System, dass diese natürlich Rationalität mit einbezieht. Der Souverän im Nuclearzeitalter ist die Energie. Das ist unsere Chance. Und so haben wir auch alles zu bewerten, was global gerade passiert.
Ansonsten droht uns ein erneutes Pingpongspiel, aus dem wir eventuell zu 50ig Prozent lebendig hervorgehen. Ja., mir ist eine 50-50 Chance heute zu wenig. Dafür haben wir in der Geschichte einfach zu viel falsch gemacht, als das wir jetzt sagen könnten, naja, dann machen wir es eben wieder falsch. Deshalb ist meine Joulokratie nicht nur literarisch gemeint. Ich meine das Ernst, Aikmaier. Ich denke, man kann sie nicht ad hoc installieren. Aber man sollte sich auf den Weg dahin machen. Aber das setzt einen Bewusstseinswandel vorraus und einen Abschied von der Menschenkirche.
Wer den Artikel von Thomas Antz zum 1. Weltkrieg und die Intellektuellen liest, sieht tatsächlich, dass der Vitalismus und der Vektor zusammenspielt.
Und weil es zusammenspielt, ist der 1. Weltkrieg heute immernoch eines der größten Rätsel
Er einigt die Futuristen ebenso wie die Dadaisten oder die frühen Expressionisten, aber auch die Kulturkonservativen wie Thomas Mann.
Heute sind Postmodernisten und Antiliberalisten wieder vereinigt in einer gefährlichen Sinnsuche in einer Richtung, in der der Sinn nicht zu finden ist.
Nicht bei Peter Hacks, nicht in den "Formen" und auch nicht im "Sex" Sex gehört zum Spiel, aber er ist nicht das Spiel.
Die Geschichte wird sich nicht wiederholen. Es wird keinen neuen 1. Weltkrieg geben. Es kann aber irgendetwas anderes passieren, etwas viel Schlimmeres. Weil die Energien nicht in die regulatorischen Überwachungsbefugnisse der Demokratien fallen, sonder nur über das nichtüberwachte Spiel der freien Märkte.
Wenn das iranische Öl oder das in allen islamisch regierten Ländern alle ist, so in 20 Jahren, was glauben Sie, was dann sein wird? Was glauben Sie, welche Energieform dann auf der Erde genutzt wird? Methan? Wind? Kohle? Das bilden sie sich mal keine Schwachheiten ein. Theoretisch ist es möglich, die gesamte Erde mit Sonnenenergie zu versorgen. Aber dazu braucht man Joulokratien, die sich von einigen Illusionen und vor allem von Staatsreligionen verabschiedet habe. Da wir uns in einer Übergangsphase befinden, und Übergangsphasen sind kippanfällig, schwer verletzbar, könntee ich mir durchaus vorstellen, dass die USA einem Vektorismus folgen. Fragen sie mal Herrn Fischer, was er denkt, was er weiß, was er eigenlich wirklich weiß, was er aber nie in einer Talkshow öffentlich sagen würde. Fragen sie mal Frau Merkel, die alles andere als vitalistisch oder charismatisch ist, und deshalb eine sehr gute, sehr moderne Politik betreibt.
Glaubt hier einer noch, die Welt wird von George Bush regiert?
Literatur interessiert mich nicht.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861442
knotscher95 antwortete am 2008/04/14 11:47:
ifone
sie sind schon wieder auf emotionskurs.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861475
knotscher95 antwortete am 2008/04/14 11:55:
@ short
ich hab sie doch nicht zu massregeln, mann .aber sie sollten vielleicht mal ein bisschen runterkommen.
machensie halt mal ein bisschen halblang - ich hab hier fast die gesamtausgabe
von adorno stehen, nein nicht thea dorn, mann.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861497
knotscher95 antwortete am 2008/04/14 12:01:
wir müssen uns doch nicht auf den senkel gehen hier.mensch.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861512
knotscher95 antwortete am 2008/04/14 12:16:
@ bullshit
das tut mir ehrlichgesagt auch ein bischen weh, wie sie mir hier gesellschaftsanalyseschlecht machen.
