Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop

Marlboro, Prosastücke, 1981 Die Verwirrung des Gemüts, Roman, 1983 Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger, Lamento/Roman, 1986 Die Orgelpfeifen von Flandern, Novelle, 1993, 2001 Wolpertinger oder Das Blau, Roman, 1993, 2000 Eine Sizillische Reise, Fantastischer Bericht, 1995, 1997 Der Arndt-Komplex, Novellen, 1997 Thetis. Anderswelt, Fantastischer Roman, 1998, (Erster Band der Anderswelt-Trilogie) In New York, Manhattan Roman, 2000 Buenos Aires. Anderswelt, Kybernetischer Roman, 2001, (Zweiter Band der Anderswelt-Trilogie) Inzest oder Die Entstehung der Welt, Der Anfang eines Romanes in Briefen, zus. mit Barbara Bongartz, 2002 Meere, Letzte Fassung 2007. Bei Volltext. Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen, Poetische Features, 2004 Die Niedertracht der Musik, Dreizehn Erzählungen, 2005 Dem Nahsten Orient / Très Proche Orient, Liebesgedichte, 2007 Meere, Letzte Fassung 2007 Aeolia.Gesang / Stromboli. Mit den Bildern von Harald R. Gratz. Limitierte Auflage, 2008 Kybernetischer Realismus, Heidelberger Vorlesungen. Manutius Heidelberg 2008Der Engel Ordnungen, Gedichte. axel dielmann - verlag 2009 d e

 

Letizia. (WF 3).

„Wenn du jetzt duschst“, sagte sie, als Georg aufstand und zum Bad ging, „dann werde ich dich töten.“
Erschrocken drehte er sich zurück, starrte sie an. Es war ihm klar, daß diese Neapolitanerin es ernst meinte.
„Keiner, der sich diesen Geruch sofort wegwaschen will, ist es wert, geliebt zu werden.“
Das schwarze Haar schwer von Nässe.
„Aber weshalb gleich töten?“
„Weil es die Seele einer Frau unheilbar verletzt, wenn sie sich derart geirrt hat.“

„Se adesso ti fai la doccia, io ti ammazzerò. - Nessuno che, subito, vuole lavare via questo odore,
è degno di essere amato.”
„Ma perché subito ammazzare?”
„Perché l'anima di una donna è ferita senza poter guarire se, così tanto, si è sbagliata.”

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TheSource meinte am 2006/06/14 14:01:
Aus einem alten Arbeitsnotat von mir:
"Warum haben Sie ihn umgebracht?"
Sie schwieg. Ihr Schweigen war das Schweigen einer in der Lade verborgenen Klinge.
Das ganze Dorf war sich einig: Dieser Komissar verstand nichts von Frauen. Nur von Seife.


Notat zur Erzählung "Cres", später verworfen und die Idee im Zettelkasten versenkt für kommende Texte 
brsma meinte am 2006/06/15 21:48:
den letzten satz lese ich als den eines eher männlichen kopfs
in ihm steckt m.e. bereits zu viel georg-erklärung, zu viel georg-diskurs, er ist *papiern*. was ich überhaupt nicht mit der person in einklang bringen kann, die ihn äussert: «georg» ist ein idiot -- in dem moment, in dem er die frage stellt, *bestätigt* er es. genaugenommen sollte sie ihn erst recht töten.

nachtrag: ich vergass zu erwähnen, dass mir im übrigen in diesen paar sätzen sehr komprimiert wesentliches (wesen-liches?) enthalten scheint. nenn's gerne poesie. 
 

Michael