sho-shan-nah meinte am 2007/11/29 23:55:
unbedingt, allerdings unverbindlich
Er: Ich habe Sie gestern im Theater gesehen. Ulrike Maria Stuart. Sie saßen in der Loge. Mh... Ficken?Sie: ...
Er: Ja, ich weiß, das ist nicht gerade die galanteste Anmache. Ich...
Sie: Ganz im Sinne Jelineks! Hahahaha! Das ist mir wirklich noch nie passiert.
Er: Zigarette?
Sie: Bitte.
Er: Feuer?
Sie: Gern. Also, bevor... ich auf Ihre Frage eingehe, möchte ich gerne etwas von Ihnen wissen. Mögen Sie Beethoven lieber dirigiert von Bernstein oder von Karajan?
Er: Karajan. Und Sie?
Sie: Ja. Panzer oder U-Boot?
Er: Panzer. Äh... Was mögen Sie lieber? (Ich verstehe kein Wort)
...
Sie: U-Boote. Vanille oder Schokolade?
Er: Sie stellen komische Fragen! Vanille!
Sie: Ich habe mal gehört, Schokolade mögen die aufregerenden Typen. Na los, Sie sind dran!
Er: Wie?
...
Sie: Fragen Sie egal was! Spielen Sie mit!
Er: Ah.
...
Er: ... Knoblauch oder Zwiebel?
Sie: Knoblauch. Sonne oder Mond?
Er: Mond. Bach oder Metallica?
Sie: Bach. Sub oder Top?
Er: heeeeey! Sie haben den Ring bemerkt.
...
Linke oder rechte Hand?
Sie: Rechts.
...
Dort müssen wir in der Tat einbiegen, Sie laufen ja geradeaus.
Er: Oh, verzeihung, ich war abgelenkt.
...
Sie sind so still.
Sie: Marschmusik oder Walzer?
Er: Marschmusik! Jawoll.
Sie: Sehr schön. Wir sollten mal einen Ausflug im Panzer machen.
Er: Wenn Sie meinen. Wo sind wir?
Sie: Ganz in der Nähe meiner Wohnung. Noch ein paar Straßen weiter.
Er: Romantische Zweierbeziehung oder Polyamorie?
Sie: RZB. Und Sie?
...
Er: Ich bin mir nicht ganz sicher.
Sie: Atmen Sie lieber den Geruch von heißem Fett oder nassem, heißen Asphalt ein?
Er: Letzteres.
Sie: -
Er: Mir fällt gerade kein Gegensatzpaar mehr ein.
...
Da haben Sie mich ja ganz schön beiläufig aus den mir bekannten Stadtteilen weggelotzt.
Sie: Es steht Ihnen frei, jederzeit ein Taxi zu rufen und mich stehenzulassen. Immerhin fragten Sie mich genauso beiläufig auf offener Straße nach unverbindlichem Sex.
...
Er: Auch wahr. Noch eine Zigarette?
Sie: Danke, ich habe eigene. West ist nicht so meine Marke.
Er: Sondern?
Sie: Raten Sie!
Er: Mhh, Marlboro, Marlboro lights, möglicherweise sogar die 100er. Richtig?
Sie: Falsch.
Er: Vogue Menthol? Ach, Feuer, entschuldigung.
Sie: Danke.
...
Skifahren oder Schlitten fahren?
Er: Schlitten. Fuchs oder Hase?
Sie: Fuchs. Wir sind da.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4478322/#4494168
albannikolaiherbst antwortete am 2007/11/30 09:52:
@sho-shan-nah (zum Dialog).
Da habe ich aber lachen müssen heute früh um fünf, als ich Ihren Text überflog! Das ist ganz ganz wunderbar. Dennoch, wie immer, die Detail-Teufelchen:Sie:
Er: Wollen wir ficken? Ich meine...
Sie: Jelinek?
Er: Jelinek.
Sie:
Er: Zigarette? [:Ausgezeichneter Übergang!]
Sie: Bitte. [Für die Mitleser: Dieses „Bitte“ im Sinn von „Ja, gerne“ ist ausgesprochen geschickt, weil es gerade an dieser Stelle und nach dieser frechen Aufforderung („ficken“) bereits zeigt, daß SIE im Prinzip bereit ist, sich einzulassen. Allerdings, wie wir gleich sehen werden, führt diese Frau an IHM erst noch die Fingerprobe durch.]
