Wünsche ohne Erfüllung. Leserinnenpost.
>>>> Formmailer an fiktionaere.
Name: B*** S***
Email: bs***@freenet.de
Betreff: Alban Nikolai Herbst. AEOLIA. GESANG. Harald R. Gratz.
STROMBOLI.
Nachricht: Hallo Herr Herbst, ich wünsche mir ein Exemplar der >>>> Stromboli-Gedichte mit Autograph; ich bin ehrlich und gebe zu, dass ich nicht vorhabe, Ihre Miete zu überweisen. Nicht aus Geiz und nicht aus Bosheit.
Herzliche Grüße und gutes weiteres Gelingen bei allen Ihren Vorhaben. Ich bestaune Ihren unermüdlichen Schaffensdrang, freue mich immer, Sie zu lesen, kommentieren zu hören. Ich liebe Catania und Meere. Alles fremd und vertraut.
ANH an bs***@freenet.de.
Sehr geehrte Frau S***,
Ihre Ehrlichkeit ziert Sie, und ich verstehe auch gut, daß Sie sich solch ein Exemplar wünschen. Ich mag Ihnen Ihren Wunsch aber nicht erfüllen, zum einen, weil es anderen gegenüber sehr unfair wäre, zum weiteren, weil Sie normale Exemplare ja sehr einfach >>>> über die Galerie Jesse bestellen können, und sollten wir uns einmal persönlich begegnen, würde ich es Ihnen auch signieren. Die Autographen sind etwas anderes, sie verändern das Buch und sind als eigene kleine Kunstwerke zu betrachten. Dem gibt die Geste entsprechenden Ausdruck, eine meiner Monatsmieten >>>> direkt an meinen Vermieter zu überweisen, die sich seit August übrigens um 5 Euro auf 170,35 Euro erhöht haben. Der genannte Betrag ist für den Gegenstand, das Verfahren einmal als Tausch betrachtet, immer noch nicht hoch. Und mir hilft es schlicht, über die Runden zu kommen, da ich nahe der finanziellen Existenzgrenze leben muß. Abgesehen hiervon, wenn Sie in irgend ein Geschäft gehen, tun Sie das wohl auch nicht mit dem Anliegen, der Verkäufer oder Inhaber des Ladens möge Ihnen den Gegenstand Ihres Begehrens unentgeltlich, bzw. ohne irgend einen anderen Ausgleich überlassen.
Mit bestem Gruß
ANH




















