Niermann & Thiel. Oder: Herbst-Bücher m u ß man nicht lesen.
albannikolaiherbst - 24. Jan, 23:21- Rubrik: Arbeitsjournal
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Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop
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Niermann & Thiel. Oder: Herbst-Bücher m u ß man nicht lesen.albannikolaiherbst - 24. Jan, 23:21- Rubrik: Arbeitsjournal
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Meinen Gegnern.Ihr Scheitern wird darin bestehen, daß noch meines und das meines Werkes große Literatur schreibt.
albannikolaiherbst - 24. Jan, 19:41- Rubrik: NOTATE
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Die Wissenschaften und die Kunst. Außerdem die Sinnlichkeit. Kleine Theorie des Literarischen Weblogs (58).Das war von Beuys ne völlig quatschige Idee, von wegen "jeder ist Künstler" - sie hatte allerdings p o l i t i s c h e s Recht, nur haben das viele nicht begriffen. Andererseits muß man wahrlich nicht Künstler sein, um denkerisch etwas zuwegezubringen - es ließe sich sehr wohl ein Weblog vorstellen, das streng wissenschaftlich argumentiert oder geisteswissenschaftlich, im Sinn Adornos, spekuliert, aber auch die eigene Arbeit befragt und zur Diskussion stellt: ein philosophischer Blog also. Wenn jemand sowas machte u n d dann, ähnlich mir, mit dem Tagebuch käme, wäre das Interessante eben auch da: wie sich Tagesgeschehen in die Wissenschaften "schleichen" oder sie inspirieren. Und wie die Theoriebildung sie umdeutet. Sowas scheint sich aber keiner zu trauen. Er griffe ja indirekt auf das Fundament der wissenschaftlich geforderten Objektivität zu. Es mag aber auch an einer - vorsichtig gesagt - fehlenden Sinnlichkeit in den Wissenschaften liegen, weshalb Sinnlichkeit eben aus ihnen ausgeklammert werden soll... und zwar, obwohl es um sinnliche Phänomene - nahezu immer - geht.
>>>> 59 57 <<<< albannikolaiherbst - 24. Jan, 17:43- Rubrik: Litblog-THEORIE
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Der Sanfte. (18). Argo. Anderswelt. (191).Als Cordes die Szene gefunden hatte, die ihm so unversehends eingefallen war, dämmerte der Morgen bei Prag. Das über den Himmel ziehende tiefe Hell drückte die falbe Dämmerung zu den Seiten hinauf und über die flachen Dächer der Garagen weg, so daß der Jeep, der auf dem Hof stand, erst scharfe, dann sich mildernde Schatten bekam. Brem öffnete die Lider und lauschte gegen die Garagendecke. Hatte er den Eindringling geträumt? Sicher nicht. Still, um sich nicht durch Hantieren bemerkbar zu machen, erhob er sich, zog sich etwas über, seine Finger hüpften die Reihe der Flacons entlang, er wählte und sprühte ein wenig QUAAS’AN, es werde ein QUAAS’AN-Tag, dachte er und nahm lächelnd das frost vom Nachttisch. Dann drückte er die hälftige Garagentür nur ein ganz klein wenig zu einer Seite auf und schlüpfte hinaus.
Wenn er es nicht wollte, waren seine Schritte niemandem je vernehmlich gewesen. Als flöge er auf Mokassins, so huschte er geduckt die Garagentüren entlang und hinterließ die ungefähre Duftspur, die oft, bevor sie ins Dunkel fielen, das letzte war, was seine Gegner noch wahrnehmen konnten. Sie rochen entzückt und bekamen vor Entzücken ihren Tod gar nicht mit. Da die Messer so scharf waren, spürten sie keinen Schmerz, denn bevor noch das Gehirn aus dem Geschehenen hätte eine Empfindung formen können, war es zu spät. Brem quälte nie; da er keine sozialen Gefühle kannte, war ihm Genugtuung ebenso fremd wie Haß oder Wut. Man muß das eine empathielose Menschlichkeit nennen. Doch diesemal wurde Brem überrascht. Hinter ihm, dicht hinter ihm, eine Stimme. „Guten Morgen.“ Ganz freundlich, hell und leise artikuliert. Dieser da war schneller als er. Deshalb drehte sich Gelbes Messer erst nicht herum. Blieb stehen. Richtete sich allerdings auf, da er doch so vorgebeugt witternd dahingehuscht war. Hätte ihn der andere töten wollen, es wäre längst geschehen. So verharrte er. „Guten Morgen“, wiederholte jener. „Entschuldigen Sie, daß ich hier eingedrungen bin.“ Es war die Stimme eines, der noch nicht völlig erwachsen ist, nicht nur sanft, sondern auch unsicher, fast schüchtern. Das ging nun mit dieser leisen Schnelle des Schritts nicht überein. „Sie müssen sich nicht fürchten.“ Brem hielt sein Messer weiter, weshalb sollte er täuschen? Langsam wandte er sich um, jedes Zucken war bedacht: es gab also keines. Aber er nahm mögliche Fluchtwege in den Blick. Doch wie unnötig dann! Nie hatte Brem einen so sanften Menschen gesehen. >>>> ARGO 192 ARGO 190 <<<< DER SANFTE 1 <<<< DER SANFTE 17 <<<< >>>> DER SANFTE 19 albannikolaiherbst - 24. Jan, 09:08- Rubrik: ARGO-ANDERSWELT
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