Zu den DTs’. Revision. Kleine Theorie des Literarischen Bloggens (27).
[Verdi, Falstaff.]
DTs: In die Falle des Privaten getappt. Es ist die Falle einer simulierten Community, der das Literarische Weblog sich mitzuteilen glaubt. Dadurch projiziert sich die Imagination des Literarischen auf diese, s i e also wird erfunden, anstatt daß es sich selber als Kunstwerk schafft.
Es tritt dieses Private aber wie ganz von selbst in die Cyberwelt ein, man fühlt sich vertraut und erzählt. Das läßt schließlich von der Form, die einen anfangs so reizte, und wird zum Zwiegespräch mit einem Leser, den es grad ab-, den es fremd halten sollte. Dialoge sind in der Nähe nicht möglich, lediglich Versicherungen einer Sympathie, die so tut, als wäre man eines, ohne daß doch möglicherweise überhaupt etwas ist. Damit wird das Literarische Weblog zu einer „Mitteilung an die Freunde“, für die es allenfalls am Rande gemacht ist. Oder, wie die DTs in Den Dschungeln, zu einer Mitteilung für sich selber, als Selbstvergewisserung und Kontrollapparat, der einen zwingen soll, die Arbeit nicht schleifen zu lassen, und also mit der Blamage spielt, die, schleift sie dann doch, öffentlich wäre. Das mag eine pfiffige Berechtigung haben, unterhöhlt indes den ästhetischen Boden, auf dem allein Die Dschungel - als Kunstvorhaben – wachsen können.
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[Andererseits haben Zusammenhänge zu interessieren begonnen, wie ein privates Erleben zu Motiven in Romanen wird, namentlich in ARGO. Deshalb werden die DTs trotz der Bedenken weitergeführt. Aber sie werden fortan nicht mehr auf der Hauptseite erscheinen, sondern einzig noch im „Tagebuch“.]
DTs: In die Falle des Privaten getappt. Es ist die Falle einer simulierten Community, der das Literarische Weblog sich mitzuteilen glaubt. Dadurch projiziert sich die Imagination des Literarischen auf diese, s i e also wird erfunden, anstatt daß es sich selber als Kunstwerk schafft.
Es tritt dieses Private aber wie ganz von selbst in die Cyberwelt ein, man fühlt sich vertraut und erzählt. Das läßt schließlich von der Form, die einen anfangs so reizte, und wird zum Zwiegespräch mit einem Leser, den es grad ab-, den es fremd halten sollte. Dialoge sind in der Nähe nicht möglich, lediglich Versicherungen einer Sympathie, die so tut, als wäre man eines, ohne daß doch möglicherweise überhaupt etwas ist. Damit wird das Literarische Weblog zu einer „Mitteilung an die Freunde“, für die es allenfalls am Rande gemacht ist. Oder, wie die DTs in Den Dschungeln, zu einer Mitteilung für sich selber, als Selbstvergewisserung und Kontrollapparat, der einen zwingen soll, die Arbeit nicht schleifen zu lassen, und also mit der Blamage spielt, die, schleift sie dann doch, öffentlich wäre. Das mag eine pfiffige Berechtigung haben, unterhöhlt indes den ästhetischen Boden, auf dem allein Die Dschungel - als Kunstvorhaben – wachsen können.
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[Andererseits haben Zusammenhänge zu interessieren begonnen, wie ein privates Erleben zu Motiven in Romanen wird, namentlich in ARGO. Deshalb werden die DTs trotz der Bedenken weitergeführt. Aber sie werden fortan nicht mehr auf der Hauptseite erscheinen, sondern einzig noch im „Tagebuch“.]
albannikolaiherbst - Dienstag, 9. November 2004, 07:14- Rubrik: Litblog-THEORIE
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