Es saßen drei Engel beisammen.
Der eine war voll Blut,
der zweite ungeboren,
der dritte gut:
Der mischte die Karten.
Lange, leidgeschoren
ließ er die anderen warten
und reichte endlich dem ersten den Stoß.
Der griff in die Kinder, die harrten,
zog einen Jungen, ließ ihn ausholend los.
So knallte das Kind auf den Tisch.
Der zweite nun zog aus dem Schoß
behutsam ein Mädchen; malerisch
legt’ er’s zu ihm. Zwar war der tot,
doch als sich berührten die Glieder,
stieg von den beiden das Morgenrot
und schien auf die Engel nieder.

der zweite ungeboren,
der dritte gut:
Der mischte die Karten.
Lange, leidgeschoren
ließ er die anderen warten
und reichte endlich dem ersten den Stoß.
Der griff in die Kinder, die harrten,
zog einen Jungen, ließ ihn ausholend los.
So knallte das Kind auf den Tisch.
Der zweite nun zog aus dem Schoß
behutsam ein Mädchen; malerisch
legt’ er’s zu ihm. Zwar war der tot,
doch als sich berührten die Glieder,
stieg von den beiden das Morgenrot
und schien auf die Engel nieder.
albannikolaiherbst - Samstag, 9. September 2006, 23:26- Rubrik: Gedichte
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