Ich weiß, die Leute ärgern sich darüber, daß jemand vermessen sei.
Sie >>>> haben internalisiert, daß jemand, der etwas zu sagen habe, es nicht unbedingt sage; und daß jemand, der etwas geleistet hat, auch damit hinterm Berg hält.
Das ist eine schöne Haltung, aber auch sie ist – Glaube. (Der interessanterweise bei Firmen n i c h t sticht, und niemand nimmt Firmen das übel. Ganz selbstverständlich darf, sagen wir, Mercedes Benz, seine Produkte preisen; kein Mensch käme auf die Idee, deshalb keinen Benz zu kaufen. Im Gegenteil, man wird neugierig. Und, wenn es gutgeht, überprüft’s. Beim Einzelnen, etwa dem Künstler, findet, w e i l er seine Arbeit anpreist, eine solche Prüfung nicht mehr statt. Auch hier also wird der Ökonomie geglaubt, nicht aber dem einzelnen Bekenntnis. Egal, welchen Folgen es sich aussetzt. Oder, um es religiös zu formulieren, welchem Martyrium.)
Bei alledem wird vergessen, daß understatement eine Form der Arroganz ist. Die man sich zum einen leisten können muß und die zum anderen - täuschen will.
Das ist eine schöne Haltung, aber auch sie ist – Glaube. (Der interessanterweise bei Firmen n i c h t sticht, und niemand nimmt Firmen das übel. Ganz selbstverständlich darf, sagen wir, Mercedes Benz, seine Produkte preisen; kein Mensch käme auf die Idee, deshalb keinen Benz zu kaufen. Im Gegenteil, man wird neugierig. Und, wenn es gutgeht, überprüft’s. Beim Einzelnen, etwa dem Künstler, findet, w e i l er seine Arbeit anpreist, eine solche Prüfung nicht mehr statt. Auch hier also wird der Ökonomie geglaubt, nicht aber dem einzelnen Bekenntnis. Egal, welchen Folgen es sich aussetzt. Oder, um es religiös zu formulieren, welchem Martyrium.)
Bei alledem wird vergessen, daß understatement eine Form der Arroganz ist. Die man sich zum einen leisten können muß und die zum anderen - täuschen will.
albannikolaiherbst - Dienstag, 3. Oktober 2006, 21:40- Rubrik: NOTATE
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