Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop

Marlboro, Prosastücke, 1981 Die Verwirrung des Gemüts, Roman, 1983 Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger, Lamento/Roman, 1986 Die Orgelpfeifen von Flandern, Novelle, 1993, 2001 Wolpertinger oder Das Blau, Roman, 1993, 2000 Eine Sizillische Reise, Fantastischer Bericht, 1995, 1997 Der Arndt-Komplex, Novellen, 1997 Thetis. Anderswelt, Fantastischer Roman, 1998, (Erster Band der Anderswelt-Trilogie) In New York, Manhattan Roman, 2000 Buenos Aires. Anderswelt, Kybernetischer Roman, 2001, (Zweiter Band der Anderswelt-Trilogie) Inzest oder Die Entstehung der Welt, Der Anfang eines Romanes in Briefen, zus. mit Barbara Bongartz, 2002 Meere, Letzte Fassung 2007. Bei Volltext. Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen, Poetische Features, 2004 Die Niedertracht der Musik, Dreizehn Erzählungen, 2005 Dem Nahsten Orient / Très Proche Orient, Liebesgedichte, 2007 Meere, Letzte Fassung 2007 Aeolia.Gesang / Stromboli. Mit den Bildern von Harald R. Gratz. Limitierte Auflage, 2008 Kybernetischer Realismus, Heidelberger Vorlesungen. Manutius Heidelberg 2008 d e

 

Achillëis. Beispiel. Argo. Anderswelt. (74).

[Provisorisch:]

Darum bin ich geweckt und spreche euch von den Sternen
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Aber als nun die Wut nachließ des fressenden Feuers

Überm Meer und der Mutter, strahlend, lodernd – sie schlagen
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Allgemach,und zugleich mit Rosenfingern die Göttin

So ihr Licht in Wogen und Gischt, die sie lockern,
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Schmückte Land und Meer,daß der Flammen Schrecknisse bleichten,

Schaumigen Betten gleich, um Thetis’ Schlangenleib spritzend:
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Wandte sich, tief bewegt und sanft, der große Pelide

Aufbäumend schlägt er die Wellen; rot schwemmt das Blut der
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Gegen Antilochos hin und sprach die gewichtigen Worte:

Ausgeschlossenen Mutter mauerwärts, um den Kindern
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So wird kommen der Tag,da bald von Ilios Trümmern

Europas vom vergess’nen Leuke Geruch und den tiefen
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Rauch und Qualm sich erhebt,von thrakischen Lüften getrieben,

Laut der Tochter in Erinn’rung und die Adern Venen
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Idas lange Gebirg und Gargaros Höh verdunkelt;

Flößen zu lassen. Doch schlägt das Blut, ein begehrender Brecher,
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Aber ich werd ihn nicht sehn! Die Völkerweckerin Eos

Klatschen die beiden, hier Menses, Mond da, wirkungslos bei euch
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Fand mich Patroklos Gebein zusammenlesend, sie findet

Frauen - S e i d ihr denn solche? Tretet v o r dann! Und h ö r t! -
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Hektors Brüder anjetzt in gleichem frommem Geschäft,

an Mauer und Ohren. Ihr wollt, was zu halten Euch Lust sei,
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Und dich mag sie auch bald, mein trauter Antilochos, finden,

Pflicht sei und Stolz, verschachern. Deshalb will ich euch künden!
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Daß du den leichten Rest des Freundes jammernd bestattest.


[Unten: Goethe-Text als rhythmische Vorlage. Oben: Erissohn in ARGO.]


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