Ist, daß Die Dschungel etwas öffentlich tun und zugeben, was sich andere im geheimen abspielen lassen. Daß Künstler, um Ihr Werk durchzusetzen, einiges >>>> in die Wege leiten und immer geleitet oder zu leiten versucht haben, ist so normal, wie daß ein Werk seine Autos bewirbt. Interessant nur, daß das bei Künstlern, wird es ruchbar, ehrenrührig wirkt*. Als hätten sie es n i c h t, genau wie jeder andere, mit Konkurrenzen zu tun und widerstreitenden Interessen, ja Ideologien. Hier möchte man gerne einen Vorhang vermeintlichen understatements und Stils vor die Szene ziehen, damit sich hinter dem Vorhang der Darwinismus aus Macht und Interesse um so rigoroser austoben kann, und ungestört. Es mischt mit, wer Position hat, das entsprechende Gehalt und/oder eine Lobby; wer nicht, der soll schweigen und sich bescheiden.
Nach Darwin setzt sich aber der Stärkere durch, doch wer das ist, ist niemals h e u t e ausgemacht - und auf welche Weise.
Nach Darwin setzt sich aber der Stärkere durch, doch wer das ist, ist niemals h e u t e ausgemacht - und auf welche Weise.
[*) Dazu gehört etwa der dauernde Vorwurf von „Egomanie“: Von Gluck über Beethoven und Wagner zu Dalí und Picasso waren sie alle, im bürgerlichen Sinn, Egomanen – und manche wie van Gogh m u ß t e n das sein, um sich durchzukämpfen. (Joyce war es, obwohl er es - wahrscheinlich – n i c h t mußte. Und Thomas Bernhard war es, der zu Anfang seiner Karriere wie ein Wadenbeißer auf Unselds Fußabtreter lag.) Imgrunde gibt es keine Künstler ohne Egomanie, und sei es nur die, daß s i e es seien, die die Sendung h a b e n.]
albannikolaiherbst - am Freitag, 22. Februar 2008, 07:35 - Rubrik: Kulturtheorie

