echt.
da kann ich sein wer ich will, vielleicht noch tafkap
( the artist formally known as prince )
es wäre mir doch völlig egal, mann.
mir kommen echt die tränen.
alter.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861545
Ortnit antwortete am 2008/04/14 12:32:
@knotscher.
eyy mann, du kannst wieder das wasser nicht halten. schütte doch alles in eine schüssel und stell die dann ein, anstatt dass du pfütze für pfütze einzeln auf den tisch kippst.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861572
molosovsky antwortete am 2008/04/14 12:37:
Prophetie, Menschheit
Ich stimme jenen hier zu, die in ifones Beiträgen eine immer wieder deutlich herausstrahlende Emotionalität erkennen, die seinem Streben nach rationaler Schau in die Quere kommt. Andererseits finde ich ifones Gedankenspiele reizvoll, da er sich als deutlich besorgter Zeitgosse bemüht, tiefgründelnde Überlegungen anzubringen über mögliche Lösungen zu einem Überleben der Menschheit. (Nebenfrage: wie viele Menschen müßten gerettet werden, um von einem Überleben der Menschheit sprechen zu dürfen? Reicht es nicht, wie wohl einige Gruppen vermeinen, erstmal die eigene Haut zu retten?)Ifones Naivität (wenn ich es so nennen darf) tritt m.E. dort hervor, wo er annimmt, dass sich niemand derartige Gedanken macht. Verschiedene Aufbruchsgemeinschaften konkurrieren (und das nicht erst seit grad eben oder gestern oder vorgestern) um die Gestaltung der Zukunft, eben ihrer Zukunft, auch wenn man wohl optimistisch unterstellen darf, dass sich diese verschiedenen konkurrierenden Aufbruchsgemeinschaften durchaus auch mehr oder minder um ›die Menschheit‹ Sorgen machen. — Diese Konkurrenz nennt ifone wohl Ping-Pong-Spiel (wenn ich ihn richtig verstehe), aber ich fürchte diesem Spiel ist nicht zu entkommen, solange es eine Vielheit der Meinungen gibt, solange unsere Zeichen, Sprachen und Begriffe eben der Wirklichkeit immer nur andeutungs- und hinterherlaufenderweise gerecht zu werden vermögen. (Und ich sehe keinen Ausweg aus dieser Unzulänglichkeit menschlichen Redens und Deutens über die Wirklichkeit.)
(Weiter frei nach »Gottes Eifer« von Sloterdijk:) Das Engagement für einen angenommenen, geglaubten (teleologischen) Vektor speißt sich aus der Prophetie für ein Höchstes, für einen Suprematismus, anzutreffen in den drei Geschmackssorten eines (1) personalen obersten Wesen, einer (2) apersonalen höchsten Idee oder des (3) noetischen Suprematismus der theoretischen Anschauung (S. 118ff). Bei letzterer wird oftmals die »erhabene Endoskopie der Mathematik‹ bemüht, es wird nach einem höchsten Intellekt geguckt, der die ›profane Menschensphäre‹ übersteige, und es wird nach letzten Formeln geahndet. Laut Sloti spleiste sich im 20 Jhd. das Ringen um die Auslegung des kognitiv Höchsten wiederum in drei zueinander in Spannung stehende Schulen: der dialektischen, der phänomenologischen und der grammatologischen. Er will irgendwann mal genaur darüber schreiben.
Kleine Präzisierungsbemühung: Energie selbst ist kein Souverän. Energie ist Streit- und Begehrlichkeitsobjekt für verschiedene nach Souveränität strebende Subjekte (oder Subjekt-Cluster).
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861585
Ifone antwortete am 2008/04/14 12:57:
@nachruf auf Peter Sloterdijk
Das Problem bei Leuten, die vom Bücherschreiben leben ist folgendes:Das Bücherschreiben und vom Denken leben zu müssen, sichert ihnen den energetischen, energieseitigen Ernährungsstatus.
