MIßBRAUCH & VERZICHT oder BDSM & GLAUBE.
Anzumerken bleibt, daß der ersatzhalbe Wiederholungstäter, zu dem die einmal mißbrauchte Frau ihre späteren Partner fast durchweg macht, ebenfalls ein Trauma austrägt, nämlich seines. Sonst eignete er sich nicht für die Rolle. Die liebende Frau reinszeniert ihre Verletzung an dem liebenden Mann, dieser aber die seine auch an ihr. Sind sich beide dessen, was da geschieht, bewußt, kann BDSM ein vielleicht nicht heilendes, aber doch linderndes Spiel sein, ein gegenseitiges AlsOb, das sich als schützende Mauer zwischen die verletzte Wirklichkeit und diese Liebe stellt. Begreifen sie es n i c h t, sondern folgen nur der unbewußten Dynamik, dann wird der Mann in jedem Fall zum Wiederholungstäter w e r d e n. Und zwar zu einem wirklichen. Gerade nämlich, w e i l so geliebt wird.
[Möglicherweise wäre eine Auflösung tatsächlich durch das Opfer zu erlangen, Selbstopfer, symbolisch gesprochen: die Kastration. Der liebende Mann, der den immer weiterwirkenden Mißbrauch der geliebten Frau entsühnt, indem er sich an der Stelle des anderen - dessen, der mißbraucht h a t,- entmannt. Das ist voller religiöser Implikationen und erklärt für fast j e d e n Glauben die hohe Funktion des Verzichts.]
[Möglicherweise wäre eine Auflösung tatsächlich durch das Opfer zu erlangen, Selbstopfer, symbolisch gesprochen: die Kastration. Der liebende Mann, der den immer weiterwirkenden Mißbrauch der geliebten Frau entsühnt, indem er sich an der Stelle des anderen - dessen, der mißbraucht h a t,- entmannt. Das ist voller religiöser Implikationen und erklärt für fast j e d e n Glauben die hohe Funktion des Verzichts.]
albannikolaiherbst - 18. Jan, 10:32- Rubrik: FrauenundMaenner
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