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Nähme ich das Weblog radikal, müßte ich nun andere Beiträge zulassen, also das Experiment für Mitspieler öffnen, so daß schließlich verschwömme, wessen Subjektivität dem jeweiligen Text zugrundeliegt. Das bedeutete, die Ambivalenzen und Äquivokationen von Verschaltungen in das Weblog selbst hineinzuholen, und wäre fast wieder kabbalistisch wie des Maimonides' Blatt bei Benjamin. Dessen Passagenwerk mir überhaupt als ungeheurer Vorläufer einer Web-Ästhetik vorkommt, zum Beispiel: „Der Grübler, dessen Blick, aufgeschreckt, auf das Bruchstück in seiner Hand fällt, wird zum Allegoriker.“ Davon führt ein innerer Link zu Benn, als Rönne in die Hirnschalen in seiner Hand blickt und denkt: „Welt“. Und davon geht abermals ein Link etwa zu Valéry. Und so fort und „wechselwirkend“ zurück. Literatur ist und war immer eine Art Chor, deshalb in ihren Höhen nahezu redundant der auffällige Rück- und MittenhineinGriff ins antike („chorische“) Drama; manchmal trägt sogar der Slam so etwas, besonders dann, hört man die gesprochenen Texte als simultan. Die Kraft der rebellischen Dichtung scheint,
nachdem die realistischen Texte sich marktgängig (also objektiv) machten, in der Subjektivität des Netzes wieder auf, und zwar interessanterweise gerade da, wo sie sich zum Chor addiert: nämlich o h n e daß sie objektiv wird. Obwohl sozusagen „alle“ reden, gibt es kein ordnendes Element, keinen auktorialen Erzähler. Zugleich sind die Subjektivismen, weil zwischen ihnen Sinn-Verbindungen (intentionale Links) bestehen, nicht beliebig. Das ist das Abenteuerliche daran, zusammen mit einer nicht von vornherein bestimmten Wertigkeit. Im Zusammenhang bekommt sogar das krud-Private einen allegorischen Sinn, der sich aber funktionaler Zurichtung entzieht: Der Zusammenhang h a t nämlich keinen, doch i s t.
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herbst & deters fiktionäre
albannikolaiherbst - 25. Jun, 13:42- Rubrik: Litblog-THEORIE
Könnte Sie interessieren, Jörg Dünnes Text "Weblogs: Verdichtung durch Kommentar, auch heranziehbar, Brechts Radiotheorie: vgl. z. B. http://www.groscurth.com/archives/000583.html
Das seh ich mir nach Lösung meines hoffentlich nur kleinen Computerproblems an.
das sind gedanken, die mich - ohne zu wissen was sie über hesse denken - an das "glasperlenspiel" erinnern. und die ich faszinierend und relevant finde.
Es gehört also - wie auch Der Steppenwolf - zu meinen literarischen PrägeErlebnissen, und zwar auch dann, wenn ich mich später ziemlich rigoros von Hesse abgewandt habe (um (??) mich ihm heute bisweilen lächelnd wieder anzunähern, etwa wie >>> d o r t).
herbst & deters fiktionäre
ich konnte das glasperlenspiel erst mit über 30 lesen und begeistert aufnehmen (daher auch mein name hier, ferromonte);
den steppenwolf natürlich früher, wenn ich ihn mit 17 auch sicher falsch verstand. mehr war für mich damals hesses morgenlandfahrt von bedeutung.
ihr kleiner ravenna-text ist wunderbar!
Oder "lesen" Sie sie in den Noten. Sollten Sie das nicht können und sollte sie als Aufnahme nicht mehr erhältlich sein, stell ich Ihnen eine mp3 her.
mp3: bitte, ja.
mp3:bitte. Ja?
Morgen muß ich zu einer Veranstaltung nach Hamburg (siehe "Termine" herbst & deters fiktionäre). Und ich bräuchte dann Ihre email-Adresse; schicken Sie sie mir an fiktionaere@gmx.de.
Aber ich sehe gerade, es g i b t eine Aufnahme (mit der Kallisch): >>>hier
Und die wirklich-schöne Aufnahme, die ich habe, ist ein etwas verrauschter Radio-Mitschnitt. Ich hoffe, das stört Sie dann nicht. Wie gesagt: Montag.
Im übrigen, wegen der Hesse-Vertonungen;ich sehe gerade, Sie bekommen eine neue Aufnahme >>>hier.
Wegen Hesse/Schoeck auf mp3.
mp3 ist angekommen! Nochmals herzlichen Dank für Ihre Mühe! Eine anrührende Aufnahme, die die Stimmung so wunderbar aufnimmt.
Übrigens, ein unverhofftes, kleines Geburtstagsgeschenk für mich heute!
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Neu erschienen August 2008
Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
albannikolaiherbst - 16. Okt, 08:10
Arbeitsjournal. Donnerstag, der 16. ...
7.56 Uhr:
[Mannheim, bei Kühlmanns; Küchentisch.]
Das >>>> Seminar gestern lief prima, ... albannikolaiherbst - 16. Okt, 07:48
@sumuze.
Ich bin mir unsicher, ob Sie mich oder stabigabi meinen; "die Macht, Einhalt zu gebieten", kann mich ... sumuze - 16. Okt, 02:45
Diese Macht
- das Einhalten zu gebieten - scheint doch etwas zu besitzen. Sind Sie sich Ihrer Worte derart unsicher? ... Helbig - 15. Okt, 07:29
Richard Wagner, Rienzi, Premiere ...
Grell, bunt, laut
Rom, symbolisiert durch eine überlebensgroße Frauenstatue mitten auf der Bühne. ... albannikolaiherbst - 15. Okt, 06:09
Reise- und Arbeitsjournal. Mittwoch, ...
6 Uhr:
[Am Terrarium.]
So gut wie alles gepackt gestern, noch einmal die Texte des >>>> ...
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