Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop

Marlboro, Prosastücke, 1981 Die Verwirrung des Gemüts, Roman, 1983 Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger, Lamento/Roman, 1986 Die Orgelpfeifen von Flandern, Novelle, 1993, 2001 Wolpertinger oder Das Blau, Roman, 1993, 2000 Eine Sizillische Reise, Fantastischer Bericht, 1995, 1997 Der Arndt-Komplex, Novellen, 1997 Thetis. Anderswelt, Fantastischer Roman, 1998, (Erster Band der Anderswelt-Trilogie) In New York, Manhattan Roman, 2000 Buenos Aires. Anderswelt, Kybernetischer Roman, 2001, (Zweiter Band der Anderswelt-Trilogie) Inzest oder Die Entstehung der Welt, Der Anfang eines Romanes in Briefen, zus. mit Barbara Bongartz, 2002 Meere, Letzte Fassung 2007. Bei Volltext. Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen, Poetische Features, 2004 Die Niedertracht der Musik, Dreizehn Erzählungen, 2005 Dem Nahsten Orient / Très Proche Orient, Liebesgedichte, 2007 Meere, Letzte Fassung 2007 Aeolia.Gesang / Stromboli. Mit den Bildern von Harald R. Gratz. Limitierte Auflage, 2008 Kybernetischer Realismus, Heidelberger Vorlesungen. Manutius Heidelberg 2008Der Engel Ordnungen, Gedichte. axel dielmann - verlag 2009 d e

