sirenomele (Gast) meinte am 2007/12/21 04:50:
isenstein
lichtauge, dudaoben, bin ich frau gwordn im siemensechzigstn frühling wer hätte das gedacht mitm pfahl inne eierstöcke augn zuverflucht! - zsammenreißen - aber ehrlich gesagt hab ich mich immer schon gefragt, wie sich das anfühlt mitm fleischlichen dingsbums penis verfluchteviecher un jetz brennts wie die zau da unten siehste doch alles aufde erde un ich kanns ja nich zudecken madonna, nich mehr, mit deim schutzmantel da guckste hä? weil ich numal kein geld hat fürne ordntliche fahrkarte nach isenstein draußen geschlafn aufm deck un inner obhut vom himmeldafallnherabdieträumelein wenn ich obn bin reiß ich dir das heiligste auf mitn zähnen biste heilig aufm hohn e schreist, wie sichs gehört heilige kacke heute is frühling. sühüzerrohosen varwer munt, kuhummundmahache michge sunt, kuhum kuhum kuhumundmache michge sunt, süezer süezer süezerrosen varwer munt -
un das meer wogtun wogt komm ich doch noch zum weinen wenns so schaukelt so kurz vor szammenreißenszammenreißenszammenreißen sei vieh herz! auch! augen auf! na? -
hell alles verstrahlt irgendwie. war nicht so schlecht alles, das leben, hab alles gesehen nur isenstein nich. und nen mann. n mann hätte sein können, n schöner mit bart un dunklm haar auf der brust, ah - verfluchthätteseinkönnen damals.
da läuft was.
da läuft wasverflucht wie wasserausennaugen.
kuhumekuhume gselle -
mîn -
ihichentbihite -
harte -
dîn -
ihich -
ehent -
bihiteharte -
harte -
dîn -
kuhum -
kuhum -
kuhume kume -
kume
kume
fast keine mehr, schmerzen diewerdnvergehn wie in n himmel aufsteign, schauen ich schaue ja reiß dich zsammen isenstein sehen! einmal! nur e i n m a l wollt ich – bald, bald oder nicht mehr ihpinsinanirgenadechomen immer, immer in jedem fall seh ich island.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4552223
peer dhu (Gast) antwortete am 2007/12/21 16:29:
schwärmen was sonstDie schmerzen das herz die frau
Hineingeworfen herausgeworfen aus sich selbst.
Feucht wie der abend der tag die nacht
Es regnet nicht
Einsam an der tastatur
Die finger gefroren, das herz
Poesie nur geahnt
Das fliessen die frau
Hinausgeworfen mit ein wenig abstand
Abstand halten ( inzestverbot )
Den signifikanten an der mitte halten
Protreptik vermeiden
Ever love
ever
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4553670
peer dhu (Gast) antwortete am 2007/12/21 17:30:
paralipse
ist die vermeidung eines themas selbst das thema ?frage für kinder.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4553805
albannikolaiherbst antwortete am 2007/12/22 12:24:
@sirenomele (zu: isenstein {1}).
Ich möchte auf diesen Text, den ich nach mehrmaligen Lesen trotz einiger sprachlicher Verständnisprobleme für g r o ß halte, später eingehen, wenn ich mehr Zeit habe als jetzt. Mit ist aber wichtig, Ihnen das eben hinüberzuspiegeln.ANH.
[Es ist fast ein Gegentext zu >>>> dem hier direkt vorhergegangenen; Dichtung nämlich. Das will ich begründen.]
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4555150
sirenomele (Gast) antwortete am 2007/12/22 22:14:
( - ein schöner lichtreflex, so kurz vor weihnachten.)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4556341
albannikolaiherbst antwortete am 2007/12/28 16:42:
@sirenomele (zu „isenstein“). Nun aber.
