Nicht kompatibel sein mit demokratischer Kultur.
Die nicht K u n s t will und nicht wollen k a n n. Kunst ist ihr fremd, Kunsthandwerk aber so nahe wie der Pop. Beide sind auf Gefallen aus, und zwar einem für die meisten. Wie abgestimmt wird. Schon die Wurzeln der Begriffe zeigen das auf: „populär“ (Pop von populus/Volk) ist dem δήμος verpflichtet (démos/Volk), einer Tatsache, die sehr genau das US-amerikanische mainstream bezeichnet und nicht nur in der Erinnerung, sondern in praktischer Macht (κρατία, kratía) hält. Daß sowohl populus als auch démos durchaus nicht a l l e meinten, sondern nur die kleine Schicht einer freien Bürgerschaft, setzt sich in der Industrie fort, die heutzutage Moden initiiert. Und gerade w e i l, etwa durch Marktforschung, längst Wechselwirkungen signifikant diese Moden mitbestimmen, hat K u n s t in alledem kaum etwas zu suchen. Gefallen mag sie zwar bisweilen finden, aber es ist nicht ihr Ziel. Was sich, logischerweise, in ihren Absatzzahlen spiegelt. Und in dem, was sie kostet.
Kunst ist etwas, das der Demokratie abstirbt oder im Kleinen, als Widerstand, sich mühsam am Leben erhält. Abstimmung sagt über sie nichts aus, und „Besten“listen sind eine bewußte Täuschung durch die, die es nicht wahrhaben wollen und deshalb mit Fetischen handeln: ein ‚hohes’ Bürgertum, das schon abgesetzt wurde, sich ein bißchen noch weiterfeiert und das entweder noch nicht weiß oder seine schwindende Macht nutzt, um sich anzuschließen.
Kunst ist etwas, das der Demokratie abstirbt oder im Kleinen, als Widerstand, sich mühsam am Leben erhält. Abstimmung sagt über sie nichts aus, und „Besten“listen sind eine bewußte Täuschung durch die, die es nicht wahrhaben wollen und deshalb mit Fetischen handeln: ein ‚hohes’ Bürgertum, das schon abgesetzt wurde, sich ein bißchen noch weiterfeiert und das entweder noch nicht weiß oder seine schwindende Macht nutzt, um sich anzuschließen.
albannikolaiherbst - 14. Aug, 11:42- Rubrik: NOTATE
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