 
Stromberg meinte am 2008/03/30 16:57:
Computer werden besser sein als die Natur.
Heutige Roboter imitieren nicht nur das Leben, sie sind mittlerweile recht lernfähig. Siehe "Phobot", der den diesjährigen Preis der Human-Robot-Interaction 2008 (http://science.orf.at/science/news/151084 und http://www.hri2008.org/) gewonnen hat. Und man erinnere sich an die drolligen Norns (http://de.wikipedia.org/wiki/Creatures_(Computerspiel)), die ja schon so etwas wie ein frühes Stadium der KI innerhalb des Computerspeichers entwickelt hatten und in den Flugsimulatoren der RAF zeitweise gegen Piloten eingesetzt wurden, wo sie nach einiger Zeit b e s s e r waren, als die menschlichen Gegner.
Die kommenden unbemannten Marsmissionen setzen auf sich selbst reparierende Roboter und die Entwicklung der zivil genutzten Kernfusion - etwa im Forschungszentrum Jülich - wird uns in den kommenden Jahrzenten einige interessante Technologien bescheren. Es stellt sich hier nicht die Frage o b zukünftige Technologien den Menschen ergänzen oder gar verdrängen/ersetzen können, sondern w a n n wir über diese Technologie verfügen werden - und was wir daraus machen. Werden wir Borg? Bei den Borg stellt sich immerhin nicht die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Hier war eindeutig der Organismus zuerst da, dann folgte das kybernetische Implantat. Bei der Frage nach künstlichem Leben stößt man immer wieder auf die Frage nach der Wahrscheinlichkeit i r d i s c h e n Lebens und außeririschen Lebens. Zunächst sah es in der Wissenschaftsgeschichte so aus, dass selbst irdisches Leben sehr unwahrscheinlich ist, eher ein großer Zufall im Spiel der kosmischen Elemente. Heute gehen die Wissenschaftler (Dank an Hubble, Radioteleskop und andere Ferngläser) davon aus, dass Leben außerhalb unseres Systems sehr wahrscheinlich ist. Womit die Wahrscheinlichkeit irdischen Lebens natürlich auch beträchtlich zugenommen hat.
Wenn es ein Telos für die Menschheit gibt, so könnte ein Grenzstein auf diesem Weg die Eroberung des Weltraums sein. Und in dieser unwirtlichen Umgebung sind autonom handelnde, robuste Helfer wie etwa Androiden sehr nützlich.
In vielen Fähigkeiten sind uns die Maschinen - selbst wenn sie von uns noch bedient werden müssen - weit im Vorteil. Schon mal versucht gegen Fritz 10 eine Partie im Turniermodus zu gewinnen? Wenn Sie kein Großmeister sind, sehe ich da aber schwarz. Oder nehmen wir die Olympischen Spiele. Ohne Hochtechnologie wäre es kaum möglich die sportlichen Ziele, höher, schneller, weiter, zu erreichen. Einige Wissenschaftler an Hochschulen sind so schlau und lassen immerhin schon kleine putzige Roboter gegeneinander Fußball spielen.
Und noch etwas wird uns zur Erschaffung künstlichen Lebens treiben: Der Mensch will nicht nur zerstören, er will auch erschaffen, Schöpfer sein. Gott erschuf uns doch nach seinem Ebenbild, oder nicht? Wir werden besser werden als Gott, der Mensch wird zu Gott 2.0! Es schallt mir hier das Geschrei Dr. Frankensteins aus dem gleichnamigen Film von James Whale in den Ohren: „It’s Alive! It’s Alive!“
Nur eines sehe ich nicht bewiesen: dass ein Computerspieledaddler, der wieselflinke Finger durch Warcraft konditioniert bekam, aufgrund dieser Fähigkeit eines Tages den Nobelpreis überreicht bekommt. Dazu gehört mehr, als einige zusätzliche Synapsenverschaltungen, die lediglich die Fingerknöchelkondition trainieren. 
read An antwortete am 2008/08/25 23:22:
Hallo Stromberg is schon ne Weile her, ich setz hier mal an
Was kann ich für meine Synapsenverschaltungen? In Zukunft gibt´s bald Geniepillen bzw. das genetische Wunschkonzert, Gehirnanabolika, sag ich da nur. Sollte ich dann nicht eigentlich nen Nobelpreis eigentlich nur dafür bekommen, wie gut meine Synapsen verschaltet sind oder dafür was für einen Durchmesser die Verschaltungen aufweisen! Das wäre dann ja eigentlich sogar gerecht, gleiche Voraussetzungen für ALLE! Stimmt leider auch wieder nicht, dann gibts den Nobelpreis nur für den, der den dicksten Geldbeutel hat. Generell würde ich doch mal sagen: ALLES DENKEN IST ABSTRAKTION von mathematisch 1, in einfach gedachter Weise und je mehr ich verschalte, einen Gedanken vernüpfe, sie mit anderen "summiere", d.h. den Komplexitätsgrad steigere umso detaillierter wird mein Ergebnis über das zu untersuchende Phänomen, dann bin ich aber schon im Mikrokosmos, habe also bei allem summa sumarum den Tunnelblick eingenommen, von dort aus kann ich dann auf den Makrokosmos schließen oder projezieren obwohl bei Einstein war das umgekehrt, der konnte den Mikrokosmos dann nicht mehr unterbringen. Eigentlich kann man auch gar nicht von Summieren sprechen, es ist viel mehr ein Teilen, wie eine Zellteilung von 1 oder ein Verdoppeln ohne Zugewinn, im Sinne von 1Apfel + 1Apfel sind 1Apfel und noch ein Apfel, der zweite trägt nicht zur Expansion des ersten bei. Was ist 1, im Sinne von einfach gedacht eigentlich? Ein Vektor?
@ANH: das ist jetzt was für Sie, vielleicht, mich interessiert zumindest Ihre Meinung dazu:
Mal davon ausgegangen das 1, das Denken, der Phallus ist. Es gibt Menschen, ähnlich den Synästhetikern, die wirklich Empfindungen zu den einzelnen Zahlen haben.
2 ist die Dopplung des Einfachen, (erinnert mich jetzt aber an die ungeliebte Resteverwertung bzw. an Eva die aus Adams Rippe erschaffen wurde)
erst mit der 3 realisiert sich die 2, die weibliche Teilung ist.
Vor der 1 kommt aber noch was!!!, ich weiß nur nicht was?
Ich kann mir die 1 nur denken, es gibt sie nicht aber Doppelungen oder Teilungen realisieren erst komplexe Gedanken, Schemata, Konzepte oder Konstrukte, das Wort, meiner Empfindung nach weiblich, die eigentliche Formgebung, das Wasser der Gedanken sozusagen (huch, ja stimmt, wie war das mit der Wetware, danke femme! & ich weiß schon was war zuerst da, das Wort oder der Gedanke, die Henne oder das Ei usw. und auf den Herrensignifikanten geb ich jetzt mal nix), das Wasser ist das einzig formgebende Element & es ist Urspeicher / Aufnahme usw., aber auch Verdünnung der Essenz. Noch kurz eingeschoben, in der Kunst war vor allem die Bildhauerei noch bis vor kurzem eine männliche Domäne, macht nix, nach meiner These läuft das Wort eh dem Gedanken voraus! Das ist jetzt alles nicht so spitzfindig gemeint wie es sich anhört, ich würde das nur gerne einmal aufwerfen... , der weibliche Stachel der Neugier fällt mir da auch noch ein...aufgefächert gedacht.
und was ist jetzt mit dem Reproduzieren, Denken in Dopplungen von etwas das eigentlich als exakte Kopie nicht gedoppelt werden kann, wie steht es denn mit dem Recyceln, ist es nicht eher ein Recyceln, Sekundärstoffe? 
Barnabas H. Knitl antwortete am 2008/08/26 03:06:
Ob der Stromberg noch kommen wird?
Und ob es der richtige sein wird? – Nicht der Fernsehfuzzi.

