TheSource meinte am 2006/05/31 06:51:
Führe ich diesen
Gedankengang weiter, so ist es folgerichtig, dass Frauen ebenso weiterlieben, nachdem die Vernichtung getan. Und in sich wäre das in hiesiger Argumentation schlüssig. Stimmig.Wenn mir nicht wäre danach, ergänzend anzumerken, zurückzugreifen zum Ursprung: dass Liebe vielleicht die Wurzel war - und dann "entartet" sie sozusagen. Wie für eine ungewässerte Pflanze ist dies eher ein Existenzkampf, denn die Blüte oder die Frucht. Wir müssen uns bewußt sein, dass das Sakrament leicht vergiftet werden kann. Dass Medea nicht Kali ist. Erstere vernichtet ob der untragbaren Ehrlosigkeit Jasons, letztere ob der mangelnden Zukunft d i r e k t, ohne Umschweif. (Ich hatte es mal auf >>>Stigma im Medea-Thema. Ersteres ist ein Hekate-Thema und ist häufig mit großem Schmerz verwoben, Letzteres eine Naturgewalt, eine Konsequenz, gleich der Gravitation, die den Stein gen Boden bringt). Beidem zugurunde liegt ein Mangel an entgegengebrachter Kraft, man könnte auch sagen: Mangel an Konzentration, ein unwürdiges Entgegenbringen - und, um die Moral gänzlich aus den Worten zu nehmen: Ein nicht Angemessenes. Wenn es eine Natur der Sünde gäbe, dann ist sie dieserart: Das Nichtangemessene, das somit Blinde, dass dem Gegenüber verweigert, seinen lebendigen, natürlichen Willen zu tun. Im Falle der leidenschaftlichen Liebe: Die angemessene Vereinigung verweigert und es somit in den Morast der Fäulnis zieht. Mit einem Zuviel ebenso wie mit einem Zuwenig.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/2087617/#2094358
albannikolaiherbst antwortete am 2006/05/31 10:21:
Medea ist ein ausgesprochen gutes Beispiel.
Und wieder führt alles, was hier gedacht ist, in die >>>> Allegorie.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/2087617/#2095180





















