albannikolaiherbst meinte am 2006/01/26 11:43:
Hartz IV und Die Kunst.
warum gehtst du nicht endlich zum sozialamt? die wuerden eine geschichte uebernehmen und auch die krankenvesicherung!!!!!! und wohngeld...
Liebe Freundin, für mich gilt Harz IV. Da ich ab April dieses Stipendium in Bamberg habe und das ja auch antreten will, heißt das fürs Amt: Ich stelle meine Arbeitskraft dem Markt nicht zur Verfügung. Deshalb habe ich keinen Anspruch. Außerdem liege ich mit dem Stipendium (1200 Euro) ü b e r dem Hartz IV-Satz. Daß ich wegen meines Jungen jeden Freitag nach Berlin fahren werde und montags zurück und daß das rund 400 Euro monatlich kostet, so daß mir 800 Euro verbleiben, von denen dann rund 400 Euro Mietkosten, 150 Euro KSK usw sind, von Telefon usw. zu schweigen, findet man dort ebenfalls uninteressant. "Sie m ü s s e n das Stipendium ja nicht annehmen." Daß das Stipendium ein Literaturpreis und als solcher für mein künstlerisches Fortkommen bedeutsam ist, spielt keine Rolle. „Sie können von Literatur doch sowieso nicht mehr leben.“ Dazu kommt noch etwas weiteres: Die akzeptieren die zwei Wohnungen nicht. Ich müßte eine aufgeben, das wäre dann - literarisch für mich katastrophal - die Arbeitswohnung. Daß eine andere Wohnung mit z w e i Zimmern (je eines für den Kleinen und mich) teurer ist, als meine jetzige Miete für zwei Wohnungen mit insgesamt ebenfalls zwei Zimmern, interessiert das Amt nicht. Und sowieso sagt man dort: Wieso muß das Kind z w e i Zuhause haben? E i n Zuhause reicht. Hartz IV würde mir alles zerbrechen. Und meinem Kind das Zuhause bei seinem Vater nehmen.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1469207
LeserIn (Gast) antwortete am 2006/01/26 14:16:
Bamberg , eBay und Sponsoren (Worte statt Pixel)
Guten Tag Herr Herbst.In meinem wertungsfreiem aber BILD-haften Posting von gestern befand sich ein kleiner Rat. Schade, daß sie und ferromonte ("Lieber Alexander... *g*) diesen ignorieren. ferromonte fehlt hierfür jegliches Einfühlungsvermögen und Fantasie, aber Sie haben mich schon so manches Mal damit verblüfft. Erklärung: Es scheint Ihre ehemalige Lebensgefährtin mit einem Zusammenleben einverstanden zu sein, wenn Sie auf körperliche Berührung verzichten würden. Warum gehen Sie nicht darauf ein? Warum haben Sie nicht einfach ein wenig Geduld, bis das Vertrauen wieder hergestellt ist und dann in einer lauen Frühlingsnacht, nach einer gemeinsam genossenen Flasche Wein, nach einem gelungenen Abendessen...
Eine solche Regelung würde Ihnen erlauben, mindestens die Miete e i n e r Wohnung einzusparen.
Was Bamberg anbelangt, muss es denn immer die teure Bahn sein? Womöglich noch erster Klasse? Hier ein Link für regelmäßige Fahrten nach Bamberg und zurück für ca. 15Euros pro Fahrt. 120 Euro pro Monat statt 400 Euro.
http://www.mitfahrgelegenheit.de/o/ala.php?PHPSESSID=09ba3466b44de25b4271e6c813184372&von=Berlin&nach=Bamberg&zr=0&tag=26&monat=1&jahr=2006&tol=0&x=11&y=5
Ich sehe, Ihr Webblog wird es bald nur gegen Bezahlung geben. Warum nicht? Sie verzichten dann zwar auf höhere Klickraten, dafür nehmen Sie Abonnementsgebühren ein. Da könnten Sie doch noch einen Gang zulegen. Überlegen Sie sich, ob sich in Ihr neustes "Werk" noch eine Hauptperson einbauen liesse. Versteigern Sie das Recht, diese Hauptperson zu sein, an der Ausgestaltung dieser Person mitwirken zu können, den Namen zu bestimmen, bei eBay.