Liebe read An (ich würde Dich lieber anagrammatico Deanera nennen, ist das in Ordnung? – Schön.)
…………
Liebe Deanera,

würdest Du mir einen Gefallen erweisen? Fünfzig % aller "eigentlich"s aus Deinem Kommentar streichen? – Das ist keine Beckmesserei, ich weiß: es ist egal, ob es ein Adverb von "eigen" wirklich geben kann oder nicht, aber: ich krieg davon Kopfschmerzen. (Denn immer, wenn ich es selbst schreibe, durchbohrt mir ein kleines Teufelchen den linken Schläfenlappen! Sympathetisch wohl.)

Sehen wir einmal vom Pochen im Schädel ab, habe ich Deinen Kommentar sofort lieb gewonnen. Warum? Darum:

"Computer werden besser sein als die Natur" eröffnet uns der Stromberg. Ach! Weh! Eheu! Iuiu! Das kann nur jemand schreiben, der keine Ahnung vom Element hat (und der sich doch sprachlich in sie flüchtet, wenn er vom "großen Spiel der kosmischen Elemente" schreibt.
Kosmos + Element – Einsicht in beides = Stromberg). – Und dann lese ich Deine Replik:

"das Wasser ist das einzig formgebende Element & es ist Urspeicher / Aufnahme"

Ein Verweis aufs Element, der Strombergs Aufbauten fein unterhöhlt; ja, das Element, welches von allem Anfang her formt, indem es Leben gibt, zugleich (simultan, Herbst!) alles erweicht, auf- und zurücknimmt, löst (nicht: verdünnt).

Der Seelen Tod ist Wasser zu werden, Wassers Tod Erde zu werden; aus Erde aber gewinnt Wasser Leben und aus dem Wasser die Seele.

Ist dagegen Technologie interessant? Techno-logie, die Rede über Künstliches, wie Stromberg (der, Ironie!, das Element im Namen trägt) sie vorführt? – Stellen wir, Deanera, einen Schachcomputer 30 Minuten in den Regen, und wir werden sehen, wes Interesses er dann sei.