Er: Feuer?
Sie: Gern.
Er: Karajan. Und Sie?
Sie:
Er: Panzer. Und S i e
... [Die Pause retardiert. Vermeiden!]
Sie: U-Boote. Und Vanille oder Schokolade?
Er:
Sie: Ich habe mal gehört, Schokolade mögen die aufregerenden Typen.
[Jetzt m u ß er reagieren, wenn er diese Frau nicht verlieren will. Also:]
Er: Das tut mir jetzt leid für Sie.
Sie: Mir auch. Egal. Sie sind
Er:
Sie: Logisch.
[Hier eine Klammer zum Anfang einfügen, Leitmotivik; zum Beispiel so:]
Er: Jelinek oder Strauß?
Sie: Goethe. Hätten Sie jetzt nicht gedacht. Weiter!
Er: Ah.
...
Er: ... Knoblauch oder Zwiebel?
Sie: Knoblauch. Sonne oder Mond?
Er: Mond. Bach oder Metallica?
Sie: Bach. Sub oder Top?
Er: heeeeey! Sie haben den Ring bemerkt.
...
Sie: Rechts. [Sehr gut, daß Sie sie hier „rechts“ und nicht etwa „rechte“ sagen lassen. Aber immer direkt bleiben und das jetzt sprachlich anschließen: rechte Hand zu rechter Einbiegung:] Rechts müssen wir lang. Nicht
...
Dort müssen wir in der Tat einbiegen, Sie laufen ja
Er:
Sie sind so still.
Sie: Marschmusik oder Walzer?
Er: Marschmusik! Jawoll.
Sie: Sehr schön. [Klasse!!!!:] Wir sollten mal einen Ausflug im Panzer machen.
Er: Wenn Sie meinen. [Reine Verlegenheitslösung. Besser sowas:] Zu eng.
Sie:
Er: Romantische Zweierbeziehung oder Polyamorie?
Sie: RZB. Und Sie?
Er:
Sie: Atmen Sie lieber den Geruch von heißem Fett ein oder von nassem, heißen Asphalt
Er: Letzt
Sie: - [:Das ist auch wieder eine Verlegenheit. Lassen Sie SIE hier ganz leicht anzüglich werden, denn sie w i l l ja verführt werden, aber so, daß s i e das Spiel leitet:] Wade oder Lende?
[Das können Sie ihn aufnehmen lassen, wobei er sich vertut, das aber statt eines „Entschuldigung“ (das er bei einer solchen Dynamik n i e sagen darf) durch sein „Mir fällt gerade kein Gegensatzpaar mehr ein“ wieder zurücknimmt. Also:]
Er: Mit oder ohne? [Er meint Kondome, logisch. Merkt, daß das eine Spur zu weit ging, und sagt j e t z t:]
Er:
-----
[Das Folgende knistert nur so vor Papier:]
...
Da haben Sie mich ja ganz schön beiläufig aus den mir bekannten Stadtteilen weggelotzt.
Sie: Es steht Ihnen frei, jederzeit ein Taxi zu rufen und mich stehenzulassen. Immerhin fragten Sie mich genauso beiläufig auf offener Straße nach unverbindlichem Sex.
------
[Diese ganze Straßenverwirrung führt zu weit ab. Die sind auch, nach Dialog in Echtzeit, für sowas noch nicht lange genug unterwegs. Viel besser ist es, Sie nehmen hier den Anfang wieder auf, etwa so:]
Sie: Ficken oder faire l'amour? Oder wolln Sie lieber ein Taxi rufen und mich stehenlassen?
[Sparen Sie hier die Reflektion über unverbindlichen Sex. Die beiden sprechen sowieso die ganze Zeit drüber, und jeder merkt das. Die beiden merken es auch, aber zur Regel gehört, daß man das nun gerade n i c h t verbalisiert, sondern es an etwas ganz anderem aufhängt. Deshalb fängt ER die Situation nun s o auf:]
Er:
Sie:
Er: Sondern? [Nein! Sondern das Spiel wieder aufnehmen. Das ist raffinierter:]
Er:
Sie: Falsch.
