Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop

Marlboro, Prosastücke, 1981 Die Verwirrung des Gemüts, Roman, 1983 Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger, Lamento/Roman, 1986 Die Orgelpfeifen von Flandern, Novelle, 1993, 2001 Wolpertinger oder Das Blau, Roman, 1993, 2000 Eine Sizillische Reise, Fantastischer Bericht, 1995, 1997 Der Arndt-Komplex, Novellen, 1997 Thetis. Anderswelt, Fantastischer Roman, 1998, (Erster Band der Anderswelt-Trilogie) In New York, Manhattan Roman, 2000 Buenos Aires. Anderswelt, Kybernetischer Roman, 2001, (Zweiter Band der Anderswelt-Trilogie) Inzest oder Die Entstehung der Welt, Der Anfang eines Romanes in Briefen, zus. mit Barbara Bongartz, 2002 Meere, Letzte Fassung 2007. Bei Volltext. Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen, Poetische Features, 2004 Die Niedertracht der Musik, Dreizehn Erzählungen, 2005 Dem Nahsten Orient / Très Proche Orient, Liebesgedichte, 2007 Meere, Letzte Fassung 2007 Aeolia.Gesang / Stromboli. Mit den Bildern von Harald R. Gratz. Limitierte Auflage, 2008 Kybernetischer Realismus, Heidelberger Vorlesungen. Manutius Heidelberg 2008Der Engel Ordnungen, Gedichte. axel dielmann - verlag 2009 d e

 
buschwindchen (Gast) meinte am 2007/11/24 19:40:
das finde ich jetzt nur noch albern.
wer in seiner vorlesung gewesen ist weiss doch, dass herbst ganz klare vorstellungen hat. und für die hat er ja wahrscheinlich auch die poetikdozentur bekommen. da ist es doch nur logisch, wenn einer seine positionen vertritt. ich fände das eher komisch, wenn das anders wäre und verstehe die aufregung jetzt nicht.
ausserdem hat er deutlich gemacht, dass für ihn unterhaltung und kunst verschiedene sachen sind, und hat das begründet. ich teile diese ansicht übrigens nicht. aber ich habe auch noch von keinem ein argument dagegen gehört. deshalb interessiert mich das sher, und ich finde auch, was in der werkstatt passiert, spannend und aufschlussreich. sowieso dass herbst seine vorlesung für alle zugänglich macht und dass er sich damit so angreifbar macht, das finde ich ungewöhnlich und kenne ich so von anderen nicht. mir ist das auch nicht wichtig, ob ich in allem übereinstimme. ich will lernen, und das kann ich hier. und das will ich mir das nicht von sachen, die irgendwie nicht hingehören, miesmachen lassen. Ich finde, dass man einen psychisch krank nennt, wie ferromonte das in seiner kritik unterstellt, eigentlich unerhört. Ich finde, dass das was von denunziation hat, womit ich nichts zu tun haben möchte. 
ferromonte antwortete am 2007/11/24 20:18:
ja, klingt unerhört, das verstehe ich schon. ich bin übrigens auch kein arzt und stelle hier keine diagnose, ich vertrete nur meine eigene erfahrung, die ich in drei jahren hier in den dschungeln gemacht habe. es geht auch gar nicht um irgendwelche diagnosen, sondern um die rubrik, die er hier für meinereinen eröffnet hat.
wenn sie mit herbst d'accord sind, ist das schön für sie und sie sollten sich drüber freuen und nicht hier (wo nur die bösen verleumder und schlammbatzenwerfer ihr unwerk verrichten, lanzen brechen). gehen sie und lernen sie von herbst, was sie zu lernen haben.
ich habe nur meinen gelöschten komment hier eingetragen und eine kleine erklärung für verwunderte herbst-frischlinge angefügt. mein kommentar entspringt einer sensibilität und erfahrung, die sie mit dem delinquenten nicht haben und nicht haben können.
ecco.
wenn sie einmal einen eigenen (von herbst verschiedenen) standpunkt haben sollten, und ihn in den dschungeln posten, werden sie beginnen zu verstehen, wovon ich spreche...
(und machen sie sich keine sorgen, herbst wird mich klagen, wenn er sich denunziert fühlt, das hat er mir deutlich versprochen!) 
H5-58 antwortete am 2007/11/24 20:34:
sich sollten sich was schämen ferromonte!. zusätzlich haben sie sich jetzt ein eigentor geschossen. ein kommentar, der auf ihrer persönlichen sensibilität und erfahrung, die sie anscheinend mit herbst gemacht haben, beruht, hat in der rubrik werkstatt überhaupt nichts zu suchen. dort schreiben junge menschen, die für sich einen weg suchen, schreiben zu können... die ihren weg erst einmal finden müssen. jeder dozent, zu dem ich als künftiger schriftsteller gehe, um zu lernen, hat seine eigene position. gehe ich zum nächsten dozenten, vertritt dieser eine völlig andere position.... ich kann zu 10 dozenten gehen und lernen, verschiedene wege kennenlernen, und blickwinkel, damit ich einen eigenen blickwinkel für mich selbst entwickeln kann. und da kann ich froh sein, wenn mir einer wie herbst über den weg läuft. sie sollten sich wirklich was schämen ferromonte. herbst hat richtig gehandelt, ein kommentar der eine solche grundlage hat, hat in dieser so sensiblen rubrik nichts zu suchen. punkt. 
ferromonte antwortete am 2007/11/24 20:38:
interessante aussage, H5-58. vor allem, dass ich mich schämen sollte. sprechen sie mit ihrem psychotherapeuten darüber, es werden sich welten auftun!
(dass mein ein-satz-kommentar in der werkstatt nicht am ort war, sehe ich übrigens auch so. es war eine spontane sache. daher habe ich herbsts kritik-rubrik auch gerne angenommen und mein posting hierher verlagert.)

