Elsa (Gast) meinte am 2005/12/01 20:00:
Symmetrie? Asymmetrie!
@Stromberg:Es gibt tatsächlich kein vollkommen symmetrisches Gesicht. Man hat Fotomontagen erstellt und gleiche Gesichterhälften sich spiegeln lassen zu einem ganzen. Die Gesichter, die dabei entstanden, waren perfekt, aber tot.
Deshalb haben Maler der Renaissance ihren Figuren auch verschieden große Augen gegeben, ein Auge größer gemalt, als das andere. Weil nur so das Leben im Antlitz dargestellt werden konnte.
Und Leben ist nunmal vielleicht nicht schöner, aber attraktiver als der Tod :)
Mit Gruß
Elsa (rechtes Auge größer als das linke)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1212815/#1218965
Stromberg antwortete am 2005/12/01 20:21:
Schönheit II
Das ist wahr. Mein Kollege meinte auch, daß ein Gesicht am schönsten ist, wenn es der Symmetrie am nähesten kommt. Hm...wie definiert sich eigentlich der Ausdruck "Schönheitsfleck"? Das geht wohl in diese Richtung "ungewollte Symmetrie"? Vielleicht irre ich ja?Was den Drang nach Perfektion betrifft: wahrscheinlich ist es ein Drang dem zerstörerischen Chaos zu entkommen, der Entropie, die letztendlich dafür sorgt, daß in spätestens 5-10 Milliarden Jahren eh alles Wurscht ist. Wahrscheinlich schon früher, der Mensch bemüht sich ja eifrig. Ich setze der Perfektion das Chaos und die Zerstörung gegenüber. Ying und Yang. Ein schönes Bild übrigens in dem Film "Kundun" von Scorsese, als das Sand-Mandala mühsam erschaffen wurde, um es kurz darauf wieder zu zerstören. Perfektion und Chaos eben.
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1212815/#1219021
TheSource antwortete am 2005/12/04 12:39:
Zur Schönheit. @ Stromberg, @ Elsa.
Die Versuche mit der perfekten Symetrie sind allgemein bekannt, ja. Tatsächlich hat sie etwas Totes, etwas unirdisch Totes. Zu der Anekdote:Das Übersymetrische, die vollkommene Perfektion der Maske wird ev. eine "untot"-Empfindung ausgelöst haben. Die Menschen konnten auch nicht wirklich benennen, was ihnen den Schauer bereitete. Tatsache aber ist: Als ich die Maske abnahm, war auch das Zurückschrecken nicht mehr gegeben.
Zum Chaos: Das Chaos weist oft eine sehr viel tieferliegende Schönheit auf als die Perfektion (siehe bspw. Fraktale). Und, aber dies nur am Randa: es ist Yin - nicht Ying ;-)
http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/1212815/#1227090





















