Ambivalenz des Begehrens. An Diotima (2).
(...) NUR: Menschen sind nicht eindeutig, Lebenssituationen sind nicht eindeutig, Schicksale sind nicht eindeutig. Wir stehen alle bis zu den Knien in der Ambivalenz und können nur waten. Ob man es wahrhaben mag oder nicht. Selbst die Begehren sind widersprüchlich, und das oft prinzipiell. Wobei die Begehren noch als erfüllte ein Leiden sein können, schon gar als unerfüllte oder unerfüllbare, und als solche, auf die man verzichtet, sowieso.
Genau aber dies ist der tiefe Leuchtgrund für Kunst, nicht ein Begehren selbst, nicht ein Glaube oder eine Überzeugung, eine Vision oder Inspiration, schon gar nicht eine gute Absicht: sondern diese unauflösbare, ständig wirkende Ambivalenz, in der wir leben. Der gibt die Kunst ihren bitteren oder ergriffenen oder wehen Ausdruck, indem sie an den Begehren - festhält.
Genau aber dies ist der tiefe Leuchtgrund für Kunst, nicht ein Begehren selbst, nicht ein Glaube oder eine Überzeugung, eine Vision oder Inspiration, schon gar nicht eine gute Absicht: sondern diese unauflösbare, ständig wirkende Ambivalenz, in der wir leben. Der gibt die Kunst ihren bitteren oder ergriffenen oder wehen Ausdruck, indem sie an den Begehren - festhält.
albannikolaiherbst - 3. Jun, 14:52- Rubrik: Korrespondenzen
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