Deine mathematischen Probleme durchschaue ich nicht ganz. Darum vielleicht Verfehlendes dazu:

Wer von 1 hochzählt, hat Zugewinn; wer von einer beliebig hohen Zahl auf 1 herunterzählt, hat ebenfalls Zugewinn. Der Weg hin und her ist ein und derselbe.

Ein Apfel und ein Apfel sind zwei Äpfel. Das sagt aber noch nichts über die 2! Denn diese kann man weder anbeißen noch schälen noch seinem alten Adam reichen, sondern nur – denken als die kleinste Komplexität (platonistisch zumindest).

"Vor der 1 kommt noch was!!" – Aber ja, das, was Denken (der 1) ermöglicht, der Urgrund all dessen, woraus Menschheit erwachsen ist und zu dem sie (zumeist) zurückkehrt: das Element.

Ob das Huhn oder das Ei zuerst da war? Geschrieben steht: "Im Anfang war das Wort." Allerdings: Nicht ganz unproblematisch, man kommt schonmal auf den Hund dabei. Es gibt aber Wort vor dem Wort, wie das Element vor der 1 liegt. Wort, das zum Gedanken strebt und so irgendwann mit Deinen Schemata, Konzepten usf. bis zur Menschheit kam.*

Und die will jetzt west- und mehrheitlich nichts mehr von diesem Wort wissen!

"Reproduzieren", "exakte Kopie", "Recycling"? (Da musz ich jetzt ein wenig weiter ausholen, still hoffend, daß Du noch nicht eingeschlummert bist:)
– Die Cruces um all die homines fabri (unter denen Stromberg noch gemäßigt erscheint) bildet ihre traurig simple Geschichtsauffassung: Fortschrittsgläubigkeit gibt die Richtung vor, unbegrenztes Wachstum die Parole. Eine Gerade bilde die Geschichte, aber mit Zielpunkt: Eschatologie, wie sie selbst der Erfinder des "Archaic Revival" noch zu bieten scheint (oh, hätte er geschwiegen und ein lieber archaische Texte gelesen! Linear B wird er doch können!). Am Ende: Erlösung für alle, oder zumindest unbegrenzten Zugang zu technischem Spielzeug! –
Was ist dem gegenüberzustellen: Der große Kreislauf? Cosmic Recycling? Die Ewige Wiederkehr des Gleichen (auch in Neudeutsch zu haben)?

NEIN: Was zweidimensional wie ein Kreis aussieht, wird, kippt man in die dritte Dimension (wer Augen hat zu sehen…) eine Spirale, auf der es in Stufen hinauf- und hinabgeht, wie gesagt: ein und derselbe Weg. Es geht immer wieder zum Ausgangspunkt zurück, doch auf verschiedenen Graden. Herbst hat diese Figur hellsichtig erkannt, aber leider nur für eine Erzählpoetik fruchtbar gemacht (Abb. 1). Doch es ist der Weg durch den Kosmos, Recycling und Anabasis zugleich. Jene, die sich auf der Geraden wähnen und das Element missachten, kommen vom Weg ab, und die Tangente schneidet den Kreis nur in einem Punkt.

Denn: Wer als Geradliniger und Progressist im Element nur eine chemische Verbindung, Aktivierungsenergie, Mineralienvorkommen oder unreine Gasgemische sieht, der hat sich lange schon ihm entfremdet.

(Neulich träumte mir von Gaston Bachelard, dem Doyen des Element-Bashing. Er stand in einem reich mir chem. Formeln bestickten Gewand und schüttelte seine Rassel gegen die Welt: "Out, out, you demons of stupidity!" – und verpuffte schweflicht. … Warum freilich der Provinz-Franzos hier englisch parlierte, ist mir auch im Wachen nicht klarer geworden.)

1 noch zu 2: Zusammensetzungen sind Ganzes und Nichtganzes, Einträchtig-Zwieträchtiges, Einstimmend-Mißstimmendes, und aus Allem Eins und aus Einem Alles.

Was war das mit der Bildhauerkunst??