Es ist immer sehr viel schwieriger zu begründen, weshalb man etwas g u t findet, als wenn sich Kritik anbringen läßt. An diesem Text läßt sich k e i n e Kritik anbringen, nicht berechtigterweise. Wer das Gegenteil meint, möge sich bei mir melden und die Auseinandersetzung führen. Ich bin, in einem Wort, hingerissen. Auch wenn ich eine Grundfrage habe: Was ist der Pfahl in den Eierstöcken? Und weshalb konnte er verhindern, daß diese Frau einen Liebesakt erlebt? Das ist mir dunkel geblieben. Macht aber nichts. Es ist so. Der Text sagt es, und wir haben das, um ihn zu verstehen (also nachzufühlen), zu akzeptieren.Akzeptiert man das, dann stimmt hier wirklich alles. Aber nicht nur das. Das leise Lied („Komm und mache mich gesund“ - ein mittelalterliches Gebet, offenbar, das Sie hier höchst geschickt ins Bajuvarische verschleifen, um es dann in der alten Schreibung wieder aufzunehmen – fantastisch!) trägt durch den gesamten Text, man hört fast die Melodie. Dabei ist das Geschick, mit dem Sie aus dem Lied in innere Monolog-Wendungen hineingehen, mehr als bemerkenswert. Etwa das: un das meer wogtun wogt komm ich doch noch zum weinen oder hier, da wird es wieder Gedicht:
kume
fast keine mehr
Diese kleine Dichtung, liebe sirenomele, gehört veröffentlicht. Ich habe mir eben erlaubt, den Text zu kopieren und an das Hessische Literaturforum im Mousonturm Frankfurtmain zu schicken, mit der Frage, ob sie ihn nicht in die nächste Ausgabe >>>> des von dort herausgegebenen Literaturmagazins aufnehmen wollen.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4566358
albannikolaiherbst antwortete am 2007/12/28 16:56:
@peer dhu (zu „schwärmen was sonst“).
Hineingeworfen herausgeworfen aus sich selbst.[:das ist zu deskriptiv für ein Bild, sowieso, über die Rhythmushänger.]
Feucht wie der abend der tag und die nacht
Es regnet nicht
Einsam an der tastatur [: ahh!, wirklich?? Wirklich die Situation des einsamen Schriftstellers? Ist das unterdessen nicht arg z u larmoyant?]
Die finger gefroren, das herz
Poesie nur geahnt [:ebenfalls:: die Unfähigkeit zum Thema zu machen ist k e i n gutes Thema. Das war es übrigens noch nie.]
Das fliessen die frau [Was meinen Sie?]
Hinausgeworfen mit ein wenig abstand
Abstand halten [:Das wiederum ist gut!] ( inzestverbot )
Den signifikanten an der mitte halten [:auch gut, sogar sehr]
Protreptik vermeiden [:unklar, weshalb Sie >>>> das vermeiden wollen. Und Sie >>>> merkten es ja selbst. Dafür ist das Ende wieder sehr schön:]
Ever love
ever
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4566379
sirenomele (Gast) antwortete am 2007/12/29 18:30:
zu "isenstein"
wowich danke.
- was den "pfahl inne eierstöcke" angeht, muss ich aber sagen, dass mir da tatsächlich ein fehler unterlaufen ist. obwohl sie da - und das find ich schön - auch trotzdem irgendein verständnis dafür hatten. die situation, die ich als kontext im kopf hatte, war ja: alte frau, jungfrau aus keinem besondrem grund außer verpasste gelegenheit - gibt es ja in diesen generationen - , hat auf dem deck unter freiem himmel geschlafen - wurde die nacht vergewaltigt. der pfahl ist - mhm, der sündenpfahl und das männliche geschlechtsteil zugleich. gleichzeitig könnte es natürlich auch ein penetrationsobjekt sein oder eine mordwaffe oder beides... das ist nicht sehr glücklich rübergekommen und auch mal wieder zu viele vorstellungen in einem.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4568947
albannikolaiherbst antwortete am 2008/01/02 06:43:
@sirenomele (zur Veröffentlichung von Isenstein).
