Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop

Marlboro, Prosastücke, 1981 Die Verwirrung des Gemüts, Roman, 1983 Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger, Lamento/Roman, 1986 Die Orgelpfeifen von Flandern, Novelle, 1993, 2001 Wolpertinger oder Das Blau, Roman, 1993, 2000 Eine Sizillische Reise, Fantastischer Bericht, 1995, 1997 Der Arndt-Komplex, Novellen, 1997 Thetis. Anderswelt, Fantastischer Roman, 1998, (Erster Band der Anderswelt-Trilogie) In New York, Manhattan Roman, 2000 Buenos Aires. Anderswelt, Kybernetischer Roman, 2001, (Zweiter Band der Anderswelt-Trilogie) Inzest oder Die Entstehung der Welt, Der Anfang eines Romanes in Briefen, zus. mit Barbara Bongartz, 2002 Meere, Letzte Fassung 2007. Bei Volltext. Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen, Poetische Features, 2004 Die Niedertracht der Musik, Dreizehn Erzählungen, 2005 Dem Nahsten Orient / Très Proche Orient, Liebesgedichte, 2007 Meere, Letzte Fassung 2007 d e

 

"Ihre Gedichte sind ja ganz anrührend.

Nicht aber » die Elegien. Denn um glaubwürdig zu sein, braucht ein solcher Wortreichtum Geld. Das aber haben Sie nicht, Herr Herbst. Also schreiben Sie bitte bescheidener."
albannikolaiherbst meinte am 29. Aug, 08:56:
Sie meinen.
Elegisch zu sein,müsse man sich ökonomisch leisten können? 
steppenhund meinte am 29. Aug, 09:10:
Ich nehme ja an, dass der Eintrag wohl ironisch gemeint war.
Auch wenn Geld angenehm wäre, kommt zumindest der innere Reichtum in den Besprechungen immer recht gut weg:) 
Traumkritiker antwortete am 29. Aug, 09:58:
Ich bin da streng marxistisch, Herr Steppenhund.
Wenn der geistige Überbau dem ökonomischen Unterbau nicht entspricht, stimmt etwas nicht. So gesehen, stimmt bei Herrn Herbst nichts. Die Zeit, die er - zum Beispiel hier - auf gesellschaftlich völlig unnütze Arbeit verwendet, sollte er besser dafür nutzen, seiner Familie die ökonomische Sicherheit zu geben, die Menschen nun einmal brauchen und auf die gerade Abhängige wie Kinder ein absolutes Anrecht haben. Könnte Herr Herbst von seinen Büchern leben, wäre das etwas anderes. Dann machte sich seine literarische "Arbeit" bezahlt und sie wäre auch als Arbeit anzuerkennen. Das ist aber ganz offenbar selbst nach vierzehn veröffentlichten Büchern nicht der Fall. Insofern kann ich seine literarische Betätigung nur als ein Hobby ansehen, als ein Privatvergnügen, das keinen anderen Wert hat, als ihn zu unter- und davon abzuhalten, sich seinen Pflichten zu stellen. Wenn er jetzt zu alledem auch noch - seien wir doch ehrlich - schon in Form und Wortwahl höchst unmoderne Elegien schreibt, in denen er seine Schwermut feiert - ich nenne so etwas Larmoyanz -, dann finde ich das ziemlich unerträglich. 
LeanderSukov antwortete am 29. Aug, 11:09:
Sie sind da streng albern, Herr Traumdeuter
(,) denn mit Marxismus hat das überhaupt nichts tun, wohl aber mit Comedy. Insofern liest es sich lustig. Durch die Verdrehung von Marx in sein Gegenteil und gleichzeitiger Ebenenverschiebung erreichen sie einen interessanten satirischen Effekt. Ich bin mir allerdings keineswegs klar darüber, ob Sie das ernst meinen oder als Abernheit. Sollten Sie es ernst meinen, wäre das bedauerlich. Sie haben dann sicherlich viel Zeit auf Marx verwendet, aber leider überhaupt nichts verstanden. In Ihrer Logik würde das auf eine gewisse materielle Armut schließen lassen, da der geistige Überbau, ja vermutlich zum ökonomischen Unterbau passt.
Sollten Sie es albern meinen: Gut gemacht.
Was immer es auch war: You made my day.... 
svarupa meinte am 29. Aug, 10:52:
Im eigenen Paradox zu bleiben - das kann niemand, weil es kaum jemand aushält. Das Unbehagen registrieren - es aber nicht zu einer Ansicht konkretisieren...
Es gibt keinen absoluten Weg, alles einfach immer nur richtig zu machen.