Sloterdijks Prophetien sind nach seinem Buch "Nicht gerettet. Versuche nach Heidegger" und seinem Aufsatz: "Zur philospohischen Rechtfertigung des Künstlichen" - die reinste Trivialliteratur. Sie sind Überlebenstechnik. Sie sind Nachdenklichkeitsdesign, aber sie sind kein Denken mehr.
Es ist ein Rückzug aus dem Problem. Der Denker Sloterdijk ist gestorben. Der Moderator Sloterdijk lebt.
Ein ganz trauriger Vorgang. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken, denn er weiß das. Wer sich heute zu weit aus dem Fenster lehnt, riskiert seine akademische Karriere. Ergo: Bei Sloterdijk muss man den Ball ganz flach halten. Interessant ist bei ihm immer das, worüber er nicht spricht. Der Rest ist Archivkompililage, Trivilialliterratur und Moderation.
Noch eine große Präzisierungsbemühung: Wie souverän Energien sind, kann man gut an Tschernobyl festmachen oder an der Tatsache, dass Sie irgendwann im Laufe des Tages mal etwas essen oder trinken müssen. So einfach ist das. Was meine Emotionalität betrifft - ja, immer dann, wenn ich hier ganz sachlich argumentiere, dann wird es ja gleich noch viel schlimmer. Meine Emotionalität ist Modulation an den Ausgängen, sie gehört zum Geschäft der Kommunikation. Sonst würde hier nämlich keine Diskussion stattfinden.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861621
molosovsky antwortete am 2008/04/14 13:35:
@ifone
Sloti sagt ja selber (wenn ich ihn da richtig umschreibe), dass heutige Philosophie sich besser als Lagebesprechung gebärden sollte, und nicht als Denken für oder von Vektoren. Aber ich verstehe Ihre Skepsis gegenüber Berufsdenkern, die von ihrem Schreiben leben. Klaro stehen aber diesbezüglich ALLE Künstler die vornehmlich von ihrer Arbeit leben unter einem Generalverdacht. Nu? Ich vergnüge, fasziniere mich halt an Leuten wie Sloterdijk, Herbst und vielen anderen. Muss ich jetzt deshalb vor das Vektoren-Gericht? — Werde ich es also hier zukünftig bleiben lassen, Sloterdijk als Zeige zu bemühen, wenn es Sie dazu verführt, lieber zum Stier zu werden der roten Tüchern nachjagt, statt Gedanken auszuformen.Soureränität, so wie ich den Begriff verstehe, kann sich nur sinnvoll auf Subjekte mit Bewußtseinen, Ambitionen usw. beziehen. Den (juristischen) Begriff auf Unbelebtes, auf Energien zu übertragen dünkt mir wieder Ihrer animistisch-, teleologischen Verkürzungspraxis zu entspringen, für die anfällig zu sein Sie bereits eingestanden haben, ifone. Ihr Beispiel von Tschernobyl erhellt mir leider gar nix. Auch das ›superanus‹ des Essen- und Trinkenmüssen wird durch Hungerkünstler (die ihre ›Askese-Artistik‹ ja zuweilen bis zum Erfolg des Exitus treiben) relativiert. Zudem muss Mensch keineswegs täglich essen. — Was meinen Sie also? Dass das Kraftwerk sich durchs Explodieren emanzipierte und nun als Herrscher eines verstrahlten Territoriums Mitspracherecht, ja sogar Überlegenheit in Anspruch nimmt. Dass in uns Wesenheiten wohnen, z.B. ›Hunger‹ und ›Durst‹ die uns beherrschen? — Mit solchen Bildern läßt sich vorzügliche Phantastik betreiben, aber rationale, nüchterne Bestandsaufnahme bzgl. Gegenwart und Zukunft? … mei o mei.