haben sie die beiden kommentare von maximilian prang und anh, um die es ging, auch gelesen?

edit: wenn sie schreiben lernen wollen, lesen sie die wirklich guten dichter, und vermeiden sie veranstaltunge wie diese hier. und schreiben sie selbst, schreiben sie bis ihnen die finger abfallen. wenn das nicht genügt, hat alles keinen sinn. 
Flieger (Gast) antwortete am 2007/11/24 20:59:
@ ferromonte
Du kommst mir vor wie einer von der alten MG. Ich weiss noch genau, wie die in die Seminare von Alfred Schmidt reinsind, um da zu stören. Schließlich hat Schmidt sie rausgebrüllt. Es hat da gar keinen anderen Weg gegeben, so verfehlt der auch war. Man kam gegen das ständige Stören der MGler nicht anders an. Ich fand das damals peinlich, die MG und Schmidt, beide zusammen. Ich hätte aber auch keinen anderen Weg gewusst. Bei dir weiss ich auch keinen. Ich finde es sogar bezeichnend, dass Herbst dir noch ein Forum aufmacht, wo du sagen kannst, was du willst, und er verspricht, das nicht zu löschen. Klar macht er das polemisch, aber das ist doch wohl das Mindeste, dass er das macht. Es ist schließlich sein eigener Blog. Ausserdem verlinkt er noch auf dich, und da kannst du dann doch schreiben, was immer du willst. Er macht noch drauf aufmerksam, dass du das da tust. Was Offeneres gibts doch gar nicht. Mir will nicht in den Kopf, wie man so blöd sein kann, das nicht zu sehen. Tut mir leid, aber du stellst dir doch selbst ein Bein. Übrigens scheinst du die anderen Kommentare von Herbst zu den anderen Texten nicht gelesen zu haben und auch nicht, wie er auf den Kommentar von parallalie reagiert hat. Der ist doch auch anderer Meinung gewesen als Herbst und zwei oder drei andere von den Studenten waren das auch. Ich habe den Eindruck, du willst hier mit einem privaten Krieg, den du vielleicht mit Herbst hast, das ganze Projekt torpedieren. Einfach nur um zu stören, weil dir was nicht passt. Vielleicht ist es umgekehrt und du bist das, der mal nachdenken muss. 
ferromonte antwortete am 2007/11/24 21:07:
nein flieger, du kapierst leider gar nichts. das hier findet ja extra hier in der neuen rubrik statt, um eben den pädagogischen prozess der werkstatt nicht zu stören. ich störe niemanden, und ich torpediere kein projekt.
ich weiss auch nicht wer alfred schmidt und die MGler sind. sollte man das wissen?
parallalie ist einer von den ganz wenigen adlati, die herbst kritisieren dürfen. und ja, ich hab das mitbekommen, wie sein komment gelöscht wurde.
um mich mach dir keine sorgen, schau lieber dass du nicht stolperst!