Versteigern Sie, ähnlich wie der kürzlich bekannt gewordene Pixel-Millionär, Sponsoren-Kapitel. Ebenfalls bei eBay. Ich bin mir sicher, Sie wären der erste Schriftsteller, der das tut. Sie sind doch bereit neue Wege zu gehen. Der Medienrummel, der solcherlei Aktionen bei eBay oft begleitet, hätte zusätzlich einen unbezahlbaren Werbeeffekt und dürfte die Verkaufszahlen tüchtig anheizen.
Ihr(e) Ihnen nicht immer schlecht gewogene(r) LeserIn
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1469947
albannikolaiherbst antwortete am 2006/01/26 14:49:
Liebe LeserIn.
Das ist eine grandiose Idee! Daran werde ich basteln.Aber nein, das Weblog wird es n i c h t nur gegen Bezahlung geben, sondern wer etwas dafür entrichten will (und nur, wer es wirklich k a n n), mag etwas anweisen. Ich möchte keinen Zwang haben, kein PayPal, nichts dergleichen. Es liegt rein im Ermessen meiner Leser. Wenn ihnen an Den Dschungeln gelegen ist und sie merken, daß dieses Ding bedroht ist einzugehen, dann werden sie - wie ich jetzt sah - reagieren. Ganz abgesehen von der Sache selbst, finde ich das wunderschön: Man bekommt Leser mit Gesicht. Und lange Korrespondenzen entspinnen sich daraus, die teils ihrerseits wieder etwas in Die Dschungel pflanzen. Das ist wunderschön, finden Sie nicht?
Was das "Zusammenleben ohne körperliche Berührung" anbelangt, so verstehe ich Ihren Gedankengang gut; es mag auch sein, daß Sie recht haben. Aber ich kenne meinen Körper und weiß, daß er nicht abstinent leben kann. Es ist auch eine ideologische Frage: Aus versagtem Begehren entsteht immer Unheil, Versagung ist lebensfeindlich (daher mein Liebe zum Heidentum). Kurz, ich würde sehr schnell untreu werden. Das wiederum wollte ich meiner Frau nicht antun. Nicht wieder. Ich hab ja ohnedies mit Treue ein Problem.
Für die Wohnung hülfe das nun aber auch nichts, da auch in der anderen ein Zimmer fehlt. Sehen Sie, ich arbeite daheim, ich br a u c h e einen Raum. Ich produziere nicht nur am Schreibtisch, sondern auch die Töne für die Rundfunksendungen oft weit v o r, bei mir, damit hinterher im Studio nicht die Zeit fehlt. Also steht auch viel Technik herum. Hier platzt sowieso alles aus den Nähten, Bücherstapel quer über den Boden, Zeitschriften, Manuskriptberge, Sie machen sich wahrscheinlich keine Vorstellung. Das muß ja alles irgendwo hin. Und obendrein, die andere Wohnung: Sie ist doppelt so teuer als meine beiden mit je einem Zimmer zusammen. Ich will einmal gar nicht davon sprechen, was ein Um- und also Fortzug aus der Dunckerwohnung kosten würde. Dazu addierten sich die Aufwendungen für Renovierung usw. Und außerdem, für den Roman, b r a u c h e ich diese Arbeitswohnung, da sie Teil des Romanes und also eine der Quellen für den kreativen Prozeß ist, in dem schwimme.
Wegen Bamberg. Sicher haben Sie Recht, vergessen nur abermals den Arbeitsaspekt. Zum einen brauchen Sie für die Autofahrt mindestens sechs Stunden, mit der Bahn aber nur viereinhalb. Mir gingen dann jeweils zwei Arbeitstage pro Woche verloren, da ich, angekommen, ja kaum werde sofort arbeiten können und mich außerdem um meinen Jungen kümmern möchte. Zum anderen ist Zugfahren für mich absolute Arbeitszeit, deshalb ist die Reiserei arbeitstechnisch nicht schlimm. Ich schreibe am Laptop, Sie werden das auf einigen Bildern hier schon gesehen haben, und ob ich im Zug oder am Schreibtisch sitze, ist mir da ganz einerlei. (Ich ziehe deshalb lange Zugfahrten sogar kürzeren Flügen vor, obwohl ich gerne fliege. Aber es gibt dabei zuviel leere Zeit, in der es sich eben nicht arbeiten l ä ß t.)