Der Redakteur von >>>> L. hat mir geschrieben, er nähme Ihren Text g e r n e in die nächste Ausgabe mit hinein. Wenn da dann als Autorin nicht "sirenomele", sondern Ihr wirklicher Name stehen soll, bitte ich Sie, ihn mir >>>> übers Kontaktformular der fiktionaeren Website schnellstmöglich mitzuteilen. Zur Sache selbst:
Ja, dann geht das mit dem "pfahl inne eierstöcke" so nicht, zumal es ja eine Anspielung an 2 Korinther 12 ist und Versuchung symbolisiert. Eine Vergewaltigung ist sowas nun wirklich nicht. Abgesehen davon weiß ich zwar, daß, besonders in Kriegszeiten, auch alte Frauen vergewaltigt werden, aber in Ihrem Kontext kommt mir das als arg an den Haaren herbeigezogen vor. Dennoch, ich würde es so stehenlassen, als Rätsel, kann man sagen, auch wenn Ihre Autorinnenintention eine ganz "falsche" gewesen sein sollte.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4576617
per dhu (Gast) antwortete am 2008/01/06 05:04:
das ist die konnotationswolke.ich selbst verband den text mit ganz für mich synoptisch aufgefasster derber
erotik / phallusleidenschaft / grenzgängertum ( alkoholisierterweise ) / sympathie
+ merkwürdiger magie - man verwende kürzel ( die immer klingen, weil fremd )
appetitlosen appetit sozusagen weil stets unerfüllbar - vielleicht schamanismus.
wie man / frau sich dazu stellt : es leben die schamaninnen.
denkbare zeit vorangestellt, es gibt in der tat nur die verzweiflung trotz der
unglaublichen nähe.
da kaspert mann sich einen ab & frau wie mann sieht desweiteren.
es ist so anziehenjd fremd und dunkel.
muh.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4586821
peer dhu (Gast) antwortete am 2008/01/06 05:28:
versuche hier schon seit geraumer zeit eva meyers "zählen und erzählen" mirgefügig zu machen ( natürlich nur als textzähmungsobjekt, das als solches
allerdings nicht in frage gestellt ist - ich hoffe sie verstehen diese ironie )
dei verflüssigung der frau bezieht sich wohl auf die bartholinische drüse.
nietsche, als er von der peitsche sprach, bezog sich auf den artikel.
die peitsche, die frau, die weisheit.
er wollte gelegentlich in die HÖHE schreiben.
und wir und er müssen passen.
es gibt keine höhe.
der apfel fällt nicht weit vom stamm aber auch nicht weit genug runter um
dem baum genügend referenz erweisen zu können.
axiomatisch allgemein.
es gibt keinen baum.
das ist das ver/heer/ende problem.
wir werden es nicht lösen.
sie können bestimmt auch fliegen.
fleigen sie in die worte.
die worte geben aber den rythmus nicht vor.
nichts.
ein jeweils grosses geheimnis der individualität.
als musiker gehört der rhytmus dann ins fest der worte : oder dahin wo man alles
bekopmmen kann & nichts will.
SIC.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4586827
peer dhu (Gast) antwortete am 2008/01/06 06:32:
noch ein schon vorgefasstes persönlichses statement zur wortproblematik ohnewiedererkennungssehnsucht.
Breaking that even point /.
- introduktion of 3 former mind-players -
: Wie klein aber nimmt sich doch die gier und der neid der reichen und superreichen aus gegenüber der :
- g e s t a l t u n g s f r e u d e , der i n g e n i o s i t ä t und der immensen kraftanstrengung , die wir noch zu v o l l z i e h e n hätten , um diesen planeten wenigstens v o r ü b e r g e h e n d im G A N Z E N R E T T B A R erscheinen zu lassen ?
Eddie weinte. ( zuweilen, backspace )
Irgend etwas in seinem halt sehr wohl zerknirschbaren innenraum brach dann heraus bis unter die wurzeln seiner sensiblen haarsträhnen -
etwas schütteres / verarmt spärliches / hungriges, das sich immer mehr zu verlieren glaubte ...
