montgelas meinte am 2006/09/13 12:02:
Formkritik - ist das Angst vor Thema & Inhalt ?
Legt mich zu Aurelie,gen Sonnenaufgang
zu Stonehenge
(Ezra Pound:Canto XCVIII)
Es saßen 3 Engel
Bei diesen Versen hielt nicht nur ich den Atem an, vermute ich.
„Le vent dans la plaine/Suspend son haleine (Favart). Die hier stattfindende Diskussion ist der Beweis. Um es vorweg zu sagen, eine Interpretation werde ich hier nicht leisten. Manchmal verlangt Erschütterung Diskretion. Die Kritik am Reim in ANH's Gedicht ist nicht anderes für mich, als eine Furcht vor der surrealen Bilderwelt und dem allegorischen, barocken Pathos dieser Verse. In der Literaturgeschichte war Formkritik immer Ausdruck des Unbehagens am Inhalt. Dass jeder Inhalt sich seine Form sucht, war diesen Kritikerinnen und Kritikern nie wirklich zugänglich. Und Manierismus empfinden sie heute noch oft als lyrische Todsünde. Es ist gleich, ob ein Gedicht sich reimt oder frei rhythmisch und visuell gestaltet daher kommt. Die vom Text Betroffenen haben zwei Möglichkeiten ihm zu begegnen. Eine davon ist karthatische Berührung. Die andre ist ist die Flucht, vor eigenem Sentiment, in die formale Kritik.
Mich hat das Gedicht sehr berührt.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/2647993/#2663002





