Einstweilen adé, Deanera, und fächere ruhig die Stacheln Deiner Neugier auf. Mal sehen, wen oder was Du spießst...



[* Da gärt und gast nun das geile wie ewig
Aus untererd eutern öligkeit
Brackwässer aus löchern röhrenlau
Und quälenden qualm quirlzäh
Geblasenes blendwerk zerblasenes –
Gesteigert in steigende gestalten die auf ringen fliehn
Greislichter grinsend grünig blauig
Formlose irrwische fahrtlose
Verschwält in schwächender schwüle sich.]

再见 
Barnabas H. Knitl antwortete am 2008/08/26 12:22:
Deanerae Nachgetragenes
Werte,

hier noch, was ich heute Nacht zwar assoziierte, aber auf die Schnelle nicht fand (vielleicht paszt es ja Deinem Denken):

Als René Thom, der große Mathematiker, noch jung war und nicht seinen älter werdenden Geist an Aristoteles verkauft hatte, hat er ein Buch über Morphogenese und strukturelle Stabilität geschrieben, das nur aus Heraklit-Zitaten und mathematischen Gleichungen bestand, mit dem Zweck, dass die ganze Mathematik eine Mathematik der Paarungen wird.

Das bestand wesentlich darin, dass er einmal Algorithmen für spitze, hochsignifikante und labile Formen angegeben hat, und andererseits Algorithmen für bergende und langzeitstabile Formen. Also ich wusste sofort, was er meint: Phallus und Vulva. Er hat wirklich versucht, eine moderne sexuelle Mathematik aufzubauen, die besser und präziser ist als die alte pythagoreische Unterscheidung, dass der Mann ein Bein mehr hat als die Frau, drei statt zwei.


