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(...)
als ihr kleines Gesicht, der Gestorbnen, verfiel - eine Kaper,
bevor man sie faltig in Bottiche legt und in Töpfchen
und feilhält jahrdrauf, d a, auf der Bank vorm Alimentari:
zu Tausenden, salzige, neben getrockneten Mandeln, Seelen
die zu jenen die Lust sind, den Blüten die Knospen
(auf Salina beging man heute die Hochzeit; Junimädchen wählen
dabei schon die nächsten – sie ahnen es nicht, aber kosten
auch vom Auferstehn, dem nicht bewußten, bereits
Wenn das Feuerwerk böllert -)
nüchtern, dachte ich, das Gerechne am Abend
nüchterne Einkunft gegen nüchterne Kosten und Steuer,
nüchtern die Mama am Gasherd
nüchtern selbst die Tomaten
nüchtern der Rezeptionist
nüchtern der Fischer, sein „molto mare“
nüchtern wie ein Tourist banal ist, der seine Rechnung prüft
nüchtern jeden Espresso auf dem vom Obst leeren Teller zweimal gedreht-
„Posso?“ - ich probierte, die grüne Clitoris platzte
über der Zunge weinrot das Meer*
erst nüchtern die Kauffrau, nicht karg
wie einst, als es allein, nach dem Winter,
Bauern von den Nachbarinseln waren,
die den Flanken den Stein terrassierten
und setzten, die Weite herübergerudert
herübergesegelt Setzlinge ein, ihnen
von selber weiterzuwachsen, ungewässert
am wasserlosen Berg und abgeerntet,
die weiters unkultivierten, wenn's Zeit war;
karg und in Furcht auf den Lavastarren
standen für den Raccolto die Hütten
unter der Kaper, die aufbrach;
volle Schütten kamen, auch Oliven,
der kollektiven bitteren Arbeit ins Boot;
manch Kentern, manches Tod war auf See;
der Kaper Orchidee strahlt nur für einmal
morgens bis mittags ins ewige Haus,
vor dem die Klagenden gehn**
Noch blieb ich stehn – betäubt von dem Kapernfeuer
Die Frau aber, wie wenn s i e gekostet, schmatzte
zwei Mal, ihr brachen die kargen Lider vor Wissen
Sie schlug sie neu auf, fragte „Vuole?... Nicht teuer...“
Aus ihrer Pupille lachte spöttisch die Dohle
Als würd sie mich küssen -
Ich floh hinweg, floh zur Mole hinab -
[*) Bei Homer ist das Meer weinrot, nicht blau.
Siehe >>>> auch ARGO.
**) Nach Kohelet (Prediger), 12,5: „(...) die Kaper bricht auf,
denn der Mensch geht hin zu seinem ewigen Haus
und auf der Straße gehen die Klagenden umher.“]
>>>> AEOLIA-GESÄNGE 28/Stromboli 40
AEOLIA-GESÄNGE 26/Stromboli 38 <<<<
albannikolaiherbst - Freitag, 8. Juni 2007, 08:45- Rubrik: Gedichte
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
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DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Neu erschienen OKtober 2008
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Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
Bruno Lampe - 7. Jan, 19:15
A. D. VII Id. Ian. Anno 2762 a.u.c.
Siebter Tag vor den Iden. Dies comitialis.
Gestern hätte ich mich auf einen Satz beschränken müssen: ... cellini - 7. Jan, 18:19
bin heute krumm geraten...
.... beim normalen aus der wanne steigen drehte ich mich so komisch, daß es im unteren rücken nur „gnkk“ ... albannikolaiherbst - 7. Jan, 16:43
Arbeitsjournal. Mittwoch, der 7. ...
15 Uhr:
[Arbeitswohnung. Jarrett, Nagoya 1976.]
Bittere heftige Auseinandersetzung morgens am Telefon; ... Danke.
Ihnen auch ein GUTES 09.
Ich bin in Eile. Meine...
Paul Reichenbach - 7. Jan, 15:15
diese, montgelas', vorliebe
erstaunt mich nicht, herr reichenbach (nebenbei: auch...
Aikmaier - 7. Jan, 11:50
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