fraktal meinte am 2004/06/18 19:10:
Netz & Hormone
" Hinzutritt, daß man meinen könnte, es würden direkt Synapsen im Ganglion mit dem www verschnitten"Ich nenne es mal Hormone, man könnte es wirklich auch mit Axon-Potentialen o.ä. umschreiben.
Subjektiv ist das 'im Netz sein' eine körperliche Erfahrung, es ist das 'immer weiter Kommen', das 'nochmal nachsehen ob Mail da ist/ ein Blog aktualisiert ist', ein 'das noch schnell auf der eignene Webseite ändern'.
Das hat etwas von einem Rausch einem halbwachen Taumeln durch einen Nicht-Raum; gleichzeitig macht es wach da, wo der Körper eigentlich schon müde ist.
Insofern ist Gibsons Beobachtung über den Tele-Spieler, der mit der Amschine hypnotisch zu verschmelzen scheint (das gab ihm die Idee des 'Cyberspace' als 'shared halluciantion of a dataspace') nicht nur korrekt sondern auch hyper-poetisch.
Aus der 'willing suspension of disbelief' wird dann eben die 'shared hallucination' und das Gefühl des 'being jacked in'.
Soweit mal ;)
apropos: fraktal = OG ;)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/244091/#244397
albannikolaiherbst antwortete am 2004/06/18 19:55:
So meinte ich das auch.
Und versuche, lieber Gassner (lächelt: längst abonniert, dieses "fraktal"), die poetologischen Folgen abzuschreiten... Sie wissen selbst, wie viel undrainierter Sumpf da (noch?) ist. Und für wie verrückt, ja bisweilen amoralisch man gehalten wird, weil man - hineingeht.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/244091/#244415





