wieso schreibt ihr alle hier, in der schlammecke, und postet nicht brav eure texte im der werkstatt?

schönen abend. ich empfehle mich für heute, habe wichtigeres zu tun ... 
ferromonte antwortete am 2007/11/24 21:19:
wut und verletzungen - gefühle - sind immer größer und stärker als der verstand;
ob das in meinem fall der fall ist, kann ich nicht sagen. wovon sollte ich jetzt so verletzt sein?

ich habe nicht gesagt, dass herbst ein schlechter dichter ist, das würde ich nie sagen, selbst wenn ich es denken würde (was ich nicht tue.)

es geht im grunde nur um den einen satz oben, den herbst nicht mitten in der werkstatt stehen haben wollte. schräggedruckt, in meinem ersten posting in diesem thread. und der satz bezog sich auf zwei kommentare, einen von m. prang und den drauffolgenden von herbst.
wieso kann das keiner erfassen? 
sirenomele (Gast) antwortete am 2007/11/24 21:44:
natürlich kritisiert herbst wenn herbst kritisiert.

ein dichter oder schriftsteller hat keine poetologie, weil er sie sich zufällig ausgedacht hat. das wäre schlimm. natürlich vertritt dieser dichter/schriftsteller seine ansichten. natürlich hält er sie für wahr. natürlich gehen sie einher mit seinem handeln, seinem empfinden. dass die werkstatt also von diesen ansichten beherrscht wird, ist logisch. wer das nicht möchte, der macht eben nicht mit oder, wenn er sich ans bein gepisst fühlt, soll er eben gediegen zurückpissen. oder: seine ansichten zurückbehalten - die nimmt ihm keiner weg - .

es wäre ja genauso irrsinnig, an einer uni ein wissenschaftliches fach zu studieren und anzunehmen, man wäre von bestimmten professoren und deren theorien nicht beeinflusst. - man denke vielleicht an platons akademie - eine universaltheorie gibt es nicht und ebensowenig eine ultimative lehre, wie zu schreiben sei. was anh tun kann, ist, sein empfinden, sein wissen zu vermitteln, seins und kein anderes. - ich habe im übrigen noch nicht bemerkt, dass dies sprachempfinden sonderlich beschränkt wäre. - über die vorlieben muss man nicht reden, sie sind leicht erkennbar.

in einer schreibwerkstatt kann es doch im besten fall nur darum gehen, den eigenen geschmack zu schulen und die eigene auseinandersetzung mit sprache zu befruchten. es geht um kein wissen. wissen können computer vielleicht vermitteln, geschmack nicht. und dazu muss man schlicht so etwas wie vertrauen zum lehrer haben.

dabei hat anh ein besonderes verfahren: ein therapeutisches verfahren vielleicht, denn er sagt seine meinung nicht durch die blume. auch ich hatte für ca. zwei minuten das gefühl, mir bliebe die luft weg. danach setze ein erkenntnisprozess ein... und jetzt? ist fast alles, was ich bisher gemacht habe, für den mülleimer.

war es also gut, sich dem auszusetzen? JA! denn ein ganzes bündel von flausen sind gleich mit im mülleimer gelandet und ich bin immer noch dabei, sie dankbar zu verabschieden - und das betrifft grundsätzlich nicht nur mich. jeder, der schreibt, hat flausen, sonst würde er vielleicht auch nicht schreiben. und wer glaubt, er würde im schreiben besser, wenn man ihm nur über den kopf streichelte hat sich geschnitten.

ein letztes: ob jemand neurotisch ist oder nicht, spielt doch keine rolle oder nur für den, der meint, er habe das entscheidende vokabular gefunden, das ihn weit genug von seinen demütigungen distanziert. entscheidend ist, was der je einzelne aus neurotischen energien macht. entscheidend ist, ob der andere damit umgehen kann oder nicht. entscheidend ist, ob der 'andere' das gefühl hat, dem 'einzelnen', seinem ego, nicht standhalten zu können. sowas ist immer schade und mit schmerzen verbunden.