Verstehen Sie bitte, daß ich Ihren Ratschlag dennoch sehr ernst nehme. Auch wenn ich glaube, daß Sie sich bezüglich ferromontes irren. Diese Antwort jedenfalls ist ein Abwägen.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1470156
LeserIn (Gast) antwortete am 2006/01/27 12:53:
eBay, Abwägen und Schnellschuss
Herr Herbst, es freut mich sehr, daß Sie meiner Idee gefolgt sind. Aber aus dem Abwägen wurde wohl ein Schnellschuss. Trologie und Inormationen. Neue Wortgeschöpfe? Schade. Mit dieser Aktion könnten Sie RICHTIG Geld verdienen, deshalb wäre es angebracht gewesen, die Sache etwas professionell anzugehen. Das Angebot medienwirksam aufzubereiten. Die Medienkarte spielen. Alle und jeden in dieser Branche anrufen, -mailen und auf Ihre Aktion aufmerksam amchen. Das muss bei N24 und N-TV zu sehen sein, im Promimagazin von SAT1. Darüber muss geredet werden. Und wer bietet, will sein Gebot sehen (lassen), am besten im TV oder in den Printmedien. Will erwähnt werden. Warum also eine nicht-öffentliche Bieter-/Käuferliste? Man hätte ein paar Rollenbeispiele aufzeigen können um Interessierte anzulocken. Möglichkeiten auch für gewerbliche für Sponsoren. Eine Chance vertan?
Wir werden es sehen und ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1474766
volf antwortete am 2006/01/27 13:15:
ein zitat von wilhelm busch
"die absicht ist erkennbar, man ist verstimmt..." bei deser intimen sachkenntnis steht wohl anonymIn für etwas anderes. übrigens im richtigen dschungel, z.b. in america del sud, da werden rollen in büchern und drehbüchern schon längst von einem bein aufs andere verlagert, will sagen: versteigert. jedoch - bravo, lieber herbst, und hier sei an den sinn einer unterhaltung auf der letzten buchmesse erinnert: ein künstler bittet nicht, sondern fordert ein. alles liebe
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1474905
albannikolaiherbst antwortete am 2006/01/27 13:29:
@ LeserIn. Zu ebay. Und sowieso.
Ich habe die Fehler erst zu spät gesehen, und sie ließen sich nicht mehr re-editieren. Das ist ärgerlich, ich weiß. Es wurde bereits drüber gewitzelt, auch von mir selbst. Ich vergesse einfach oft, daß die Tastatur meines Laptops derart ‚abgeschrieben’ ist, daß manche Lettern erst nach dreiviermaligen Draufhauen reagieren - ich tippe aber ungefähr so schnell, wie ich denke. Halte ich mich auf, verliere ich die Kontinuität des weiterjagenden Gedankens. Deshalb ist Korrekturlesen so wichtig. Hier nun hat mich die Eile unaufmerksam gemacht. Das Problem mit dem Schnellschuß lag darin, daß Ihr Posting ja in Den Dschungeln s t e h t, also auch die Idee. Ich lösche so etwas nicht, lösche ohnedies nur in sehr seltenen Fällen. Nun habe ich derart hohe Zugriffszahlen, daß die Gefahr bestand, es hätte jemand anderes vorauslaufen können. An so etwas hänge ich mich dann prinzipiell nicht mehr an. Daß ich „anonyme Bieter“ wählte, hat damit zu tun, daß nicht jeder Bieter erkannt werden w i l l, vor allem womöglich nicht dann, wenn er die Auktion letztlich verliert. Ich habe, wie Sie wissen, in der Hinsicht einige schlechte, nein, bittere Erfahrung gemacht - auch dort, wo es sich um als Roman ausgewiesene Fiktion handelt.