(von anderswo) –– kata tous autous potamous 
albannikolaiherbst antwortete am 2008/08/26 16:14:
@read An mit Nachfrage.
(....) Ein Vektor?Sie haben >>>> die gleiche Intuition wie ich. Und wirklich, >>>> er fühlte sich angesprochen.Mal davon ausgegangen, dass 1, das Denken, der Phallus ist. Es gibt Menschen, ähnlich den Synästhetikern, die wirklich Empfindungen zu den einzelnen Zahlen haben.Das mag sein, aber die 1 und der Phallus stimmt ja nur dann, wenn man das erigierte Glied von dem ablöst, was es erst fruchtbar macht; ansonsten hätte ich die Fantasie, daß hier – ebenso wie in Ihrer weiteren Fantasie zum Weiblichen – die 3 zu stehen hätte.2 ist die Dopplung des Einfachen, (erinnert mich jetzt aber an die ungeliebte Resteverwertung bzw. an Eva die aus Adams Rippe erschaffen wurde)
erst mit der 3 realisiert sich die 2, die weibliche Teilung ist. das Wort, meiner Empfindung nach weiblich
meiner nach männlich; das mag aber an unseren Geschlechtszugehörigkeiten liegen und daß uns beiden Wörter nah sind; wobei ich auf den Gedanken, es sei männlich, jetzt erst komme, ausgelöst von Ihrer Fantasie; an sich liegt es mir fern, Abstracta ein Geschlecht zu geben.die eigentliche Formgebungdas Wort wäre bereits Formgebung? Das ist für mich n o c h schwerer nachzuvollziehen. Eher schon das:das Wasser der Gedanken sozusagen (...) das Wasser ist das einzig formgebende Elementfür mich: das Element der Auflösung, auch: des Zurückkehrens ins Ungeschiedene, nicht-Konturierte und d a h e r (mit Paglia gesprochen) weiblich, d.h. anti-phallisch. (Interessant, nebenbei, daß bei der Symbolisierung des Männlichen im Phallus immer, wirklich immer, von den Hoden wegabstrahiert wird; ohne sie wäre er aber rein nichts als ein schlaffes Appendix; wiederum ist die Haut des Gonadenbeutels der Haut der inneren Schamlippen ausgesprochen ähnlich)der weibliche Stachel der Neugier fällt mir da auch noch einNa ja, aber den spüren Männer genauso, sonst hätte es nicht so viel männliche Wissenschaft (männlich betriebene Wissenschaft) gegeben.und was ist jetzt mit dem ReproduzierenBei allem jetzt folgenden hätte ich Ihren Gedanken gerne präziser formuliert, weil ich s o darauf kaum adäquat antworten kann. Reproduktion, etwa in der Musik (etwa durch Istrumentalisten), i s t ja keine Doppelung, reproduziert aber dennoch und produziert doch recht eigentlich auch erst, indem es dem in Noten stehenden Gedachten überhaupt erst zur sinnlichen Erscheinung verhilft, also dazu, überhaupt zu s e i n. 
read An antwortete am 2008/08/26 20:53:
@Barnabas H. Knitl & ANH
Danke für den Namensvorschlag, Deanera, schön.
Zum Wörtchen "eigentlich", ich nenne das gern ein Sicherheitswörtchen der Unsicherheit, sollte ich weglassen, stimmt! Eine interessante Mathematik, labile und begehrende Formen, muss ich mir bei nächster Gelegenheit mal ausleihen, vielen Dank!
Habe ich denn wirklich einen Zugewinn wenn ich hochzähle, das wollte ich mit dem Apfelbsp. ausdrücken, es ist eher eine Dopplung, der erste Apfel nimmt schließlich nicht zu. Aus Sicht der Teilung gesehen kann ich aber aus einem Apfel zwei machen, das ist für mein Empfinden wieder was anderes, entweder mit dem Gemüsemesserchen vom Knos, oder durch genetische Reproduktion, bei der Reproduktion erhalte ich aber doch nur ein Abbild, was wieder eine Dopplung wäre. Etwas bilden, was ging dem Wort voraus das Bild usw. usw. ? Dopplung oder Teilung das ist ein Unterschied, man kann die Zahlen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, oder die Leiter nach oben fallen, alles nur eine Perspektive des Blickwinkels.
Mich wundert ja, das noch keiner bei dem Satz: Mal davon ausgegangen das 1 das Denken, der Phallus ist, aufgeschrien hat. Überflüssig zu sagen das beide Geschlechter vom Stachel der Neugier gepieckst werden, ich sag´s aber trotzdem, nich das hier noch einer denkt, ich hätte was gegen das Denken. Angeregt zu diesem Gedanken hat mich femme in einem Kommentar an ANH, er blende in seiner Bamberger Elegie die weibliche Stimme aus, da fiel mir auf dass die Anatomie der Stimme dem weiblichen Geschlecht ähnelt deshalb habe ich auch bewußt von Phallus als auch Vulva gesprochen. Und sie haben recht Herr Herbst, beim Phallus sind die Hoden wegabstrahiert, Vulva meint allerdings auch nur die äußeren sichtbaren Geschlechtsmerkmale, ist nicht Vagina.
Ein Wort ist auch in gewisser übersetzter Weise, was diesen Kontext anbelangt etwas Äußeres weil geäußertes, geformtes durch den Stimmapperat, ich weiß kein schönes Wort, es ist eine abstrahierte symbolische Form, deshalb auch Vulva das Wort, das Wort ist aber wie Wasser, man kann die Formen aufweichen oder "die verflogenen Fabeln des Windes" (O. Paz) und es beinhaltet dennoch immer eine Essenz. Noch etwas dass mit in meine Überlegung eingeflossen ist, Sie selbst sagen, bezogen auf ihre Dichtung: Einfach machen, die Idee kommt hinterher. Also Wasser als einzigstes formgebendes Element, Erosion durch Wasser, es speichert und trägt ab, abschöpfen fällt mir gerade ein aber im Sinne eines Gedankenspeichers, destilliert man es lange genug erhält man wieder Erde. Vielleicht ist es auch mehr der Vorgang des Sprechens den ich als weiblich empfinde, also die Parole, die, aber darauf beharre ich, dem Wort die Form gibt, naja im Prinzip manovriere ich mich selbst irgendwie in ihre Richtung, fällt mir gerade auf. Andererseits der Vorgang des Sprechens hat ja nun auch was mit dem Atem zu tun...
Das Wasser der Gedanken, das Wort läuft den Gedanken voraus, das Wasser formt das Wort..., kann genauso gut auch männlich sein, liegt vielleicht tatsächlich in der Geschlechterwahrnehmung. Ich glaube mein Denkfehler besteht in der Teilung, 2 ist nur eine Dopplung, oder besser formuliert der erste Komplexitätsgrad, mit noch geringer Komplexität, das ist doch paradox, ein Abstraktum und je höher die Zahlen sind umso abstrakter werden sie. 1 als etwas Vollkommenes oder auch etwas Geschiedenes, je nachdem wovon ich ausgehe?