wie gesagt, auch mir wurde der kopf gewaschen und ich habe ganz bestimmt eine andere meinung als anh. auf dieser site ist kein platz dafür - aber ist das vollkommen egal gegenüber der aussicht auf selbsterfahrung und erkenntnisgewinn. 
parallalie antwortete am 2007/11/24 21:46:
du tropfst dich selbst hinein in die scheiße als nachhall derselben und tappst immer in dieselben fladen brauner üppigkeit auf grüner flur und haben dich immer so leicht am wickel daß du bloß noch dumpf grunzen kannst und dein nee klingt wie mäh und immer wieder nein ich bin’s nicht gewesen das habe ich so nicht gemeint und hängst doch wieder in der mitte zwischen da und da was soll das also dieser ganze mist mit dem plaudern als müßt’ ich erzählen wie’s mir geht einem der mich fragt wie’s mir geht bloß weil er meint das nun fragen zu müssen ---- „DAVE!!!!!“ [mal sehen, ob er (d.i. ferromonte - weil's nun unter noch was anderes gerutscht ist) merkt, wen ich mit dem du meine [den scheiß-adlatus kann er sich sowie als gemsbart an seinen hut stecken]] 
ferromonte antwortete am 2007/11/24 22:39:
@sirenomele:
in dem was sie sagen, sehe ich keinen widerspruch, ich finde es im gegenteil sehr richtig. wie ich oben schon sagte: lernen sie etwas, solange sie etwas zu lernen haben.

in meiner wahrnehmung ging es aber in dieser konkreten sache um etwas anderes. es geht weder um poetologie, noch um pädagigisches. es geht vielmehr um ein kippen ins machtspiel. wenn sie die beiden angesprochenen kommentare lesen, können sie es erfassen.

prang:
"Sie haben zu meinem ersten Text angemerkt: "Sie wollen sicher nicht dem Leser nach dem Mund reden." Doch, in gewisser Weise schon. Ich versuche zu sein wie der Rattenfänger von Hameln, mit Leseratten. Es wäre ungeschickt, Zwölftonmusik zu spielen. Ich versuche eine Mischung aus Beethoven und Jay-Z."

herbst: "Dann sollten Sie Lore-Romane schreiben. Dagegen ist nichts einzuwenden; aber: Insoweit ich hier von Literatur spreche, geht es mir um Grundlagen für Dichtung. Wobei Ihr Beethoven-Beispiel ziemlich hinkt, da gerade dieser Komponist zu seiner Zeit in einigem zurechtgestutzt wurde; ich denke da insbesondere an die Bläsereinsätze in der Dritten; um von den späten Streichquartetten zu schweige, die - Höhepunkte der globalen Kompositionskunst insgesamt - noch bis in die Fünfziger des letzten Jahrhunderts selbst Musik-Experten für mißlungen galten."
sowie: "Der Rattenfänger von Hameln erinnert mich an den "langen Marsch durch die Institutionen" der 68er, die ernsthaft glaubten, die Institutionen subversiv unterlaufen zu können, aber ihrerseits geradezu restlos von den Instanzen unterlaufen worden sind. Abgesehen davon, daß "ich will möglichst viele Leser erreichen" immer schon voraussetzt, man wisse, was diese zu lesen vermögen und was nicht. Ich halte diesen Satz in seiner Endkonsequenz für manipulativ und arrogant, auch und gerade, wenn er aus einer starken Menschenliebe heraus gesprochen ist. "

herbst kann nicht akzeptieren, dass prang "den lesern nach dem mund reden" möchte, indem er eben soviel leser wie möglich erreichen möchte. da sich das für herbst selber ausschließt, kann es auch nicht ziel des m. prang sein. (DAS finde ich eine ungeheuerlichkeit. denn es ist ein verdammt hoher anspruch, soviele leser als möglich zu erreichen - und dabei natürlich höchste qualität zu halten, aber das versteht sich ja wohl von selbst -, einen künstlerisch höheren kann ich mir im moment gar nicht denken.)
dann: was macht herbst aus prangs beethoven: er reißt ihn aus dem satz, verbrämt ihn musikwissenschaftlich und versteigt sich in die späten streichquartette, die ja so verkannt waren bis vor wenigen jahrzehnten. prang aber wollte ganz etwas anderes sagen mit diesem satz, in dem beethoven vorkam.
dann der rattenfänger von hameln.
letztendlich dieser schlußsatz, wo er wieder auf diesen unfassbaren anspruch prangs, für möglichst viele leser schreiben zu wollen zurückkommt:
" ... ich halte diesen Satz für manipulativ und arrogant, auch und gerade, wenn er aus einer starken Menschenliebe heraus gesprochen ist. "