G a n z unvorbereitet ist die Aktion aber n i c h t. Sondern sie läuft bereits, wie ich hörte, über die News-Ticker der Branche. Entsprechend sind meine ohnedies schon hohen referrer-Zahlen auf der fiktionären Website seit heute morgen um ein Erkleckliches hoch-, ja gesprungen. Meinerseits aber in den Redaktionen anzurufen, das ginge nicht. Ich bin im Betrieb ausgesprochen ungemocht, nur wenige dort stehen zu meiner Arbeit. Das hat verschiedene Gründe, manches daran ist mir selbst rätselhaft, anderes mag ich hier nicht über das hinaus ausbreiten, was Sie sonst dazu in Den Dschungeln lesen. In jedem Fall würden meine Anrufe Hohn zur Folge haben, und das muß ich mir nicht geben. Deshalb überlasse ich die Verbreitung der Fama. Wie ich aber ans Fernsehen kommen sollte, wüßte ich ohnedies nicht. Ich hab ja nicht mal ein Gerät. Aber wer weiß, wer alles Die Dschungel l i e s t?
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1474973
LeserIn (Gast) antwortete am 2006/01/27 13:50:
Weiß nicht alles.. Sachen gibts...und Kenntnisse auch.
"Daß ich „anonyme Bieter“ wählte, hat damit zu tun, daß nicht jeder Bieter erkannt werden w i l l, vor allem womöglich nicht dann, wenn er die Auktion letztlich verliert. Ich habe, wie Sie wissen, in der Hinsicht einige schlechte, nein, bittere Erfahrung gemacht - auch dort, wo es sich um als Roman ausgewiesene Fiktion handelt"Ich kann das nicht nachvollziehen, mir ist diese "bittere Erfahrung" nicht bekannt. Ich denke, wer hier bietet, möchte nicht zuletzt seine Eitelkeit befriedigt sehen. Ausserdem, sollte es ein Medienereignis werden, möchten die Menschen die Spannung miterleben. Am Ende reden alle über den Sieger, über den Verlierer in diesem Fall wohl niemand.
Sei es drum, zu spät.
@volf
Ihr(e) anonymIn bin dann wohl ich. Auf welche intime Sachkenntnis verweisen Sie? eBay, Medien etc? Da habe ich nicht mehr intime Sachkenntnis als Sie auch, vermutlich. In Bezug auf Herrn Herbst? Lesen Sie hier regelmässig und auch Sie werden bald intime "Sach"-kenntnis *g* erlangen.
Dass in Südamerika diese Art der Rollenverteilung bereits gepflegt wird, war mir nicht bekannt. Auch hier keine intime Sachkenntnis.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1475065
albannikolaiherbst antwortete am 2006/01/27 14:44:
@LeserIN. Bittere Erfahrung.
Eines meiner Bücher ist derzeit - privatrechtlich - verboten. Ich darf keinen Link darauf legen, weil mir das als Werbung ausgelegt werden könnte, die mir ebenfalls untersagt ist (laut Urteil darf ich auch nicht aus dem Roman "aus dem Kopf zitieren"). Wenn Sie etwas herumgooglen, finden Sie den Vorgang gewiß.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1475372
LeserIn (Gast) antwortete am 2006/01/27 15:08:
Für Sie sicher eine bittere Erfahrung...
..jedoch erkenne ich den Zusammenhang mit dieser Auktion nicht.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1475525
albannikolaiherbst antwortete am 2006/01/27 16:36:
Der Bieter könnte sich sorgen.
Ich brächte ihn in eine ähnliche Situation, wie sie mir der Kläger im Fall des verbotenen Buches vorwirft. Wie Sie >>>> h i e r sehen oder schon gesehen h a b e n, werden meine Arbeiten von Gegnern gerne in entsprechende Zusammenhänge hineinbugsiert. Es mag aber sein, daß ich da nun ein wenig traumatisiert und deshalb übervorsichtig bin.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1463400/#1476079





















