Zibebe meinte am 2008/03/19 23:43:
Wie Herr Herbst es bereits beschrieben hat, ist das Unerhörte an diesem Roman, die Hauptperson, nicht Aue sondern der Leser. Er ist Voraussetzung für diesen Roman. Das gilt natürlich für jegliche Art von Kunst. Hier aber bleibt der Leser, sofern ich das nach bisherigem Verfolgen der Diskussion beurteilen kann - kein Fremdling, der das Geschehen aus einer Distanz heraus betrachtet, er wird sich selbst gegenübergestellt. Ähnlich, denke ich verhält es sich mit solchen Aufnahmen, die sich einem sogar bis ins Mark einbrennen. Etwas so Unbeschreibliches durch Fotografie zu bannen oder zu "verdinglichen" funktioniert allenfalls während dem Akt des Fotografierens. Sich aber dann dieses Bild anschauen, dieses direkte und konkrete Anschauen von mir, dem Betrachter - zeigt mir nicht nur ein Bild mit ungeheuerlichem Schrecken sondern noch etwas anderes und das ist es womöglich was einen so absolut erschüttert, wie bei Littells Roman - die Voraussetzung für eine Aufnahme wie diese!
Und die Voraussetzung bin ich, bist du!
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4796938/#4799540





