dieser letzte satz ist eine glasklare "freud'sche projektion", um den vielzitierten "versprecher" abzuwandeln. denn herbst wird immer dann so ignorant und destruktiv, wenn seine eigene manipulation und arroganz - auch und gerade wenn sie aus einer starken menschenliebe heraus gesprochen ist - nicht so wirkt, wie er es will und gewohnt ist.
ausnahme: frauen. da bemüht er sich mehr, denn sex ist seine religion .. aber das ist ein anderes thema. 
parallalie antwortete am 2007/11/24 23:05:
cathedra petri 
sirenomele (Gast) antwortete am 2007/11/24 23:15:
@ferromonte

leider stehe ich, was den konkreten streitpunkt betrifft, gewissermaßen von natur aus zu sehr auf anh's seite (das ist, wie gesagt, nicht in allen punkten so.) ich finde es aus mehreren und nicht zuletzt aus politischen gründen wichtig, dass eine literatur (und eigentlich nicht nur diese), die rattenfänger van hameln spielen möchte, vermieden wird und jedes mittel gut genug ist, sie zu verhindern. denn das ist nicht nur eine meinung, sondern ein hochbrisantes politikum.

ja, das ganze ist ein machtspiel. und es ist offensichtlich so, dass man da nur mitspielen kann oder man hat eben keine lust dazu. 
ferromonte antwortete am 2007/11/24 23:18:
erklären sie mir ihren standpunkt; und welche politischen gründe sie meinen.
(der anspruch des herrn prang scheint mir nicht, rattenfänger von hameln mit seinen lesern zu spielen, sondern sie, wied er r.v.h. - zu fangen. das ist eine metapher. und ich verstehe sie als enorm hohen künstlerischen anspruch.) 
Helkmeyer (Gast) antwortete am 2007/11/24 23:33:
"denn sex ist seine religion"
das hat ja jetzt hier ein ausmaß angenommen, daß einem nur noch schlecht werden kann. was redest du ihm da nach @ferromonte? der mann hat eine dozentur an einer universität und du stellst ihn hier in ein licht, das ihm da ziemlich schaden kann, wenn das ganze nicht wieder so hochpathologisch wäre, wie du es hier vorführst. Selbst wenn sex seine religion sein sollte, was hat das in der diskussion überhaupt zu suchen, die hier geführt wird? von sex war überhaupt noch nie die rede bisher. also was für ein neid ist das eigentlich... da kann man doch nur noch geekelt sein und hoffen, daß herbst diese ganze rubrik einfach wieder offline stellt. einmal abgesehen davon, daß ich mich mich frage, wer du überhaupt bist, so verhindernd in einen laufenden prozeß von textkritik einzugreifen. bei der du selbst dich ja nicht einmal eingibst, wie es diese jungen leute tun. von dir habe ich außer moralischer biederkeit noch überhaupt nichts erfahren. mach dich doch selbst mal verwundbar. 
zartes schlammbaellchen (Gast) antwortete am 2007/11/25 09:04:
@Helkmeyer: ferromontes einlassung erschliesst sich einem nur, der hier regelmaessig mitliest. herbst versteht dieses weblog als literarisches gesamtkunstwerk und die mitschreibenden avatare als romanfiguren. strukturell ist leider die enge verzahnung von gut und boese in diesem roman verlorengegangen, seit dieser nebenstrang mit dem anti-herbst eingefuehrt wurde. da wird das lodernde feuer leider zur ersterbenden glut. die werkstatt sehe ich eher losgeloest - stilistisch wie inhaltlich - vom eigentlichen weblog. sie handelt zwar ebenso von herbst als hauptfigur des romans, hier als lehrer, lenkt aber vom eigentlichen kuenstlerischen schaffen des autors etwas ab. und ja, ich lese seit langem diesen weblog als roman. die avatare sind nicht eindeutig identifizierbar, einige gestalten treten in mehreren avataren auf die buehne, was es wiederum spannend macht, herauszufinden, wer wer ist. einige provokationen sind bestimmt gar nicht so gemeint, versuchen vielmehr die handlung voranzutreiben, wendepunkte in der erzaehlung zu erzeugen. viele der grossen meister haetten an dieser literarischen spielform ihre helle freude gehabt. ja, wenn es im internet leben geben soll, so findet man es hier, wo es virtuell entsteht! 
Helkmeyer (Gast) antwortete am 2007/11/25 11:05:
"so findet man es hier"
danke für diese interessante erklärung. ich habe mir so etwas gedacht, aber mir ist das ausmaß nicht bewußt gewesen, weil ich nicht oft in blogs lese. das macht aber jetzt neugierig. wobei ich dann aber gleich die frage habe, ob nicht hinter ferromonte herbst selber steckt, der damit einen ziemlich wirksamen sturm im wasserglas lostritt. in der werkstatt hat er ein beispiel mit einem wasserglas gebracht. vielleicht will er den studenten zeigen, wie literatur im internet entstehen kann, die nirgendwo anders so möglich ist. das schreiben sie ja selbst. eine stärkere identifizierung mit figuren kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wie sie hier bei fast allen geschieht. er redet vom ende der schriftkultur und führt sie gleichzeitig hier weiter. nicht als spiel, sondern indem sich alle richtiggehend verausgaben, wütend werden oder verteidigen. jedenfalls machen sie dabei mit, ohne das zu merken. also vielleicht findet er hier, das ist ja ein für ihn beliebtes wort, die form, in der literatur überlebt. eine aktive form, etwas, das nicht starr in buchdeckeln bleiben muß, sondern sich immer weiter entwickelt. was ja eine idee der moderne immer gewesen ist. kennen sie andere internet-publikationen, wo so etwas auch schon gemacht wird? das interessiert mich jetzt sehr. 
sch(l)äferstündchen (Gast) antwortete am 2007/11/25 11:22:
ein faszinierender gedanke...
@helkmeyer:
gerade erst wach geworden, fiel mein augenmerk sofort auf ihren gedanken, ich finde ihn außerordentlich faszinierend. wenn hinter ferromonte wirklich herbst selbst stehen sollte, sollten wir dem avatar noch ein wenig feuer liefern, damit er weiter brennen kann. der von der realen person erfundene avatar geht auf seinen erfinder los… gute vorstellung. ich frage mich, ob avatare merken, dass sie zur romanfigur werden. 
ferromonte antwortete am 2007/11/25 11:27:
ihr seid so ahnungslos ... (und wie herbst selbst verwendet ihr den begriff des "avatars" falsch. daran erkennt man eure manipuliertheit deutlich.) 
sch(l)äferstündchen (Gast) antwortete am 2007/11/25 11:48:
Teekesselchen
@ferromonte:
.... hmm... das der ursprüngliche begriff "avatar" der alten sprache sanskrit entlehnt ist, ist auch mir bekannt. im hinduismus wird mit dem begriff eine gottheit benannt, die freiwillig menschliche gestalt annimmt, um die transformation des (kollektiven) bewusstseins zu unterstützen. die begrifflichkeit "avatar" beinhaltet aber in der heutigen zeit noch eine andere definition: es sind künstliche von realen personen erfundene wesen... (siehe secondlife)... es gibt genug computerspiele, in denen avatare erst einmal erfunden werden müssen, bevor man sie überhaupt anfangen lässt zu spielen.

