Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop

Marlboro, Prosastücke, 1981 Die Verwirrung des Gemüts, Roman, 1983 Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger, Lamento/Roman, 1986 Die Orgelpfeifen von Flandern, Novelle, 1993, 2001 Wolpertinger oder Das Blau, Roman, 1993, 2000 Eine Sizillische Reise, Fantastischer Bericht, 1995, 1997 Der Arndt-Komplex, Novellen, 1997 Thetis. Anderswelt, Fantastischer Roman, 1998, (Erster Band der Anderswelt-Trilogie) In New York, Manhattan Roman, 2000 Buenos Aires. Anderswelt, Kybernetischer Roman, 2001, (Zweiter Band der Anderswelt-Trilogie) Inzest oder Die Entstehung der Welt, Der Anfang eines Romanes in Briefen, zus. mit Barbara Bongartz, 2002 Meere, Letzte Fassung 2007. Bei Volltext. Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen, Poetische Features, 2004 Die Niedertracht der Musik, Dreizehn Erzählungen, 2005 Dem Nahsten Orient / Très Proche Orient, Liebesgedichte, 2007 Meere, Letzte Fassung 2007 Aeolia.Gesang / Stromboli. Mit den Bildern von Harald R. Gratz. Limitierte Auflage, 2008 Kybernetischer Realismus, Heidelberger Vorlesungen. Manutius Heidelberg 2008 d e

 

Das Feuilleton, der Markt und der fundamentale Islam.

Man hat Macht. Nichts sonst. Sie ist außer durch Einkunft nicht begründet und nicht begründbar. Deshalb ist sie – prinzipiell – korrupt.

Der Einwand des fundamentalen Islamismus gegenüber den westlich-kapitalistischen Gesellschaften „Ihr habt keinen Glauben“ ist insofern cum grano salis so richtig wie berechtigt. Deshalb wird der Islam - bzw. das, wofür er steht - letztendlich siegen. So inhuman er auch sein mag, ist er doch am Menschen interessiert, anders als der Westen, der an Sachen interessiert ist und für Sachen sogar sich selbst - die eigene kulturelle Identität - anheimgeben würde und gibt.
Anna Kühne meinte am 1. Apr, 21:27:
Inwiefern
ist der Islam deiner Meinung nach inhuman? 
albannikolaiherbst antwortete am 2. Apr, 05:28:
@ Anna Kühne.
Weder 9/11 noch die fundamentalislamische Revolution im Iran, sowie die weitere Herrschaft der Mullahs scheinen mir in irgend einer Weise human zu sein, weder die erlaubte Steinigung untreuer Ehefrauen und überhaupt die Unterdrückung von Frauen im Islam, noch die restriktive, teils gewaltsame Erziehung der Kinder; auch nicht das rigide System religiöser Autoritäten insgesamt. Alldies läßt sich aus entsprechenden Koran-Suren ableiten, wie im übrigen im Christentum der erlaubte Völkermord aus dem Alten Testament - dem man bis lange nach dem Mittelalter ja auch ausgebig nachgegangen ist und, scheint es, gern wieder nachgehen würde. Aber schon und noch Hitler ist auf die Eschatologie der Offenbarung des Johannes gestützt gewesen - die im übrigen ein Sprachkunstwerk ist wie über weite Strecken der Koran.
Daß es wie im Christentum auch aufgeklärte, ja tolerante Strömungen im Islam gibt, darüber müssen wir nicht streiten. Aber weder, ob ein Monotheismus tolerant oder aggressiv bis brutal ist, spielt für meinen oben skizzierten Grundgedanken eine Rolle - in anderen Hinsichten aber sehr wohl.