Er: Vogue Menthol? [Er muß die Führung wiederkriegen. Deshalb:] Das ist ja furchtbar! Ach, Feuer, entschuldigung.
Sie: Danke. [Anziehen ohne Absatz und Pause:] Skifahren oder Schlitten
Er: Schlitten. Fuchs oder Hase?
Sie: Fuchs. Wir sind da. [D a s geht raffinierter, zumal die Füchsin s i e ist:] Fuchs, wir sind da.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4478322/#4494684
sho-shan-nah antwortete am 2007/11/30 13:51:
@Albannikolaiherbst
Hm, welche Zeitung? (Ich weiß von nichts. Da kam nur "die Musikwissenschaftlerin prüft den Kulturkonsumenten" in mir durch.)Zum O: "Er" sollte ihn um den Hals tragen. Allerdings sind die Tragekonventionen von Szene zu Paar etc. unterschiedlich.
Die Autorenfrage als fließenderen Übergang einzuschieben ist eine gute Anregung, mit den Straßen und dem Weg muss ich mir noch was überlegen.
Vielen Dank für Lob&Vorschläge.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4478322/#4495473
albannikolaiherbst antwortete am 2007/11/30 15:59:
@sho-shan-nah (Dialog ff).
Zum O: 1) Dann ist es kein "Ring", sondern ein "Reif". Die Unterscheidung mag in der Szene keine Rolle spielen, in der Sprache tut sie's sehr wohl.
2) Das mit den Tragekonventionen mag stimmen. Aber wenn ER diesen Reif trägt, ist seine Rolle definiert. Das zerstört Ihnen dann den ganzen Dialog, abgesehen davon, daß ich es für unmöglich halte, daß ein Dominanter je so etwas tragen würde; mir selbst wären, als Dominanter, Erkennungszeichen an sich schon suspekt. Auf der submissiven Seite ist das genau anders: Beide Positionen sind komplementär. Nicht einmal für einen Switcher kann ich mir vorstellen, daß er außerhalb eines festen Settings solch ein Erkennungszeichen trägt. Mir sind allerdings Switcher-Positionen insgesamt nicht nachfühlbar, dennoch kann ich mir vorstellen, daß eine Person C einer anderen Person A gegenüber submissiv, gegenüber Person B aber dominant ist. Gerade da hätten aber Reif oder Ring immer nur in Hinsicht auf Person B, bzw. A eine Funktion. Für einen Dominanten ist überdies allein schon die Vorstellung eines Halshalters physiologisch kaum erträglich. Wenn wir deshalb davon ausgehen, daß ER in diesem Dialog submissiv ist, wird auch seine Anmache ihres psychodynamischen Beweggrundes beraubt. Das würde, wie bei einem Pullover, an dessen einem lockeren Wollfaden man zieht, Ihren gesamten Dialog aufribbeln. Das habe ich ja schon gesagt.
Indirekt gehört auch d a s in diesen Zusammenhang, nämlich die Kulturbefragung und daraus folgend dann auch Ihre Frage an mich: "welche Zeitung"? Hätten Sie mich bei einer solchen Anmache befragt, ich hätte sofort zurückgegeben: "Fragen Sie präziser. Welchen Karajan meinen Sie? Den der 40er, den wichtigen der 50er und 60er Jahre oder den danach?" Oder ich hätte Ihnen wahrscheinlich geantwortet: "Norrington". Und jetzt, außerhalb der eigentlichen Fragestellung, antworte ich Ihnen dazu noch: "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".