insofern wäre das doch eine schöne begrifflichkeit für das alte spiel "teekesselchen". es werden gleiche begriffe umschrieben, die unterschiedliche bedeutung haben, so wie z.B. "stift" und "stift"... einmal ist es der stift, mit dem ich schreibe und die andere bedeutung definiert sich durch die gängige bezeichnung eines auszubildenen, nämlich auch "stift". sie kennen das spiel sicherlich noch, es hat doch immer so einen spaß gemacht. 
ferromonte antwortete am 2007/11/25 12:03:
ich kenn das teekesselchenspiel leider nicht, vielleicht, weil es das in wien oder österreich nicht gibt, oder weils eben nur ich nicht kenne.
(aber hier ist "avatar" immer falsch verwendet, weil wir nur nicks oder log-ins hier haben, oder meinetwegen sind. ein avatar im internet oder in der world der games ist eine 3d- figur, oder ein bild (internet), das den user "vertritt". dabei geht es um die psychologische funktion diese bildchens/der figur, das/die die virtuelle welt "realistischer" macht ... )
wie geht dieses teekesselchen-spiel denn genau? 
sch(l)äferstündchen (Gast) antwortete am 2007/11/25 12:15:
geben sie mal bei der wikipedia das wort teekesselchen ein, ich kann leider nicht verlinken, ich habe nicht diese kenntnisse - ich versuch das mal so, ich weiß aber nicht, ob das klappt. http://de.wikipedia.org/wiki/Teekesselchen

in diesem fall müsste man sagen: in meinem teekesselchen sitzt eine hinduistische gottheit, die als mensch auf die erde gekommen ist. die andere person sagt dann: und in meinem teekesselchen sitzt eine figur, die von einer realen person erfunden wurde. die anderen müssen dann eben diesen begriff erraten. es gibt teekesselchen der gleichen begrifflichkeit mit bis zu 15 verschiedenen bedeutungen, das kann ganz spannend werden.

