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Und im wesentlichen Faul-lenzen. Gestern und heute. Morgen wird’s wieder ein wenig ans Arbeiten gehen. „gon galma“, wie man hier sagt, wenn man „immer mit der Ruhe“ meint und dabei den k-Laut zum g aufweicht. Mehr ginge auch nicht, denn der Körper verlangt nach wie vor Respekt, d.h. eben auch seine Ruhe. Im Reflex ließ er mich ihn Reinigungsmittel in die Hand nehmen zum Saubermachen des Klos. Wäsche ließ ich ihn stopfen in die Waschmaschine. Irgendwie brauchte er das bzw. dieses Gefühl einer im angemesseneren Umgebung. Gestern war ich mit ihm Einkaufen. Wir brauchten Brot und Wein. Außerdem wollte er Minestrone. Unbedingt. Also speiste ich ihn damit sowohl gestern als auch heute abend ab. Heute konnte keiner den anderen so recht überzeugen, die Wohnung zu verlassen. Den Augen bot sich eine ferne Sicht. Da war dann diese Bewegung. Und weiter nichts zu tun ist, treibe ich das Transkribieren meiner Papiere voran. Das sind bis dato 250 eng bedruckte DIN-A-4-Seiten chronologisch geordnet. Alles kommt da hinein: Briefe & Mails (an mich, von mir), Tagebuchartiges, Notizen, last not least Gedichte & Prosaisches. Die Zitat-Zettel aus der großen Tüte aber alle alphabetisch. Denn ich habe keinerlei Überblick über meine Produktion. Die längeren Sachen kommen erst mal auf einen Extra-Stapel: begonnene Übersetzungen etwa (z.B. 200 Seiten eines 1000-Seiten-Romans von Rovani, die ich aber wohl nicht mehr fortsetzen werde, nachdem das mal vor über 20 Jahren durchgezogen habe; oder einiges von Imbriani oder Savinio oder Dossi), dickere Tagebücher (die aus den Jahren 83 und 81). So erinnert sich einer, der stirbt, an sein ganzen Leben in einem einzigen Momente. Nein, die Natur stellt mir dieses Problem mitnichten (also kein „natürlich“-Problem). Fiel mir nur so ein. Also es ist doch eher eine Beschäftigung, die so angelegt ist, daß ich damit niemals fertig werden werde. Wohinter sich - glaub’ ich - ein Grundzug meines Charakters verbirgt: Ich wasche z.B. nie alles ab, was an Geschirr anliegt, sondern immer nur und rigoros 10 Stücke. Mein Papier und meine Kartonagen entsorge ich ähnlich: bei jeder Zigarette nehme ich die Schere in die Hand und zähle die Schnipsel, die ich mit ihr erzeuge, und wehe, es sind mehr, als ich mir vorgenommen. Selbst das Lesen folgt solchen Rhythmen. Der Wahnsinn hat Methode!
Bruno Lampe - am Freitag, 28. März 2008, 20:16 - Rubrik: Tagebuch
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
Ifone - 9. Mai, 12:41
@Herbst, Ein
Kunstbegriff, den ich übrigens nicht aufgebe, aber ein Kunstbegriff, der dem Individualitätsbegriff frönt, ... Paul Reichenbach - 9. Mai, 10:25
Lesen, Kunst & Rad. 09.05. 2008. ...
Ich kenne meinen Mephisto
aus meinen Gedanken und Reden.
Ich lieb ihn, den zynischen, bösen,
den guten ... Paul Reichenbach - 9. Mai, 09:35
Danke Herr ferromonte,
ich habe den Link korrigiert. Auf Ihre Frage, kann ich Ihnen nur antworten, dass mich E.J. Text in ... albannikolaiherbst - 9. Mai, 09:03
@Ifones zu Aikmaier.
Geben wir diesen Begriff a u f, dann geben wir die Kunst auf. Das liegt aber ja auch ganz in Ihrer Linie ... Ifone - 9. Mai, 08:35
@aikmaier
Erstmal muss mir jemand schlüssig nachweisen, dass meine Behauptung, dass wir global betrachtet bereits ...
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