P.S.: Da Sie das Thema möglicherweise interessiert: Zu BDSM habe ich mich auch in Der Dschungel verschiedentlich geäußert, etwa >>>> hier; weiteres findet sich schnell, wenn Sie in der hiesigen Search-Funktion "BDSM" oder auch "Mißbrauch", bzw. "Perversion" eingeben. Zum Perversionsbegriff werde ich mich in meiner nächsten Heidelberger Vorlesung eingehend äußern, da allerdings in der Transposition auf einen poetologischen Begriff.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4478322/#4495918
sho-shan-nah antwortete am 2007/11/30 19:11:
O: vielleicht könnte der Ring an einer Halskette hängen, also nicht als Reif getragen? Ich gebe zu, mir darüber schreibenderweise nicht besonders viele Gedanken gemacht zu haben. Allerdings sind mir persönlich schon auch Tops bekannt, welche einen solchen Ring an der linken Hand tragen. Außerdem: sexuelle Rollenverteilung muss nicht mit sozialem Verhalten übereinstimmen, oder? Abgesehen davon haben Sie recht. Den Ring muss man eventuell gar nicht erwähnen.Genauigkeit der Fragen: gut. Klar, da gibt es sicherlich auch noch weitere Spezifizierungsoptionen. Ein bisschen runterbrechen muss ich schon :)
(Jetzt bin ich natürlich neugierig auf die Zeitung.)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4478322/#4496302
albannikolaiherbst antwortete am 2007/11/30 23:47:
@sho-shan-nah (Weiteres).
Es mag solche Tops geben; ich hätte denen gegenüber aber die deutliche Tendenz, sie nicht für besonders dominant zu halten, vielleicht sind sie eher sadistisch als dominant, keine Ahnung. Mir wäre das suspekt. - Zur Rollenverteilung: Da es in Ihrem Dialog um ein erotisches Setting geht und nicht um ein soziales Verhalten (ja, ich trenne da), hängt sehr vieles an dem Ring. Weshalb man ihn um den Hals tragen sollte, will mir als Lösung auch nicht klarwerden... aber vielleicht, weil er nicht paßt, vielleicht hat man zu sehr zugenommen, den Ring aber von einer dominanten Frau geschenkt bekommen, an der man immer noch hängt. Denkbar. Da ich nicht submissiv bin, kann ich nur spekulieren. In jedem Fall müßte das dann Teil des Dialoges sein. In der Tat, Sie brauchen den Ring für diesen (nach wie vor sehr spielerischen und schönen) Dialog nicht.Runterbrechen? Was denn?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4478322/#4496905
sho-shan-nah antwortete am 2007/12/03 00:26:
Verbesserte Version
Er: Ich habe Sie gestern im Theater gesehen. Ulrike Maria Stuart. Sie saßen in der Loge.Ficken?
Sie: Pardon?
Er: Sie haben schon richtig gehört. Jelinek, oder?
Sie: Jelinek?
Er: Jelinek. Ich...
Sie: Hahahaha! Das ist mir wirklich noch nie passiert.
Er: Zigarette?
Sie: Bitte.
Er: Feuer?
Sie: Gern. Eine Frage: Mögen Sie Beethoven lieber dirigiert von Bernstein oder von Karajan?
Er: Karajan. Und Sie?
Sie: Ja. Auch. Panzer oder U-Boot?
Er: Panzer. Wie stehts mit Ihnen? (Ich verstehe kein Wort).
Sie: U-Boote. Und Vanille oder Schokolade?
Er: Vanille, Vanillesoße!
Sie: Ich habe mal gehört, Schokolade mögen die aufregerenden Typen.
Er: Tja. Pech gehabt, mh?
Sie: Passiert. Egal. Sie sind dran!
Er: Ich soll auch sowas fragen?
Sie: In der T(h)at.
Er: Jelinek oder Handke?
Sie: Kleist. Versuchen Sies nochmal!
Er: ... Knoblauch oder Zwiebel?
Sie: Knoblauch. Sonne oder Mond?
Er: Mond. Bach oder Metallica?
Sie: Bach. Sub oder Top?
Er: Soso! Top. Linke oder rechte Hand?
Sie: Rechts. Rechts müssen wir lang. Nicht geradeaus.
Er: War abgelenkt, Verzeihung. [Würde ich gerne drinlassen, ER ist ja auch eher der gepflegte Typ]
Himmelbett oder Wasserbett?
Sie: Himmel, keine Frage. Marschmusik oder Walzer?
Er: Marschmusik! Jawoll.
Sie: Sehr schön. Wir sollten mal einen Ausflug im Panzer machen.
Er: Wie gemütlich. Wann sind wir da?
Sie: Sie sind ganz schön ungeduldig.
Er: Romantische Zweierbeziehung oder Polyamorie?
Sie: ErZetBeh. Und Sie?