„ SEIEINBRAAVERBOY,SUCHDIREINunauffälligesTOYYY ? “
Im zuge dessen verspürte er so eine melancholie, die sich auf alles zu fixieren suchte,
was uneindeutig und kaum erkennbar zäh ineinandergeflossen war.
Was hatte der letzte frühling ihm nicht z.b. noch schnippisch hereingeflötet ?
Er zerkaute ein paar kalte, analytisch verbrämbare wortlarven, PHRASEN-artefakte.
Therapieanliegen.
Therapieauftrag.
Therapiewilligkeit.
Ein üblicher frühling ?
„ Metamorphosen, knospen, schüttelreime. Rap. “
Die kinder hamms aber noch gut ?
„ Er hing NOCH herum wie die breitgrinsende katze auf seiner matratze &
kannte keine hetze, kannte keine hektik,
nannte die sterne nicht beim namen. “
Damals auf jeden fall nicht.
Gemütlich bastelte er sich also ( demzufolge aus notwehr ) überaus helle joints, fischte nach den büchern aus dem regal, atmete tief aus, - und zog sie sich rein :
LASS DOCH DIE WORTE PLASTISCH WERDEN UND TANZEN !
- TANZE DANN IN DEN INNENRÄUMEN DER WORTE MIT.
Und so ebbte meist allmählich der schmerz ab, aber laut begann er dann oftmals leider
das schreien stets grundlos gequälter zu vernehmen - er musste sich u.u. die ohren zuhalten, obwohl es vielleicht überaus still um ihn war, desöfteren bisweilen absolut lautlos - - -
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4586845
sirenomele (Gast) antwortete am 2008/01/08 00:08:
isenstein (II)
(ich habe versucht, an dem text zu arbeiten. das war aber schwierig, denn so bescheuert die idee im hintergrund war, bildete sie doch die substanz. möglicherweise ist die folgende version etwas wässrig geworden?)ichtauge, du daoben bin ich frau gwordn im siemensechzigstn frühling wer hätte das gedacht wien ordntlicher mensch, verfluchteviecher augn zuverflucht! – zsammenreißen – un jetz brennts wie die zau da unten siehste doch alles aufde erde weil ich numal kein geld hat fürne ordntliche fahrkarte nach isenstein draußen geschlafn aufm deck un inner obhut vom himmeldafallnherabdieträumelein un ich kanns ja nich zudecken madonna, nich mehr, du mit deinm schutzmantel, da guckste hä? aber wenn ich obn bin reiß ich dir das heiligste auf mitn zähnen biste heilig aufm hohn e schreist virgilium lilium wie sichs gehört heilige kacke heute is frühling.
sühüzerrohosen varwer munt, kuhummundmahache michge sunt, kuhum kuhum kuhumundmache michge sunt, süezer süezer süezerrosen varwer munt -
un das meer wogtun wogt komm ich doch noch zum weinen wenns so schaukelt so kurz vor zsammenreißenzsammenreißenzsammenreißen sei vieh herz! auch!
augen auf! na? -
hell alles verstrahlt irgendwie. war nicht so schlecht alles, das leben, hab alles geträumt un alles gesehen nur isenstein nich. und nen mann. n mann hätte sein können, n schöner mit bart un dunklm haar auf der brust, ah - verfluchthätteseinkönnen damals.
da läuft was.
da läuft wasverflucht wie wasserausennaugen.
kuhumekuhume gselle -
mîn -
ihichentbihite -
harte -
dîn -
ihich -
ehent -
bihiteharte -
harte -
dîn -
kuhum -
kuhum -
kuhume kume -
kume
kume
fast keine mehr, schmerzen diewerdnvergehn wie in n himmel aufsteign, schauen ich schaue ja reiß dich zsammen isenstein sehen! einmal! nur e i n m a l wollt ich – bald, bald oder nicht mehr immer, immer in jedem fall seh ich island.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4593438
peer dhu (Gast) antwortete am 2008/01/10 21:16:
erste fassung : lichtauge
schliesse mich ( doch ) der meinung an dass dieser text nicht zu korrigieren istweil perfektion ausströmend.
