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Er macht aus Menschen Kunst. Und sie wehren sich dagegen. Mit allem persönlichen Recht. Denn sie wollen einzig sein. Deshalb darf niemand allgemeine Schlüsse aus ihnen ziehen. Unser Gefühl will g r u n d l o s sein – das radikale Wort für frei.
[„Ich will um meiner selbst willen geliebt werden.“ Was aber wäre ‚meiner selbst’, hinge es von objektiven und notwendigen – letzten Endes physikalischen – Gründen ab?]
(CCCLXXXXIV).
PRO <<<<
albannikolaiherbst - 30. Mai, 18:33- Rubrik: Paralipomena
(…)
Hieß Mariann Katharina eine Frau
Trägt so viele Namen Wo
Hab ich mich immer gefragt
Ist denn der Papa: er zog die Tür
Zu War weg für den Tag Ich sah ihn
Nur morgens und sonntags Mein Herzstück
Sagte er immer Du bist mein Mädchen
Und ging Es war ein solches Rätsel
Von Abwesenheit (Frauen müssen sich
Vor Männern schützen, wenn sie sie lieben:
Sie gehen alle weg sind selten da Sind alle,
mein kleiner Junge, immer woanders
So bist auch Du)
(gesprochen:)
Wie wunderschön er ist! Liegt in seinem Bettchen, erwachend, und strahlt.
(besinnt sich auf den Raum, die Leere:)
Ist jemand hier? – Hallo?
(lauscht schweigt.)
(wieder Gesang, ppp. beginnen:)
Wir waren immer verlassen, immer zu früh
Altern unter Euren Blicken, Ihr aber wühlt Euch
Mit beiden Händen aus fremder Jugend
Eine erneuerte lachende Frau, die noch
Die Flecken nicht sieht auf den Rücken ihrer
Hängenden Hände, wenn ihr Mann wieder geht
(...)
albannikolaiherbst - 30. Mai, 13:13- Rubrik: Arbeitsjournal
Ähnelt dem Magischen Realismus, wie er besonders aus der Südamerikanischen Literatur bekannt ist; er ist ihm indessen nicht gleich, und zwar so wenig wie jener identisch dem >>>> Amerikanischen Barock Lezama Limas ist. Aber hie wie da gibt es Schnittmengen, die mehr als signifikant sind. Wie sich nämlich im Schilf der Südamerikaner Gottheiten wiegen, wiegt sich im Kybernetischen Realismus das Schilf (das möglicherweise auch hier die Götter noch bewahrt; man nennt sie dann >>>> demons) in den >>>> in einem Antiquitätenladen der Passage de l’Opéra feilgebotenen Spazierstöcken. Hier hat der Kybernetische Realismus seine ästhetische wie erkenntnistheoretische Wurzel. Anders als der Magische Realismus ist er durch und durch städtisch, was der technisch-ökonomischen Gundlage der westlichen Zivilisationen entpricht: sie kennen ja eigentlich nicht mehr das natürliche „Land“, jedenfalls nicht in einem von der Kultur („cultura“) noch abgelösten Sinn. Es gibt hier keine eigentlichen Urwälder mehr, auch keine wilde Pampa, aus der die Leute herausfliehen müssen, um sich, wie mittelalterliche Dörfler an die Burg, metastasisch an die Megapolen zu kleben. Sondern das Land ist längst Metropole-selbst, die Entfernungen sind völlig geschrumpft, man geht in Mailand shoppen und speist in Köln zu Abend, mittags hat man in einer Münchener Sushia gesessen. Unsere Psyche macht immer noch den Fehler, Offenburg von Franfurtmain zu unterscheiden; in Wirklichkeit sind das nur noch bürokratische Verwaltungseinheiten. Dem trägt der Kybernetische Realismus Rechnung und begreift die Städte als Synapsen.
Aber Vorsicht! „Kybernetischer Realismus“ ist ein Begriff der K u n s t.
[Poetologie. Kybernetischer Realismus.]
albannikolaiherbst - 30. Mai, 11:40- Rubrik: KYBERREALISM
Aber sind es. Du bist es. Ich bin es.
[Allegorien.]
albannikolaiherbst - 30. Mai, 11:27- Rubrik: Tagebuch
Frauen können Männer vernichten wollen, die sie und w e i l sie sie lieben.
albannikolaiherbst - 30. Mai, 00:35- Rubrik: FrauenundMaenner
Jede, wirklich jede persönliche Katastrophe - und jede Lust - wird zu einem Text (einem Bild, einer Musik) – sie wird zu einer Geschichte für alle. V o n allen.
(CCCLXXXXII).
>>>> CONTRA
albannikolaiherbst - 30. Mai, 00:31- Rubrik: Paralipomena
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Neu erschienen August 2008
Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
read An - 7. Okt, 01:20
untitled
in welche richtung blickst du
wenn zwischenräume uneins sind,
schrift der ungewissheiten,
ausrufe ... stabigabi5 - 6. Okt, 21:21
die robertkur
wurde abgesagt. stabigabi5 - 6. Okt, 21:20
ich dachte, er passt hier ganz gut ...
ich dachte, er passt hier ganz gut hin. gut, ja, er klingt etwas bieder, schon, ich hätts so auch nicht ... albannikolaiherbst - 6. Okt, 20:34
@stabigabi.
Warum immer dieser furchtbar überschätzte, schreckliche und uneigentliche Lüricker Gernhardt? Das will ... stabigabi5 - 6. Okt, 19:35
das tun sie wohl nicht gern, was? ...
das tun sie wohl nicht gern, was? es gibt ja auch noch den wirtschaftsteil, heute mit großem mäzen der ...
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