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Man ist für den Selbstmord bereit, wenn die Angst vor dem Schmerz keine Rolle mehr spielt. Dann allerdings hat dieser Akt eigentlich keine Funktion mehr.
(CCCLV ).
[Logisch betrachtet, gehen hier zwei Begriffe von Schmerz unerlaubt durcheinander: der seelische und der körperliche, der durch den Akt zu erwarten ist. Da er eine neue Art Schmerz ist, eine ungewohnte, erwartet man zugleich von ihm die Erlösung: er deckt sich über den vertrauten Schmerz, deckt ihn zu; momentlang, danach ist - hoffen wir - sowieso Ruhe. Andererseits ist es ja die Angst vor dem Schmerz, die wir haben und die uns vor dem Akt noch bewahrt, wobei wir ihn insgesamt nur erwägen, nicht weil wir leiden - das ist stets schon, wie alle Gegenwart, vorbei -, sondern weil wir Angst vor weiterem Leiden, vorm Weiterleiden haben. In genau dieser Angst gehen der körperliche und seelische Schmerz nun eben d o c h zusammen. So daß das Paralipomenon recht hat.]
albannikolaiherbst - Dienstag, 13. Dezember 2005, 20:34- Rubrik: Paralipomena
So etwas gilt nicht nur für Texturen. Geschichtspersonen wie Cäsar, Hannibal, Bonaparte haben ebenfalls mit zunehmender Entfernung eine starke Tendenz, zu literarischen Figuren zu werden. Imgrunde sind wirkungspsychologisch Sherlock Holmes und Claude Mauriac nicht auseinanderzuhalten. In siebzig Jahren wird es keinen rezeptiven Unterschied zwischen Obi wan Kenobi und Konrad Adenauer mehr geben. Insofern läßt sich auch aus mancher literarischen Figur eine Erscheinung der Zeitgeschichte machen. Eigentlich versucht jeder Schriftsteller, solche Dynamiken zu schaffen: Er verflüssigt also Realität und damit attackiert er Identitäten, bzw. schafft sie neu als potentielle Charactere: Identität als Möglichkeitsform. Indem unterdessen die Wirklichkeit selbst sich fiktionalisiert, etwa über Beziehungen, die das Internet nicht nur produziert, sondern die aus ihm real herauswirken, ist der Dichter ein allermodernster Zeitgenosse, - nämlich dann, wenn er sich selbst als ein unabgeschlossenes und vor allem nie stetiges Experiment von Ästhetiken versteht: als einen „Springer“.
[ModalitätenPoetik.]
albannikolaiherbst - Dienstag, 13. Dezember 2005, 16:59- Rubrik: Arbeitsjournal
Wer zu Wahrheiten durchdringen will.
(CCCLIV).
albannikolaiherbst - Dienstag, 13. Dezember 2005, 10:04- Rubrik: Paralipomena
Profil « Salomé »:
168 50 - 54 kg 80 c 90-58-87 Braunschwarzes Haar bis zu den Schulterblättern. Trägt gern Knoten im Nacken. Augen grün. Fliegt mit eigener Cessna. „Schauspielerin“. Verlangt Attest.
Ich mag gerne, wenn mich ein Liebhaber leckt. Ich liebe französisch... ich trinke gerne Sperma... aber nur, wenn das Attest da ist... ich bin nicht devot. Wenn du da Anfälle hast, steh ich sofort auf und geh. [Gespräch mit → Raa, 28.7. 2004.)
Sie ist trainiert, viel gelaufen, war beim Ballett. 27 Jahre alt. Gibt ihren Wohnort nicht bekannt. Ist sehr teuer, nimmt aber kein Geld, sondern nur „Geschenke“ (Schmuck).
EmailAdresse: salome_eins@hotmail.com.
albannikolaiherbst - Dienstag, 13. Dezember 2005, 08:23- Rubrik: Arbeitsjournal
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
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