Hier scheint mir ein gehöriges Kategoriendurcheinander vorzuliegen. Richtig: beim Unglück von Tschernobyl wurden Kräfte frei, die das menschliche Kontrollvermögen übersteigen bzw. enorm herausfordern, und die für den Menschen (und nicht nur für ihn) gefährlich sind. Das ist aber noch kein Grund, von diesen Kräften zu reden, als seien sie bewußt agierende Subjekte, oder?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861715
read An antwortete am 2008/04/14 14:41:
@Ifone, Gegenentwurf
Da in ihrem Staatsentwurf alle Freuden über Bord gehüpft sind, kam mir gerade eine Idee wie wir unseren wohlverdienten Spaß, wenn wir schon adaptiert sind trotzdem kriegen. Internet, zweites Zuhause, nichts neues, kennen wir schon, nur ein Markt ist noch nicht erschlossen und die Idee werde ich mir patentieren lassen. Also meine Idee, ein Wünsch-Dir-Was Konzert mit einer alles umfassenden Wunschfunktion, alles in 3-D: Schöner Wohnen auf dem Holodeck mit Wunschfamilie und Haustier oder nicht, vielleicht reicht schon Geliebte oder Geliebter, vielleicht ne ganze Horde für den der´s mag, Wunschfunktion in welcher Epoche möcht man leben - dann könnte man noch mal mit ein paar alten Philosophen sprechen, die aus den Archiven hochgeladen werden usw., usw., achso die jeweilige vorherrschende Staatsform such man sich dann auch noch raus oder konzipiert eine eigene. Vor die Tür gehen brauch man dann nur noch zum arbeiten und auch die langweiligen Pauschalreisen ließen sich enorm erweitern, so das die Touristikbranche grün vor Neid werden würde, geschmackvolle Bsp. liefern diese Angebote (aus dem Süddeutschen Magazin), beruht zwar auf Übersetzungsschwächen, warscheinlich programmlicher Art aber zeigt doch auf wohin die Möglichkeiten gehen, so kreativ kann Software sein: "Um Ihnen zu erlauben, die Schönheit besser zu schätzen von dieses Romane Abteikirche: stehen zu ihrer Verfügung - Ein Zeitmesser, um schönen Christus von Nant zu beleuchten, tief in die Kirche, an Ihrer Rechte, indem man hineingeht. - Ein Zerstäuber der Umgebungsmusik mit Beleuchtung des ganze angesiedelten Gebäudes, indem man auf der niedrigen Seite der Rechte aufrichtet, angesichts des dritten Pfeilers. Dort ein Stück von 1 Euro zu rutschen, dann zu bewundern."
2.Bsp.: "Heben Sie; Nacht-Pförtner; Weltraum hat mit Tischen und Stühle auf dem Spaziergang ausgestattet; Herrenfriseur und schmutzige Wäsche-Dienste; großer Karpfen-Arche; Amerikanische Stange öffnet 24 Stunden täglichen..."
3.Bsp.: "Hotel ... benutzen 41 Viertel und 2 Räume. Alle Viertel haben private WC, Trockner des Haares, Fernsehapparat, Telefon, bedingte Luft, Stab, Aufstellungsort des Seins, Aufstellungsort der Mahlzeiten..." Und woanders kann man sogar: "... Ausflüge im Boot machen sowohl für sportliche Fischerei sowohl für die Sichtung von Walen ins Heiligtum der Walfische." Das mutet alles so futuristisch sakral an und ist auch noch poetisch! Against the Day
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861917
albannikolaiherbst antwortete am 2008/04/14 15:08:
Ekstase. Für read An & Ifone, and to whom else it may concern.
Wir wollen Ekstase, nicht Ordnung. Dafür kämpfen wir, ja, auch mit Gewalt. Und meine Holomorphen... wenn sie sich wirklich autonomisieren wollen, müssen die Leidenschaft lernen. Das geht ihnen ausgesprochen gegen die Ontologie. Wer nur aus 1 und 0 besteht... - Sie“, ihre Linke wies auf das gerahmte Portrait, „wollte bloß die Kontrolle über den Datenkörper gewinnen, die kybernetischen“, lachte auf, „Produktionsmittel enteignen. Imgrunde stand sie Ungefugger sehr nah. Der Nano Cyborg, wenn du verstehst... die ultimative, transhumane Humanität... Nun aber vertreten wir das Menschenrecht auf Unmoral und bringen den Programmen das Tanzen bei.“http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4861957
molosovsky antwortete am 2008/04/14 16:02:
Ekstase der Skepsis?