Zum Reproduzieren und Recyceln sag ich noch was, erstmal das. 
knotscher95 antwortete am 2008/08/26 21:16:
dann sag ich das jetzt, readAn
die 6 wird der erigierte phallus sein und die 9 das weibliche pendant.
hm.
blöd dass das halt so profan klingt.
sorry kleiner einwurf 
read An antwortete am 2008/08/26 21:22:
@Knos
Zu was sagst Du was, zum Reproduzieren und Recyceln? Ja mach mal ich dachte eh das passt ganz gut in deine Ecke! 
read An antwortete am 2008/08/26 21:25:
Sehr schön,
dann hätten wir Frau und Mann wieder vereinigt, 69!!! Irgendwie ne runde Sache... 
oinos antwortete am 2008/08/26 21:29:
Ja,
und im schnitt dann eben 6. wie leicht doch zahelnmystik ist.

sachma, knotscher, zählt man Euch durch? gibt es also noch min. 94 von Dir da draußen? 
knotscher95 antwortete am 2008/08/26 21:43:
- wollte eigentlich nur was zu melville posten, stolperte erst einmal über die zahlen.
und hatte diese platte assoziation. ( 69 - yingyang - vat ... )
es ist für mich aber kein gravierendes problem, das recyclen, das stimmt & das reproduzieren auch nicht.
was mich aber wirklich interessiert ist der widerstand - das widerstehen
und zwar gegen das eigene verblöden ( readAn - gib mir bitte bei gelegenheit hier recht ! ) 
knotscher95 antwortete am 2008/08/26 21:51:
danke oinos, dass du mir den letzten rückzug nicht krummnimmst.
das werden dann wohl klones sein : knotscherdollies.
also an zahlenmystik dachte ich aber nicht - mich beschäftigt her gerade die frage, mit
was man eine leere welt füllt über die ein quintolenloop reitet.
ich meine die frau könnte ja auch die 7 sein, dann wäre sie vielleicht etwas streng
oh jetzt verhedder ich mich aber ... 
read An antwortete am 2008/08/26 21:52:
noch was zur 69
rund, zyklisch, Recyceln, die Ökostellung... ach Mist, immer wenn Du auftauchst Knösgen, kann ich nich mehr ernst bleiben..., das Knos-Gen 
read An antwortete am 2008/08/26 21:57:
@Knos
Wieso, bin ich denn schon soweit verblöde ich schon oder willst Du dich schon wieder selber runterputzen? 
knotscher95 antwortete am 2008/08/26 22:06:
iwo
( du solltest mir attestieren dass ich am verblöden bin. )
ich verstehe vieles an der laufenden verhandlungssache nicht, so ist das.
z.b. die 1 wäre das denken ?
coitus ergo scum ?
aber ganz recht, wollte mich anscheinend nur mal ein wenig als null dazwischen gehechtet haben. 
read An antwortete am 2008/08/26 22:29:
@knos
Naja, zumindest hat das schon mal was mit Platon zu tun, Zahlen als Träger der innersten Idee auf denen alles weitere Denken aufbaut. Ideen, meint hier aber Urbilder...

