“Ist es denn so schlimm, gewöhnlich zu sein?”
Ja.
So gut wie alle Völkermorde sind von gewöhnlichen Menschen - das ist kein DschungelTerminus, sondern er wird aus der >>>> d a zitierten PSYCHLOGIE HEUTE übernommen – ausgeführt worden: das feixende Abschlachten der amerikanischen Ersteinwohner, ob im Süden, ob im Norden; der Holocaust; die Massenmorde des Dreißigjährigen Krieges: fast überall wütete ein auf Befehlsempfang gierendes Normalmaß. Das gesamte Dritte Reich wäre nicht denkbar gewesen, ohne daß der ‚einfache Mensch' strammstand, ob nun aus Angst oder hämischer Bereitschaft, das tut imgrunde nichts zur Sache. Es sind zwar die Narzißten oft, die das Unheil b e f e h l e n, es sind aber k e i n e Narzißten, die es ausüben; Narzißten tendieren dazu, Befehle zu verweigern, weil sie normierte Autorität nicht anerkennen, deshalb sind es fast immer Narzißten, die auch den W i d e r s t a n d tragen. Der „gewöhnliche“ Mensch dagegen kriegt meist Dünnpfiff oder das Kotzen, wenn er nur dieses Wort hört. Es sei denn, er kann sich im Widerstand als in einer (Demonstrations-)Masse verstecken.
[Wiederum muß zugestanden werden, daß ohne die Menge der ‚gewöhnlichen Menschen’ wahrscheinlich Welt nicht mehr w ä r e; ohne die Narzißten allerdings wäre sie nicht schön da, wo sie es heute ist: wir besäßen keine Kunst, wir besäßen kein Taj Mahal, wir besäßen kein Hohenschwangau, nicht die Jama Masjid in Bombay und auch keine Villa San Michele. Sondern die Welt wäre mit Guilottinen angefüllt, und bis zu den Waden stünde der Schlamm. Nie wäre eine Neunte geschrieben worden, niemals ein spätes Streichquartett. Also e h r t den Narzissmus; denn wer ihn austrägt und kreativ u m f o r m t, der hatte und hat zu leiden g e n u g.]
So gut wie alle Völkermorde sind von gewöhnlichen Menschen - das ist kein DschungelTerminus, sondern er wird aus der >>>> d a zitierten PSYCHLOGIE HEUTE übernommen – ausgeführt worden: das feixende Abschlachten der amerikanischen Ersteinwohner, ob im Süden, ob im Norden; der Holocaust; die Massenmorde des Dreißigjährigen Krieges: fast überall wütete ein auf Befehlsempfang gierendes Normalmaß. Das gesamte Dritte Reich wäre nicht denkbar gewesen, ohne daß der ‚einfache Mensch' strammstand, ob nun aus Angst oder hämischer Bereitschaft, das tut imgrunde nichts zur Sache. Es sind zwar die Narzißten oft, die das Unheil b e f e h l e n, es sind aber k e i n e Narzißten, die es ausüben; Narzißten tendieren dazu, Befehle zu verweigern, weil sie normierte Autorität nicht anerkennen, deshalb sind es fast immer Narzißten, die auch den W i d e r s t a n d tragen. Der „gewöhnliche“ Mensch dagegen kriegt meist Dünnpfiff oder das Kotzen, wenn er nur dieses Wort hört. Es sei denn, er kann sich im Widerstand als in einer (Demonstrations-)Masse verstecken.
[Wiederum muß zugestanden werden, daß ohne die Menge der ‚gewöhnlichen Menschen’ wahrscheinlich Welt nicht mehr w ä r e; ohne die Narzißten allerdings wäre sie nicht schön da, wo sie es heute ist: wir besäßen keine Kunst, wir besäßen kein Taj Mahal, wir besäßen kein Hohenschwangau, nicht die Jama Masjid in Bombay und auch keine Villa San Michele. Sondern die Welt wäre mit Guilottinen angefüllt, und bis zu den Waden stünde der Schlamm. Nie wäre eine Neunte geschrieben worden, niemals ein spätes Streichquartett. Also e h r t den Narzissmus; denn wer ihn austrägt und kreativ u m f o r m t, der hatte und hat zu leiden g e n u g.]
Zum Narzissmus, ff. ProduktivitätsÄsthetik.
albannikolaiherbst - Mittwoch, 30. November 2005, 18:03- Rubrik: Arbeitsjournal
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