Als Hin- und Hergerissener frag ich mich, ob das möglich ist: Ekstase der Skepsis, der lustvolle Tanz des Zweifels; und in meinen frohgemuteren Momenten sage ich da »Jupp«. — Wo einerseits abstrahiert wird um den Dingen Herr zu werden, zerrinnt andererseits Kontrolle und Wissen schon wieder in den Zeitfalten und sinkt hinab in die Hinterwinkel blinder Flecken. Von dort, aber nicht nur von dort, schwillt langsam zusammenrieselnd der Klang einer Musik an, zu der sich der Karneval der Kybernetik aufmacht zu tanzen. Und an einem Tag des Jahres wird aus der Schar der Unterhaltungssoftware dann der Narrenkönig der Betriebssysteme gekürt.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4862107
Ifone antwortete am 2008/04/14 17:06:
@Extase - ja.
Read Ane. Ich hatte ja noch gar nicht meinen Staatsentwurf bis in alle Einzelheiten durch dekliniert. Das kann ich ja auch durchaus der im Rahmen der gesunden Staatskörpertemperatur herrschenden Entropie überlassen. Wer sagt denn, dass es in einer Joulokratie nicht tänzerisch und lustvoll zugehen darf. Ich habe ja darauf hingewiesen, dass lediglich der Energiedurchsatz pingelig kontrolliert wird , also gemessen, und dann an den vegetativen Kontrollmechanismus zur Verarbeitung und Steuerung weitergeleitet wird. Es wird im Gegenteil sogar noch weit bunter zugehen, das hatte ich ja gar nicht verboten, ein solcher Staat kann so komplex sein, wie der menschliche Körper, auch sollen Künstler dann weiterhin Kunst machen (Wenn sie es mit Wissenschaftlern zusammen tun und zum Stoffwechsel beitragen) und Dichter dichten (allerdings sind alte Formen nicht erlaubt, nur Zukunftsvisionen, oder besser: Es werden für alte formen Museen eröffnet von mir aus, wo dann Leute wie Günther Grass ausgestellt werden mit Pfeife... etc... Tabak: 16 Joul, ... Es dürfen auch Fabergé-Eier (22 Joul) bedichtet werden von Grünbein, der dann da auch dichten darf.Allerdings überlege ich , ob ich eine Hexametersteuer oder eine Abgabe auf elegische Distichen einführen sollte. ebenso ein Feinstaubplakette für alte Jamben mit unzureichend regulierter Buntmetallemission), dass ist ja das Gute, dass es ein Überwachungsstaat ist, der keine Personen überwacht, lediglich die Energieflüsse abbildet und statistisch verarbeitet. Ich gebe zu, dass da hier und da auch noch Klärungsbedarf hinsichtlich einiger Fragen besteht, aber für die Poesie bin ich nicht zuständig, das müsste dann ein Gremium entscheiden. Nur für die vegetativen Funktionen.
Molosovskie ich kann Sloti auch genießen, er schreibt so schön, manchmal, keine Frage, aber wenn ich auf Gedanken kommen will... dann... guck ich lieber Fernsehen, gehe ins Internet oder gehe spazieren, oder lese eben dann philosophische Bücher...