Was soll ich, attestieren beim Verblöden oder dir ein Freischeinatest ausstellen? 
knotscher95 antwortete am 2008/08/26 22:39:
oh ich hab platoon leider nicht gesehen ( o. stoned wenn ich folgerichtig rekapituliere )
bin ganz ohr.
dazu sag ich aber noch : der inhalt gibt die form vor, so trocken das dann klingt.
aber das mit dem wasser gefällt mir schon mal.
ich bin auch dafür es fliessen zu lassen.
der mensch ( inhalt ) baut sich sein haus ( form ) 
read An antwortete am 2008/08/26 22:52:
ich auch nicht, das ist ja das Tolle,
der Aikmaier hat mir das mit der 1 in den Kopf gepflanzt, aber nich das mit dem Phallus, und das hab ich dann weitergesponnen, bin also so zu Platon gekommen, ich bewege mich immer rückwärts Vorwärts!!! 
Aikmaier antwortete am 2008/08/26 23:04:
@ read An,
besten dank, daß ich Dir nichts mit dem phallus in den kopf gepflanzt habe! (bist Du mit knotscher auf ner party, oder so?)

was rückwärts-vorwärts angeht: auch krebse sind wasserwesen!

lg 
knotscher95 antwortete am 2008/08/26 23:11:
ich auch nicht.
gibt es ein zurück readAn ?
ich denke nicht, wohin denn ?
allerdings aus dem rückwärtigen schöpft befangenheit die moralisch ist.
selbst wenn sie ihre moral als unmoral im aussen wendet.
naja.
was suchst du nochmal bei platon ? 
read An antwortete am 2008/08/26 23:18:
@Aikmaier,
Das ist eine Interfaceschnittstellenparty, nee Quatsch kann man das sagen?
Krebse laufen doch aber seitwärts, ein Kameleon wippt vor und zurück, Täuschung, will ein Blatt sein. 
knotscher95 antwortete am 2008/08/26 23:19:
ach aikmaier -
hab c2- 17 an die bücher gebracht ( gefühlsmässig )
ein wegstreichen weniger noten war erforderlich.
falls sies nicht bekamen, wenn da was fertig wird, mach x mal da raus ...
ansonsten war doch die eins irgendwie schlüssig
readAn hat das szepter der 1 ergriffen ! 
read An antwortete am 2008/08/26 23:29:
Soso, bin ich jetzt schon Dschungelkönigin!!! 
Aikmaier antwortete am 2008/08/26 23:59:
@ party people
ich kann mir nicht helfen, read An: wenn ich vom phallus lese und dann von einer "Schnittstellen-Party", beschleicht mich die kastrationsangst. also werde ich mich zurückziehen und der jugend ihren spaß lassen.
(rappel: les fleurs coupables... et doucement avec le sceptre, non?)

@ knotscher: gern. schicken Sie alles, was Ihnen herausgebbar erscheint. wenngleich ich gestehen muss, daß die exempel bislang für meinen geschmack arg minimal waren, wenn Sie verstehen... 
knotscher95 antwortete am 2008/08/27 00:03:
das zu beurteilen fällt mir nicht gerade leicht, sozusagen wäre also eine levitation
angesagt.
also ein exitus aus dem zahlensalat hin zu symbolen wie banane, cellohals, womöglich meinem pharynx - ich hoffe es ist nicht der larynx, lianen !
und der hochprofessionell malenden cheeta.
das und/oder gatter ? 
knotscher95 antwortete am 2008/08/27 00:11:
@ aik.
versteh ich als eine art sich nicht genötigt zu fühlen. :)
aber jugend ?
hab ich da was falsch kanalisiert ?
schreck lass nach !
und wer hat denn kastrationsängste ?
jetzt gehts dann doch zum lobotomischen schnitt ? 

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