>>>> Thema:
über der schattigen Welt an
über der schattigen Welt an
der seine schattigen Hände sah
mürbe von Tonalität
nervös in der Ahnung
tat ihm die Töne wer auf
ließ er das Kind bereits fallen
nahm er das Kind aus dem Spiel
bis aus dem Spiel am Klavier
ein immerselber Klang
durch die irpinischen Fenster
des Castellos di Valva
in den kleinen Garten drang
Das hielt so über Stunden
das hielt die Welt und jahrelang
für immer diese Kindheit an.
>>>> Variation V
Variation III <<<<
albannikolaiherbst - am Dienstag, 2. Oktober 2007, 16:28 - Rubrik: Gedichte
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>>>> Thema:
hebt es des Engels linke Schwinge
hebt es des Engels linke Schwinge
Es
in die Kälte weiter,
ehern und unendlich.
Drauf ist kein Blut.
Er ist nur weiß im Nichts
des unsichtbaren Lichts
und ruht,
wie wenn die linke Schwinge
birgt, die rechte aber wär
Treibnetz im kosmischen Meer,
und Schwarm um Schwarm verfinge
asteroid erstarrter Seelen
auf ihren Wegen sich darin
zu einer Auferstehung hin,
die sich wie Parallelen
in einer Ferne schneidet,
die aus Gesängen schwirrt,
doch niemals werden wird
und selbst der Engel meidet.
>>>> Variation IV
Variation II <<<<
albannikolaiherbst - am Dienstag, 2. Oktober 2007, 10:10 - Rubrik: Gedichte
Ich verbeuge mich >>>> vor dieser großen Dichterin.
Wo immer die Leser aufschlagen, wo immer sie hineinschauen und es heraussingen lassen, und wann immer ihr diese Bücher wieder zugeklappt habt – immer bleibt etwas zurück vom T o n. Die verschüttete Sprache rückerstattet uns eine Wahrheit, die an uns merklos haftete:
Und trockne dir auch noch die Tränen, ich Blödian. Kochst dich selbst in deiner Wut, als wärst du für derlei geboren, dich an den Ohren ziehen, du merkwürdiger Höllenbube, einmal wirkliche Daumenschrauben spüren, bei Gott: den Gefühlsdschungel roden, mich deucht, du bist ein Urwald, Natur im Rohzustand, zumindest nicht wirklich über das heidnische Zeitalter hinausgewachsen, weiß Gott – wie du möglich wurdest, im aufgeklärten Jahrhundert.
Marianne Fritz, Dessen Sprache Du nicht verstehst.
Wo immer die Leser aufschlagen, wo immer sie hineinschauen und es heraussingen lassen, und wann immer ihr diese Bücher wieder zugeklappt habt – immer bleibt etwas zurück vom T o n. Die verschüttete Sprache rückerstattet uns eine Wahrheit, die an uns merklos haftete:
Und trockne dir auch noch die Tränen, ich Blödian. Kochst dich selbst in deiner Wut, als wärst du für derlei geboren, dich an den Ohren ziehen, du merkwürdiger Höllenbube, einmal wirkliche Daumenschrauben spüren, bei Gott: den Gefühlsdschungel roden, mich deucht, du bist ein Urwald, Natur im Rohzustand, zumindest nicht wirklich über das heidnische Zeitalter hinausgewachsen, weiß Gott – wie du möglich wurdest, im aufgeklärten Jahrhundert.
Marianne Fritz, Dessen Sprache Du nicht verstehst.
albannikolaiherbst - am Dienstag, 2. Oktober 2007, 07:20 - Rubrik: Arbeitsjournal
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