Er: Keine Ahnung.
Sie: Atmen Sie lieber den Geruch von heißem Fett ein oder von nassem, heißen Asphalt?
Er: Letzteres.
Sie: Justine oder Juillette?
Er: Mit oder ohne? Mir fällt gerade kein Gegensatzpaar mehr ein.
Sie: Darüber brauchen wir uns doch wirklich nicht unterhalten.
Er: Dann haben wir uns schon geeinigt.
Sie: Oben oder unten? Oder lieber schnell die Biege machen, bevor wir da sind?
Er: Nanana. Noch eine Zigarette?
Sie: Nein danke. West ist nicht so meine Marke.
Er: Marlboro lights oder Fortuna?
Sie: Falsch.
Er: Vogue Menthol? Oh nein! Ach, Feuer, entschuldigung.
Sie: Danke. Skifahren oder Schlitten?
Er: Schlitten. Fuchs oder Hase?
Sie: Fuchs, wir sind da.
------------
Ich habe mich jetzt sehr an Ihren Vorschlägen orientiert, weil ich sie an nahezu allen Stellen passend fand.
Runterbrechen: Na, die Dirigentenfrage. So speziell werden Sie und Er ja nicht.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4478322/#4501706
albannikolaiherbst antwortete am 2007/12/03 07:12:
@sho-shan-nah (zum revidierten Dialog).
Ficken?
Sie: Pardon?
Er:
Sie: Jelinek?
Er: Jelinek.
Sie:
[Das ist jetzt schön!:]
Er: Zigarette?
Sie: Bitte.
Er: Feuer?
Sie:
Er: Beethoven?
Sie: L
Er: Karajan. Und Sie?
Sie:
Er: Panzer. Und
Sie: U-Boote.
Er: Vanille, Vanillesoße [:s c h ö n, diese Anfügung mit der Sauce!]!
Sie: Ich habe mal gehört, Schokolade mögen die aufregerenden Typen.
Er:
Sie:
Er: Ich soll auch sowas fragen?
Sie: In der T(h)at. [:Solch ein Spiel geht in einem Dialog (leider) nicht.]
Er: Jelinek oder Handke?
Sie: Kleist. Versuchen Sies n o c hmal!
Er: ... Knoblauch oder Zwiebel?
Sie: Knoblauch. Sonne oder Mond?
Er: Mond. Bach oder Metallica?
Sie: Bach. Sub oder Top?
Er: Soso! Top. Linke oder rechte Hand?
Sie: Rechts. Rechts müssen wir lang. Nicht geradeaus.
Er: War abgelenkt, Verzeihung. [Würde ich gerne drinlassen, ER ist ja auch eher der gepflegte Typ] [:Dann lassen Sie ihn doch vielleicht einfach n u r „Verzeihung“ sagen... das gäbe einen netten Irritations-Effekt.] Himmelbett oder Wasserbett?
Sie:
Er: Marschmusik! Jawoll.
Sie:
Er: Wie gemütlich.
Sie: Das ist keine Kategorie.
Er: Wann sind wir da?
Sie: Sie sind
Er: Romantische Zweierbeziehung oder Polyamorie?
Sie: ErZetBeh. Und Sie?
Er: Keine Ahnung.
Sie: Atmen Sie lieber den Geruch von heißem Fett
Er: Letzteres.
Sie: Justine oder Juillette?
Er: Mit oder ohne? Mir fällt gerade kein Gegensatzpaar mehr ein.
Sie: Darüber brauchen wir uns doch wirklich nicht unterhalten [:Nein! Schärfer: „Darüber unterhalte ich mich nicht.“].
Er:
Sie: Oben oder unten? Oder lieber
Er: Nanana. Noch eine Zigarette?
Sie:
Er: Marlboro lights oder Fortuna?
Sie: Falsch.
Er: Vogue Menthol? Oh nein! Ach, Feuer, entschuldigung.
Sie: Danke. Skifahren oder Schlitten?
Er: Schlitten. Fuchs oder Hase?
Sie: Fuchs, wir sind da.
Die Ring-/Reif-Problematik haben Sie superb gelöst.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4478322/#4501880





