ich bin übrigens der meinung, dass sobald einem nick eine definierte persönlichkeit zugeordnet werden kann, ist es kein nick mehr, sondern ein avatar, eben ein erfundenes wesen - egal, ob als schriftlich definierte persönlichkeit, oder als 3d-abbildung. selbst diese 3d-abbildung muss definiert werden, sie bekommt eine entsprechende kleidung, erzählt etwas über ihre hobbies, hat eine familie, und verfasst einträge... lassen sie doch mal zwischenräume zu ferromonte. man könnte es so sehen... und ich sehe das so. 
zartes schlammbaellchen (Gast) antwortete am 2007/11/25 12:31:
@Helkmeyer: sie befinden sich hier auf dem langen weg der f i n d u n g. who is who? ferromonte ist tatsaechlich n i c h t herbst, was langwierige recherchen meinerseits ergeben haben.
@ferromonte: avatare sind nicht ausschliesslich bildchen-platzhalter fuer kommentierende user in foren. der begriff avatar ist im internet nicht so eng gefasst, wie sie es gerne haetten. schlagen sie einfach mal im wikipedia nach. da es bei herbst nicht die moeglichkeit gibt, sich als bild-avatar zu platzieren, reicht der kunstname des eingeloggten als avatar voellig aus. mein avatar lautet "zartes schlammbaellchen" und ist eine ironisierung des eingangstextes zu diesem thread. nur, wer bin ich wirklich? wer versteckt sich hinter meinem a v a t a r, meinem stellvertreternamen? um es noch biblischer zu formulieren: ich bin l e g i o n! mich gibt es hinter verschiedenen namen. meine erfundenen charaktere umfassen eine grosse bandbreite an i m a g e s und nicht immer muss hinter einem dieser meiner avatare das versteckt sein, was ich wirklich bin. es gilt hier m o e g l i c h k e i t e n zu studieren. das ist sehr spannend! 
ferromonte antwortete am 2007/11/25 12:33:
@sch(l)äferstündchen:
schönes spiel, kannte ich nicht.
oh, gern lass ich zwischenräume zu. in meinem realen leben sowieso. nennen sie unsere nicks und log-ins ruhig avatare, ich wollte das nur klarstellen, weil es eine kleine ungenauigkeit herbsts ist. (und er ja anderen auch keine kleinen ungenauigkeiten zugesteht. und ich es amusant finde, wenn seine schüler ihm sowas dann einfach nachmachen ... )
sehen sie es also ruhig so, ich weiß ohnehin was gemeint ist. :)

name korrigiert. 
sch(l)äferstündchen (Gast) antwortete am 2007/11/25 12:45:
sie haben das "l." vergessen. mein avatar heißt nicht schäferstündchen, sondern sch(l)äferstündchen... oh, ein blick auf die uhr sagt mir, dass ich viel zu früh aufgestanden bin, ich muss wieder ins bett. sie müssen wissen, ich treibe mich in der nacht viel rum, am tage schlafe ich meistens. heute abend gehe aber nicht auf die piste, ich werde weiterhin damit beschäftigt sein, meine figuren zu erfinden. 
ferromonte antwortete am 2007/11/25 12:45:
@zartes schlammbällchen: sie können den begriff "avatar" verwenden wie sie es möchten, und auch erweitern, jetzt weiss ich ja, wie sie es meinen. die wikipedia bildet uns weiter und klärt uns auf, und demgemäss war meine obige beschreibeung ja gar nicht "so eng gefasst, wie ich es gerne hätte" (wie kommen sie denn da drauf?).

ich gratuliere ihnen zu den profunden ergebnissen ihrer langwierigen recherchen meine inkongruenz mit herbst betreffend. ich hätte ihnen das innerhalb weniger sekunden mitteilen können.