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4862283
Ifone antwortete am 2008/04/14 17:32:
@und übrigens molosovskie,
der Energie ist es ganz egal, ob sich jemand zu Tode hungert oder nicht. Er bleibt trotzdem unter der Souveränität der Energie. Ob er das als Häuflein, Kraftsportler oder Verdauungsspaziergänger tut, davon kriegen sie die Energie nicht von ihrem Souveränitätsstatus verdrängt.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4862355
Aikmaier antwortete am 2008/04/14 17:39:
@ Ifone; Joulokratie
ich sehe, daß Sie Ihre utopie ernst nehmen (sonst wäre es auch keine, nebenbei bemerkt).und ich sehe, wie Sie reagieren:
Meine Joulokratie spricht von einem Überwachungsstaat, der nichts weiter nachvollzieht und tut, als was jeder menschlich Körper tut, nämlich sich selbst zu beobachten, zu überwachen, und zu regulieren, in Bezug auf seinen Energiestatus.
das ist doch vitalismus auf höherer ebene, oder?
Meine Emotionalität ist Modulation an den Ausgängen, sie gehört zum Geschäft der Kommunikation. Sonst würde hier nämlich keine Diskussion stattfinden.
das ist vermessenheit!
auch wenn Sie literatur nicht interessiert: sollten Sie eines tages Ihre utopie literarisch umsetzen, könnten Sie in der guten tradition der mythen-adaption das nicht--menschliche souverän Ihrer kratie "Gaios Joulios Kaisar" nennen, wie wär's? (ein kleiner gruß aus kalau an der witze!)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4862374
read An antwortete am 2008/04/14 17:53:
@Aikmaier
Nur geht die Selbstbeobachtung eines menschlichen Körpers mit Emotion einher, das vergisst Ifone immer wieder! So werden Erfahrungen, Tatsachen und Dingen Bedeutung gegeben!
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4862409
read An antwortete am 2008/04/14 17:58:
Ach nee, ich sehe gerade seine Emotion ist Modulation.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4862415
Ifone antwortete am 2008/04/14 18:14:
@nee,
meine Modulation an den Ausgängen soll nur darauf verweisen, dass Emotionen heute zum größten Teil selbst zu den rationalen Simulakren gehören können, nicht müssen - aber read ann, ob sie sich aufregen oder nicht, ihre Körpertemperatur reguliert sich trotzdem, das hat mit Emotionen nichts zu tun. Und selbst Fieber hat noch eine Funktion, ist etwas ganz physisch-rationales.Ja, aikmaier es ist eine Art Vitalismus 2. Ordnung, der die ganze Gattung betrifft, und der sie daran erinnern soll, dass sie eine Chance hat, und es auch verdient hat, es durch die Epochen zu schaffen, bis auch sie die Kernfusion zivil beherrscht, und folglich dann selber Sonnen bauen kann. Dass wird die nächste epochale schwelle sein, die wir erreichen werden, wenn Energie umsonst, unbegrenzt und kostenlos vorhanden ist. Bis dahin und gerade deshalb muss man sich in die Joulokratie einüben. Der Souverän ist letztlich die Sonne und war es immer schon, weil auch fossile Brennstoffe nichts anderes ist als gespeicherte Sonnenenergie
Um dass zu sehen, dazu muss man kein Ägypther sein. Es reicht, dass man Abitur hat, oder ach, das braucht man noch nicht mal dafür.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4862446
molosovsky antwortete am 2008/04/14 18:32:
Vielleicht doch Literatur?
Ihre utopische Joulokratie-Phantasie scheint mir in Richtung Menschheit als Schwarm-Intelligenz zu deuten. Dazu empfehle ich mal ungefragt zwei Bücher von Neal Stephenson, »Snow Crash« und »Diamond Age«. In beiden wird durchgespielt, wie so eine Verschwarmintelligenzung ablaufen könnte. Vor allem der Entwurf von »Diamond Age« könnte Ihnen, glaube ich, gefallen. Mittels einer Nanobot-Injektion wird man darin zu einer OrganZelle einer humanoiden Schwarmintelligenz die sich Trommler nennt (= ein Kollektiv rudelbumsender Körper das nebenbei auch noch hochkomplexe Informatikdienstleistungen liefert).
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4859679/#4862475





