( vergessen sie bitte den kram den ich dazu assozierte, werde ab jetzt solche peinlichkeiten vermeiden versuchen )
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4604804
peer dhu (Gast) antwortete am 2008/01/10 22:40:
in ihrer redigierten fassung nimmt das "wie ein ordentlicher mensch" und die streichung der pfahl-figur meiner meinung nach sowohl tempo als auch interpretatorisch mögliche multipolarität raus.vergessen sie viell. manchmal ein allzu gewissenhaftes über-ich, zu dem sie sich in ihrer selbstkorrektur herabliessen.
im allgemeinen natürlich nicht die konrolle verlieren : sie kontrolliert ja stets
auf anderen plateaus - man glaubt es kaum - mit !
dhu
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4605052
peer dhu (Gast) antwortete am 2008/01/10 23:15:
stell das jetzt noch dazu, musste mir grad einfallen.Die frau ist die erfahrung, der mann ist der versuch ?
Es gab garantiert den moment als die frau unter den himmel und die bäume und
neben die felsen und berge und pflanzen trat und ergriffen war.
Sie sah sich.
Aber sie durfte sich lieben.
Sie war durch sich geworden.
soinetwa.
soorie at that place.
das dhu
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4605158
hertha dohm alias peer dhu (Gast) antwortete am 2008/01/11 03:42:
sehn sie sich bitte meine relativ unbeholfenen bemerkungen auf der startseitezum "freien willen" an :
die entscheidung ist immer das letzte und doch durfte sie nie nie souveränität besitzen, nicht ?
höre gerade monstermagnet spine of god und fühle mich absolut nicht antik.
von wegen air und dusapin und burt bacharach die letzte.
der verstand sagt uns nichts insofern er die ausgeburt einer sammelleidenschaftlichkeit
darstellt, das auge isst mit.
holding the spirit to flow beneath.
the waves.
ihr dhu
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4605472
sirenomele (Gast) antwortete am 2008/01/12 20:19:
@ das dhuja, da geh ich ganz mit, was die oben besagten rhythmischen probleme in der zweiten version angehen. ich werde das textchen wohl wieder der ersten version anpassen, nur einige korrekturen und den dummen pfahl rausnehmen, d.h. schlicht streichen.
das "allzu gewissenhafte über-ich"... ? - weißt dhu, ich bin schlicht von haus aus gewöhnt, nicht sonderlich viel zu sprechen und allzuviel gelaber löst bei mir auch aggressionen aus. trotzdem habe ich das bedürfnis, zu schreiben. das einzige, was man da tun kann, ist, sinn-voll zu schreiben - wobei der "sinn" nicht platter "inhalt" sein muss - . ich hoffe, damit der sprache überhaupt etwas sinn zurückverleihen zu können, für mich wenigestens. sie scheint mir oft leer, ausgehöhlt und falsch, die sprache, im alltag.
und meine intuition ist der dheinen vielleicht nicht sehr fern (- musik). aber ich bin kein jazzer und jammen ist schon gar nicht mein ding. und so wird man dann notgedrungen dicht und dichter. (oder vielleicht bin ich da auch mehr frau. ich bevorzuge, hin und wieder ein einzelnes ei zu produzieren, klein, weiß, hart, anstatt die wände mit abermillionen von spermien zu befeuchten. - das ist nicht abwertend oder sexistisch gemeint. wenn ich gewissenhaft wäre, würde gar nichts kreatives zustandekommen, wenn ich aber gar nicht gewissenhaft wäre, würde ich einfach nur jede menge bullshit produizieren.)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4539512/#4609847





