wenn es ihnen leichter fällt, mit vielen identitäten zurechtzukommen, dann tun sie das ruhig. für die, mit denen sie kommunizieren, wird es höchstwahrscheinlich dadurch nicht leichter, bzw. ist ein persönlicher austausch schwieriger. es ist ja auch eines der großen netz-themen herbsts, diese anonymität im internet, der reiz, wer sich hinter den "avataren" verbirgt. jeder nutzt die möglichkeiten für seine bedürfnisse, nicht wahr. 
zartes schlammbällchen (Gast) antwortete am 2007/11/25 13:45:
@ferromonte: um ihnen ein vertrautes ziel zu geben, tue ich hiermit offen kund: i c h bin herbst. Ja, ich bin Alban Nikolai Herbst. Und auf meiner Tastatur gibt es neben Großbuchstaben auch - ähem - Umlaute. Mal schauen, wie lange Sie gegen Türen anrennen, hinter denen sich n i c h t s verbirgt! 
ferromonte antwortete am 2007/11/25 14:07:
ich renne gegen keine türen an, lieber herbst! :) 
sirenomele (Gast) antwortete am 2007/11/25 14:15:
der von hameln
@ferromonte

um diese frage zu diskutieren, sollte man sich eigentlich zu nem bier zusammensetzen. ich versuche nur mal, anzudeuten:

was ich mit politicum meine: jedes werk, sagen wir jede künstlerische äußerung und auch eine literarische, ist politisch, ist ein statement zu einer (gesellschaftlichen, politischen, ästhetischen...) situation, in der sie stattfindet. das muss vorausgesetzt werden. jede ästhetische äußerung bietet immanent antworten auf fragen, die immer offen sind - und eben mit jeder äußerung neu beantwortet werden. das kann diese äußerung nun wollen oder nicht, sie spricht, weil sie eine form hat und eben so ist, wie sie ist.

es mag monologische literatur geben, die einfach in der schublade bleibt. wer an die öffentlichkeit geht, nimmt ihr gegenüber einen standpunkt ein.

ja, der rattenfänger van hameln könnte eine strategisch gute sache sein. ich fand es im konketen fall 'prang' aber nicht ausgemacht. (und das müsste man eben jetzt näher betrachten und den anderen, mit dem man da redet, am besten präsent haben) - (hatte vor zeiten auch mal so eine idee: zunächst einfach mal so tun, als würde es sich um eine unterhaltungsshow handeln. und dann - die erkenntnistheoretischen prämissen langsam unterlaufen. - ich hatte es "das neue pop-theater" genannt. aber, das ist tatsächlich arrogant bzw. irgendwie nicht p.c. - ich meinte damals, es gäbe keine andere möglichkeit, die leute zu erreichen.) 
Netzkritiker antwortete am 2007/11/25 14:15:
Oh terrormonte!
Sie sind ja ein Dussel! Das kleine klumpige Schlammbällchen kann niemals Herbst sein! Ich muss das wissen, schließlich führe ich die Registratur in diesem Laden! 
ferromonte antwortete am 2007/11/25 14:36:
@sirenomele:
naja, da sagen sie mir nichts neues. es geht wohl nur darum, wie man mit der metapher "rattenfänger von hameln" umgeht. ich verstand jedenfalls unter dieser metapher das ziel, einen so komplexen text zu verfassen, dass eine ungewöhnlich breite schicht von lesern etwas damit anfangen kann; wiewohl jeder eine andere geschichte rauslesen würde. wirklich gute literatur kann das durchaus ...
warum das politisch nicht korrekt (was für ein blödes wort) sein sollte, sehe ich ad hoc leider nicht. 
albtraumnikolaiherbst (Gast) antwortete am 2007/11/25 14:38:
wiewowas???
nunmehr fast zwei jahre ist es her, da man mich in meinem schloss an der spree einsperrte. ein glück, dass ich mit einem selbst gebastelten papierfaltboot entkommen konnte. schon damals, es war der 28. januar 2006, outete ich mich in aller öffentlichkeit. wie konnte das in vergessenheit geraten? da ich nun endlich eine eigene schreibschule führe, habe ich genügend geld euch alle zu verklagen, was ich hiermit gerne tue!

egebenst, ihr micky mouse.

p.s. den nobelpreis werde ich der doofen lelineck klauen, die zicke, die. 
PRIVAT antwortete am 2007/11/25 14:41:
Privatsphäre
Unglaublich, wie hier mit der Würde des Menschen umgegangen wird. Sie sollten sich alle was schämen! 
andante antwortete am 2007/11/25 14:48:
kann mal jemand erklärn was hie los geht??? versteh kein wort mehr...schade echt!!! 

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